Was können wir? Was kann die KI?


Die Klasse 9b hat im Rahmen des Englischunterrichts an einem Workshop "Digitale Kompetenzen & KI" teilgenommen. Er fand in Kooperation mit dem Verein FrauFam in Rheinbach statt – auf Englisch.
Zu Beginn des Workshops erklärten uns die Leitenden des Workshops, wo überall künstliche Intelligenz gebraucht wird. Viele von uns haben gar nicht gewusst, dass KI in so vielen Bereichen benutzt wird, z.B. bei einem Iphone zur Erkennung der Face-ID, auf Spotify oder Snapchat.
Danach haben wir uns in Teams eingeteilt und jedes Team hat sich einen Namen überlegt. Es gab insgesamt drei Challenges, bei denen jedes Team Punkte sammeln konnte. Bei der ersten Challenge mussten wir in zwanzig Sekunden sechs Begriffe zeichnen. Für jede Zeichnung, die die KI richtig erkannt hat, gab es einen Punkt. Wir haben gelernt, wie künstliche Intelligenz diese Bilder erkennen kann: Sie geht nach bestimmten Mustern vor. So weiß sie zum Beispiel, dass ein Vogel einen Körper, Flügel und einen Schnabel hat.
Zwischendurch wurden wir mit Essen und Getränken versorgt. Nach der Stärkung ging es weiter. Uns wurden Arbeitsweisen und Herausforderungen der KI-Nutzung vorgestellt und in diesem Zusammenhang die Fachtermini Prompt, Hallucination, Deepfakes und Bias nähergebracht. Prompts ist der Input, den man eingibt, z.B. eine Frage oder ein Befehl. Hallucinations sind von der KI ausgedachte, falsche Informationen – aufgrund von Mustererkennung und Vorhersagen treffen, anstatt Fakten aktiv zu prüfen. Deepfakes sind manipulierte Bilder, Videos oder Audios, die sehr echt wirken. Bias bedeuten verzerrte Ergebnisse, die zu Diskriminierung oder unfairer Bevorzugung von Gruppen führt. Sie gehen auf z.T. voreingenommene Trainingsdaten der KI zurück.
Nun kam es zur zweiten Challenge „Say what you see“. In unseren Gruppen bekamen wir ein Bild, das wir auf Englisch beschreiben mussten. Je genauer man es beschrieb, desto gelungener war das generierte KI-Bild und man erhielt Punkte. Bei der letzten Challenge haben wir ein Bild generiert, welches eine Situation aus dem echten Leben abbildete, bei dem man ein bestimmtes Geschlecht vor Augen hat. Zum Beispiel denken beim Thema Fußball viele Menschen zunächst an männliche Fußballer. Mithilfe der Challenge haben wir herausgefunden, ob auch die KI geschlechterstereotype Zuordnungen vornimmt. Es war spannend zu sehen, dass die KI tatsächlich z.T. nur Frauen oder Männer abbildete, z.T. aber auch beide Gruppen. Eine Schülerin ließ sich „ein Elternteil mit einem Kind auf einem Spielplatz“ darstellen, wobei die KI eine Mutter mit Kind abbildete. Hier wurde deutlich, wie wichtig es ist, dass die KI mit vielfältigen Datensätzen programmiert wird.
Wir haben durch den Workshop sehr vieles gelernt, was wir vorher nicht gewusst oder erwartet hätten. Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Dr. Vahid S. Javadi (Universität Bonn) sowie Frau Bahar Abdurrazaqli und Frau Nezaket Zeynalli vom Verein FrauFam aus Rheinbach, die die Veranstaltung ermöglicht haben.
Mira, Viola und Tabea, 9b