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IV.7. Die Studien- und Berufsorientierung

Die Studien- und Berufsorientierung in der Sekundarstufe I: Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA)

Das St. Joseph-Gymnasium nimmt wie alle weiterführenden Schulen in Nordrhein-Westfalen am Landesprogramm „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) teil. Das Ziel von KAoA ist es, Jugendliche in NRW auf dem Weg in die Berufswelt nachhaltig zu unterstützen. Das bedeutet, dass Schülerinnen und Schüler nicht erst kurze Zeit vor dem Abschluss bei der Berufsfindung Hilfe finden, sondern dass ein langfristiger und nachhaltiger Prozess mit aufeinander aufbauenden Kernelementen geschaffen wird.

Zudem tragen am SJG alle Fächer dazu bei, dass die Schülerinnen und Schüler verschiedenste Aspekte der Studien- und Berufsorientierung (Bewerbungen, Berufswelten, etc.) kennen lernen. Indem dieser Unterricht die Lebens- und Arbeitswelt den Lernenden durch einen kompetenzorientierten Lernprozess nahebringt, legt das SJG die Grundlagen dafür, ab der Jahrgangsstufe 8 den standardisierten Prozess der Berufs- und Studienorientierung fächerübergreifend umzusetzen.

Dieser Prozess lässt sich im Wesentlichen in drei Phasen unterteilen:

  • Die Potenzialanalyse – Potenziale erkennen und als Planungsgrundlage für den individuellen Lernprozess nutzen(Jahrgangsstufe 8): Die Potenzialanalyse gibt allen Schülerinnen und Schülern zu Beginn des Prozesses die Möglichkeit, über den „Tellerrand“ der einzelnen Fächer hinauszuschauen und eine Selbst- und Fremdeinschätzung von personalen und sozialen Potenzialen durchzuführen.
  • Die Berufsfelderkundungen (Jahrgangsstufe 9): Um das schulische Betriebspraktikum in der10. Jahrgangsstufe möglichst effizient und zielgerichtet durchzuführen, sollen alle Schülerinnen und Schüler Kenntnisse über die regionale Berufs- und Arbeitswelt erhalten und die in der Potenzialanalyse gewonnenen Erkenntnisse für eine erste praxisnahe berufliche Orientierung nutzen.
  • Das zweiwöchige Betriebspraktikum – die Praxis der Arbeitswelt kennenlernen und erproben (Jahrgangsstufe 10): Die Schülerinnen und Schüler kennen aus den Berufsfelderkundungen der Jahrgangsstufe 8 verschiedene Berufsfelder und lernen nun im Betriebspraktikum in einem von ihnen bevorzugten Berufsfeld die beruflichen Tätigkeiten praxisbezogen kennen. Sie erproben ihre Fähigkeiten und ihre Eignung vertiefend und reflektieren ihre Erfahrungen im Hinblick auf die gymnasiale Oberstufe.

Zudem besteht für die Schülerinnen und Schüler, ihre Eltern sowie alle am Prozess beteiligten Personen am SJG die Möglichkeit der prozessbegleitenden Beratung: Mehrere Studien- und Berufswahlkoordinatoren sind jederzeit ansprechbar, und mit einem neu eingerichteten Berufsorientierungsbüro werden weitere Beratungsmöglichkeiten geschaffen.

In der Sekundarstufe II wird die Berufsorientierung der Sekundarstufe I auf verschiedene Weise fortgeführt. So gibt es beispielsweise nun erneut die Möglichkeit, eine Potenzialanalyse durchzuführen, um eigene Stärken zu erkennen und diese für die Berufswahl zu nutzen. Neu sind verschiedene Workshops im Rahmen des Pflichtprogramms „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA).

Bei diesem aus zwei größeren Bausteinen bestehenden Programm sollen die Schülerinnen und Schüler sich zunächst darüber klar werden, wie weit sie in dem Prozess der Berufswahl vorangekommen sind, welche Erfahrungen sie bisher gesammelt und welche Entscheidungen sie bereits getroffen haben. Sodann werden sie dabei unterstützt, sich über Angebote zu informieren, die ihrem Standort entsprechen, und sie werden motiviert, Entscheidungen zu treffen.

Über das gesamte Schuljahr steht ihnen ein Berater der Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung, in dessen Sprechstunden sie sich beraten lassen können. Außerdem können sie an verschiedenen außerschulischen Angeboten, wie Berufsmessen oder Schnuppertagen an Universitäten, teilnehmen.