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Erzbischöfliches St. Joseph-Gymnasium Rheinbach
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Dritter Leitgedanken: Gemeinschaft leben – Individualität entwickeln

Schule ist mehr als Unterricht. Wir verstehen das St. Joseph-Gymnasium als Lern- und Lebensraum, den Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Eltern und Mitarbeitende gemeinsam gestalten. Grundlage unseres Zusammenlebens sind unser christliches Menschenbild sowie Wertschätzung, Vertrauen, gegenseitige Unterstützung und die Bereitschaft, Verantwortung füreinander zu übernehmen.
Gemeinschaft und Individualität gehören für uns zusammen: Junge Menschen sollen sich als Teil einer Gemeinschaft angenommen und zugehörig fühlen und zugleich die Freiheit erhalten, ihre eigene Persönlichkeit zu entwickeln. Unterschiedliche Begabungen, Interessen und Perspektiven verstehen wir als Bereicherung.
Klassen- und Schulgemeinschaft, Fahrten und Austausche, Tage religiöser Orientierung, außerunterrichtliche Angebote sowie gemeinsam gestaltete Pausen und Betreuungsangebote schaffen vielfältige Räume für Begegnung und Beteiligung.

Schule ist Lern- und Lebensraum, in dem Kinder und Jugendliche Erfahrungen machen, Beziehungen gestalten und ihre Persönlichkeit entwickeln. Bildung und Erziehung gehören für uns untrennbar zusammen.
Eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiches Lernen ist, dass Schülerinnen und Schüler sich angenommen und als Teil einer Gemeinschaft erleben. Bereits in der Jahrgangsstufe 5 unterstützt das Soziale Lernen die Entwicklung einer tragfähigen Klassengemeinschaft. Die Kinder lernen, miteinander umzugehen, Unterschiede zu respektieren, Konflikte konstruktiv zu lösen und Verantwortung füreinander zu übernehmen.
Erziehung verstehen wir als gemeinsame Aufgabe von Schule und Elternhaus. Vertrauen, Offenheit und ein achtsamer Umgang miteinander bilden die Grundlage dieser Erziehungspartnerschaft. Dazu gehört auch, Kinder und Jugendliche zunehmend darin zu unterstützen, Verantwortung für ihr eigenes Lernen und Handeln zu übernehmen, Herausforderungen anzunehmen und verlässlich zum Gelingen der Gemeinschaft beizutragen.
Zu unserer Schulkultur gehört eine Kultur der Anerkennung und Wertschätzung. Sie richtet den Blick nicht allein auf Noten, sondern auch auf persönliche Entwicklung, unterschiedliche Fähigkeiten und das Engagement in Kunst, Musik, Sport, Wissenschaft, im sozialen Bereich, bei Wettbewerben oder für die Schulgemeinschaft.

Kinder wandern hintereinander zur Burg

Als katholisches Gymnasium verstehen wir Schulfahrten als wichtigen Bestandteil ganzheitlicher Bildung. Sie eröffnen die Möglichkeit, Neues zu entdecken, Gemeinschaft zu erleben, Selbstständigkeit zu entwickeln und den eigenen Horizont fachlich, persönlich und spirituell zu erweitern. Unser Fahrtenprogramm begleitet die Schülerinnen und Schüler altersgerecht durch ihre Schulzeit.
Zu Beginn der Jahrgangsstufe 6 findet eine dreitägige Klassenfahrt statt, die insbesondere die Klassengemeinschaft stärkt. In der Jahrgangsstufe 7 nehmen die Schülerinnen und Schüler an dreitägigen Tagen religiöser Orientierung im Haus Wasserburg der Pallottiner in Vallendar teil. Eine weitere fünftägige Klassenfahrt findet in der Jahrgangsstufe 9 statt und eröffnet kulturelle, sportliche und gemeinschaftsbezogene Erfahrungen.
In der Qualifikationsphase bildet die Studienfahrt einen weiteren Höhepunkt. Sie ist an einen Leistungskurs angebunden und verbindet fachbezogene Bildung, kulturelle Begegnungen und gemeinschaftliche Erfahrungen. Auch spirituelle Erfahrungen außerhalb der Schule, etwa die Teilnahme der EF am Glaubensfest „Kommt und seht“, gehören zu unserem Fahrtenkonzept.
Freiwillige Angebote wie Skifahrt, Musikfahrten, internationale Austauschprogramme, SV-Fahrten und weitere fachlich oder kulturell ausgerichtete Fahrten ergänzen das verbindliche Programm. Bei der Planung achten wir auf pädagogisch sinnvolle, sichere und finanziell verantwortbare Lösungen.

Schulgebäude in Reading

In einer von kultureller Vielfalt, internationaler Vernetzung und globalen Herausforderungen geprägten Welt verstehen wir interkulturelle Bildung als wichtige Querschnittsaufgabe. Schülerinnen und Schüler sollen unterschiedlichen Lebensweisen, kulturellen Prägungen und Perspektiven offen und respektvoll begegnen, eigene Vorstellungen reflektieren und sich mit anderen darüber austauschen.
Das Erlernen von Fremdsprachen eröffnet besondere Möglichkeiten für Begegnung und Verständigung. Sprachzertifikate wie Cambridge English und DELF bieten darüber hinaus die Möglichkeit, besondere fremdsprachliche Kompetenzen nach international anerkannten Standards nachzuweisen.
Eine besondere Bedeutung haben persönliche Begegnungen. Schüleraustausche mit Partnerschulen in England und Ungarn ermöglichen Einblicke in den Alltag anderer Länder. Die langjährige Partnerschaft mit dem katholischen Piaristengymnasium in Kecskemét verbindet interkulturelles Lernen mit europäischer Geschichte und Erinnerungskultur.
Der Deutsch-Französische Tag, fremdsprachliche Jugendfilmfestivals, Wettbewerbe und Exkursionen in das benachbarte europäische Ausland ergänzen diese Erfahrungen und fördern Perspektivwechsel, Verständigung und europäische Verbundenheit.

Auch außerhalb des Unterrichts bietet das SJG Raum für Bewegung, Begegnung und gemeinsames Erleben. In den Pausen stehen insbesondere jüngeren Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten zur aktiven Gestaltung ihrer freien Zeit zur Verfügung. Spiel- und Bewegungsmaterialien können ausgeliehen werden; Sporthelferinnen und Sporthelfer gestalten Pausensportangebote.
Für Schülerinnen und Schüler, die über den Unterricht hinaus in der Schule bleiben, besteht ein verlässliches Nachmittagsbetreuungsangebot in Zusammenarbeit mit Carpe Diem e. V. Die Betreuung verbindet Unterstützung bei den Hausaufgaben mit Möglichkeiten für Spiel, Bewegung und gemeinschaftliche Aktivitäten.