Elektronik zum Anfassen


Unsere 6. Klassen schnupperten Uniluft: An der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg durften sie mit Elektronik tüfteln und rund um Stromkreise, Widerstände und LEDs experimentieren. Auf so genannten Steckbrettern bauten sie eigene Stromkreise auf; mit Kabeln, Batterien, Lämpchen, kleinen Ventilatoren und Widerständen entstanden funktionierende Schaltungen.
Besonders spannend war die Frage, wie gut Ventilatoren und Lämpchen arbeiten, wenn zusätzliche Widerstände eingebaut werden: Die Lämpchen wurden dunkler und die Ventilatoren drehten sich langsamer. So wurde anschaulich deutlich, wie elektrische Bauteile zusammenwirken.
Im zweiten Experiment stellten die Schülerinnen und Schüler „Lötmännchen“ her. Dafür verlöteten sie eine LED mit einem passenden Widerstand. Kombiniert mit Draht entstand anschließend ein kleines Männchen, dessen Kopf mit Hilfe einer Batterie leuchtete, ohne durchzubrennen.
Der Besuch an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg zeigte eindrucksvoll, wie spannend Naturwissenschaft und Technik sein können. Durch das eigenständige Aufbauen, Testen und Beobachten konnten die Schülerinnen und Schüler theoretisches Wissen direkt praktisch anwenden.
Am Ende des Tages nahmen alle nicht nur ihr selbst gebautes Lötmännchen mit nach Hause, sondern auch viele neue Erkenntnisse – und vielleicht wurde bei einigen nach der Lerneinheit durch Ausprobieren das Interesse an Technik und Elektrotechnik geweckt.
Dr. Barbara Busert, Berit Keiser
