Französisch-Unterricht im Kino


In der Stufe 10 wurde der Französischunterricht kurzerhand ins Kino verlagert. Gemeinsam fuhren alle drei Französischkurse in die Brotfabrik nach Beuel und besuchten dort den französischen Film ‚En fanfare‘ (dt. Titel: ‚Die leisen und die großen Töne‘) im Original, der anlässlich des alljährlichen französischen Filmfestivals auf dem Programm stand.
Er erzählt die Geschichte zweier Brüder, die von verschiedenen Familien adoptiert wurden, getrennt voneinander aufgewachsen sind und erst als Erwachsene aufeinandertreffen. Der eine Bruder, Thibaut, ein international gefeierter Dirigent, benötigt aufgrund seiner Leukämie-Erkrankung die Knochenmarkspende eines nahen Verwandten und erfährt von der Existenz seines jüngeren Bruders Jimmy, der in einer Schulkantine arbeitet und in seiner Freizeit als Posaunist in einem Arbeiterorchester spielt. Die sehr ungleichen Brüder finden über ihre gemeinsame Liebe zur Musik zueinander, auch wenn Klassenunterschiede sie zwischendurch zu entfremden drohen.
Die Schülerinnen und Schüler nahmen den Film sehr differenziert wahr:
„Der Film hat es einem erlaubt, einen Einblick in die französische Kultur und in das Leben in Frankreich zu bekommen. Er zeigt gut, was für eine wichtige Rolle Geschwister im Leben spielen können. Es wird gelungen thematisiert, was für einen Einfluss ein jeweils unterschiedliches Umfeld auf das Leben haben können.“ (Marie Schneid, Jasmine Sumpter, 10a)
„Wir fanden den Film sehr bewegend. Es gab zwar nicht viele Plottwists bis auf den Anfang. Die Geschichte wurde aber sehr emotional erzählt und nahm die Zuschauer über den ganzen Film mit. Die Geschichte an sich war etwas unkreativ, aber sie wurde ordentlich ausgestaltet. Außerdem wurde der Film sehr schön musikalisch ergänzt, was sehr gut zum Thema passte. Es wurde viel Umgangssprache verwendet, jedoch konnte man durch die Untertitel das meiste verstehen.“ (Julian Gillner, 10e, Julius Gorke, 10e, Tobias Prenzel, 10d, Matti Sydow, 10d)
„Wir fanden den Film sehr gut und die Musik hat uns auch sehr gut gefallen. Es war eine gute Komponente zwischen Drama und Familiengeschichte. Die Geschichte war sehr mitreißend und am Ende auch sehr emotional.“ (Svea Neswadba, Emma Sommer, 10a)
„Für mich war der Film sehr interessant, da er sehr realitätsnah gespielt hat. Der Film zeigte, dass man sich unter Geschwistern und in größeren Gruppen immer unterstützt, auch in schweren Zeiten. Auch dass man unter Geschwistern eine sehr enge Beziehung haben kann, ohne dass man bis vor kurzem noch wusste, dass es den jeweils anderen gibt, haben die Filmemacher sehr gut umgesetzt. Das Kämpferische unter den Geschwistern, der Zusammenhalt unter Freunden, war sehr beeindruckend. Auch wenn man nicht alles verstanden hat und hauptsächlich Umgangssprache genutzt wurde, konnte man sich vieles aus dem Sachkontext erschließen.“ (Paul Mieke, 10e)
Luisa Bittner, Dr. Isabelle Mensel, Regina Rothkopf