„Der Fall Collini“ auf der Bühne


Jean-Baptiste „Hans“ Meyer ist tot – der Großindustrielle wurde ermordet. Aber warum? Was ist das Motiv? Der Angeklagte schweigt. Der Literaturkurs der Jahrgangsstufe 12 spürte diesem Verbrechen, das Ferdinand von Schirach in seinem Roman „Der Fall Collini“ schildert, nach und brachte den Fall auf die Bühne. Das Studio, sonst als Klausur- und Orchester-Probenraum genutzt, verwandelte sich mit Hilfe der Technik AG in ein Theater.

In dem Stück spielt der Verjährungsskandal nationalsozialistischer Verbrechen eine wichtige Rolle. Nach einiger Zeit wird klar, dass Meyer eine Erschießung von Partisanen geleitet hat. Dabei ist Collinis Vater erschossen worden. Collinis Klage war erfolglos, das wurde Verfahren eingestellt. Nach damaligem Völkerrecht sei die Erschießung rechtens gewesen und zudem sei der Tatbestand verjährt. Die Folge: Collini rächt sich.
Die Bühne wurde zum Gerichtssaal, die Tat und die Beerdigung darauf als Film gezeigt. Die Schülerinnen und Schüler rollten den Fall auf und enthüllten in ihren Dialogen die Zusammenhänge. Das Publikum folgte der Verhandlung gebannt und spendete den Akteuren kräftig Applaus.
Herzlichen Dank an die Gustav Kiepenheuer Bühnenvertriebs-GMbH, Berlin für die Erteilung der Aufführungsrechte!