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IV.1. Gestaltung des Übergangs von der Primarstufe in die Orientierungsstufe

Der Wechsel der Kinder von der Grundschule an die weiterführende Schule stellt einen bedeutsamen Einschnitt in der Schullaufbahn dar, der von unserer Seite durch eine eingehende Beratung der Eltern und eine intensive Betreuung der Schülerinnen und Schüler begleitet wird.

Im Vorfeld des Schulübergangs nimmt der Tag der offenen Tür eine herausragende Stellung ein. Eltern und Schülern bietet sich hier die Möglichkeit, grundlegende Informationen über unsere Schule und unser Schulprofil sowie Einblicke in das Schulprogramm und in den besonderen Charakter unserer katholischen Schule zu erhalten. Rund zwei Wochen später bieten wir einen Informationsabend für Eltern an, bei dem wir detailliertere Informationen an die Eltern geben und Fragen beantworten.

Ergänzend sei hier erwähnt, dass das SJG an den MINT-Projekten der Stadt Rheinbach teilnimmt, die den Schülerinnen und Schülern der 3. und 4. Klassen weitere Einblicke in das Lernen und in das Lernumfeld am SJG bieten.

Termine für die Aufnahmegespräche werden vom Tag der offenen Tür an über das Sekretariat vereinbart. Diese Gespräche, an denen die Erziehungsberechtigten und das Kind teilnehmen, leisten im Gesamtkontext von Information und Beratung einen wesentlichen Beitrag. Hier können die Kinder auch WunschpartnerInnen angeben, mit denen sie gemeinsam in einer Klasse unterrichtet werden wollen. Unter pädagogischen Aspekten und Leistungsaspekten werden die Klassen zusammengestellt, bei ungeklärten Fragen nimmt der Erprobungsstufenkoordinator Kontakt zur abgebenden Grundschule auf und berät sich mit den Kolleginnen und Kollegen.

Ebenfalls im Vorfeld des Schulübergangs liegt der Kennenlerntag für die zukünftigen FünftklässlerInnen, der am Ende des „alten“ Schuljahres stattfindet. Die Kinder haben hier die Gelegenheit, in gelöster Atmosphäre ihre zukünftigen Mitschülerinnen und Mitschüler in ihrem zukünftigen Klassenverband sowie ihre Klassenlehrerin/ihren Klassenlehrer noch vor dem Schulwechsel kennenzulernen. Seit vielen Jahren bilden zwei KollegInnen ein Klassenleitungsteam. Die Doppelbesetzung der Klassenleitung führt zu einer erheblichen Erleichterung im administrativen Bereich, zudem stärkt sie das kooperative Element im pädagogischen Bereich unter den Kollegen.

Parallel zu dieser Klassenveranstaltung werden die Eltern umfassend über den anstehenden Schulübergang informiert. Die Möglichkeit zur individuellen Beratung zwischen Eltern und Schulleitung sowie zwischen Eltern und Klassenleitung besteht im Anschluss.

Am Tag der Einschulung sollte für die Eltern erkennbar und für die Schülerinnen und Schüler erfahrbar werden, dass sie in unsere Schulgemeinschaft aufgenommen werden. Dies wird (u. a.) durch einen gemeinsamen Gottesdienst unter Beteiligung der älteren Schülerinnen und Schüler erfahrbar sowie durch die Betreuung der 5. Klassen durch ältere „Patenschülerinnen und Patenschüler“. Der Kontakt der jüngeren Schülerinnen und Schüler zu den „Paten“ stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl und fördert die Identifikation mit „ihrer“ Schule.

Dass die neuen Schülerinnen und Schüler Teil unserer Schulgemeinschaft sind, findet auch Ausdruck in unserem Jahrbuch, in dem sie auf einem ganzseitigen Foto erscheinen. Das Jahrbuch hat nicht nur eine kaum zu überschätzende Bedeutung für die Darstellung unserer Schule in der Öffentlichkeit, sondern entfaltet auch eine identitätsstiftende Wirkung für die Schulgemeinschaft.

In der ersten Schulwoche wird der Klassenlehrertag durchgeführt. Den gesamten Schulvormittag verbringt die Klasse mit der Klassenleitung, wobei (u.a.) alle schulorganisatorischen Fragen geklärt, das Schulgelände erkundet, Klassenregeln erstellt, der Klassenraum gestaltet und gruppendynamische Spiele veranstaltet werden.

Die Kolleginnen und Kollegen bemühen sich, eine für alle angenehme Arbeitsatmosphäre herzustellen, um den Kindern ein entspanntes und erfolgreiches Lernen zu ermöglichen. Hierzu gehört auch, dass sich die Schülerinnen und Schüler in ihrer Klasse wohlfühlen, neue Kontakte und Freundschaften schließen und die Klassengemeinschaft entwickelt wird. Um diesen Prozess zu befördern, führen wir in den ersten Wochen des neuen Schuljahres für jede Klasse einen außerunterrichtlichen Klasse(n) Tag durch. Am Ende des Schulhalbjahres wird eine weitere erlebnispädagogische Veranstaltung durchgeführt, deren Schwerpunkte auf Teamverhalten und Sozialverhalten, Konfliktlösung sowie Selbstwertgefühl liegen. In der Regel suchen die Klassen dafür die Kletterhalle oder einen Kletterpark auf.