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Kristina Gast und Alexander Thönnes organisieren am SJG jetzt die schulpastorale Arbeit. Im Mai beginnen die beiden Lehrkräfte ihre Weiterbildung beim Erzbistum, die bis August 2022 läuft. Darin sind Schulliturgie, Schulseelsorge und Organisation wichtige Bausteine. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern werden sie begleitend ein Projekt entwickeln und mit der Weiterbildungsgruppe besprechen – Ideen dazu gibt es schon. Mit der Organisation der Roratemesse, des Aschermittwoch-Gottesdienstes und dem Gottesdienst zum Josephstag sind die beiden schon tätig geworden, unterstützt von einem Team, das in die Vorbereitungen involviert war.

Das soll auch in Zukunft so sein: „Jede und jeder ist willkommen, uns zu unterstützen, wir sind offen für Ideen“, so Alexander Thönnes. „Wir verstehen uns als Organisatoren und wollen strukturiert Projekte am SJG angehen“, ergänzt Kristina Gast. So vermitteln und überlegen sie Gottesdienste, dabei arbeiten sie eng mit Jugendseelsorger Daniel Sluminsky zusammen. Gemeinsam neue Gottesdienstformen zu erproben, aber auch Messen anbieten zu können, ist ihnen ein großes Anliegen. Schulleiter Michael Bornemann hat sie mit der neuen Aufgabe betraut, die Fäden in Sachen pastorale Arbeit zusammenzuführen: „Wir freuen uns auf neue Ideen, Impulse und Projekte.“ Auch die Ökumene soll weiter gepflegt werden.

 

 

Interview mit Daniel Sluminsky, Kreisjugendseelsorger   

Wie war Ihr erster Eindruck am SJG?

Das war eine sehr offene Begegnung. Ich habe eine Begeisterung trotz aller Widrigkeiten erlebt: „Wir machen was!“. Diese Begeisterungsfähigkeit gefällt mir sehr.

Was ist ihr wichtigstes Anliegen in der Schulseelsorge?

Ich möchte Kontakt zu Schülerinnen und Schülern haben. Ich möchte junge Leute mit dem Glauben in Kontakt bringen und ihnen zeigen: Glaube kann tragen und im Dunklen Licht geben. Für meine Primiz, also meine erste Messe nach der Priesterweihe, hatte ich mir den Vers „Bindet ihn los, bringt ihn her, der Herr braucht ihn“ (vgl. Lk 19, 31) ausgesucht. Das bezieht sich auf den Esel, mit dem Jesus in Jerusalem eingezogen ist. Auf mich übertragen heißt das: Ich möchte Jesus zu den Leuten bringen. Im positiven Sinne darf ich mich da auch als stur verstehen.

Stoßen Sie dabei also auch auf Widerstände?

Es ist nicht immer leicht, den Kontakt herzustellen. In der öffentlichen Meinung gilt man als Priester nicht automatisch als Sympathieträger.

Aber die Verkündigung liegt ihnen offensichtlich am Herzen. Wie erreichen Sie die jungen Menschen?

Das Evangelium kommt auf zwei Beinen entgegen, hat Papst Johannes Paul einmal gesagt. Es geht darum, Glaube sichtbar zu leben. Das versuche ich. Ich bringe Jugendliche zum Beispiel zum Night Fever in Köln oder Bonn und erlebe mit ihnen, was Stille ist. Diese Ruhe brauchen wir für die persönliche Begegnung mit Gott. In Bad Münstereifel habe ich erlebt, wie Jugendliche das Spirituelle erfahren, wenn sie sich einfach irgendeinen Platz in der Kirche aussuchen dürfen, Live-Musik hören und still werden. Sie erfahren: Ich muss nichts machen, ich werde beschenkt.

Sehen Sie eine Verzahnung Ihrer Arbeit mit dem Religionsunterricht?

Glaube ist nicht nur irrational, zu glauben ist auch etwas Vernünftiges. Um dieses Glaubenswissen geht es im Religionsunterricht. Ich provoziere gern und gebe Denkanstöße.

Was ist Ihr Wunsch für die gemeinsame Arbeit am SJG?

Dass sich jede und jeder im Pastoralteam oder weitere Kolleginnen und Kollegen kreativ einbringen, so dass wir gemeinsam etwas für die Schülerinnen und Schüler auf die Beine stellen.

 

Kreisjugendseelsorger Daniel Sluminsky ist seit diesem Halbjahr bei uns tätig. Gemeinsam mit dem Pastoralteam bereitet er Gottesdienste und Messen vor und steht zum Gespräch für die Schulgemeinde zur Verfügung. In der Regel ist er dienstags bei uns anzutreffen – in der Regel in der Kapelle.

Sluminsky hat in Bochum und München studiert, wurde 2015 zum Priester geweiht und war danach Kaplan in Bad Münstereifel. Seit September 2020 ist er Kreisjugendseelsorger.