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III.5. Interkulturelle Bildung und Begegnung

Durch das Phänomen der vernetzten und immer kleiner erscheinenden Welt infolge von Globalisierung und Migration wird interkulturelle Bildung zur „Querschnittsaufgabe von Schule“*. Dabei gelten als Ziele, dass die Schüler in Dialog mit Personen anderer Herkunft treten, dass sie die Geschichtlichkeit von Eigenbildern und Fremdbildern erkennen und kritisch hinterfragen, kulturelle Vielfalt erleben, wertschätzen und sich dadurch weiterentwickeln und entfalten können.

In der Sekundarstufe 1 unterstützen wir diese Forderung der Kultusministerkonferenz, indem wir den Schülerinnen und Schülern drei Austauschprogramme anbieten.

In der Jahrgangsstufe 7 besteht ein Austausch mit dem „Collège Saint Stanislas“, einer Realschule in Osny, etwa 30 km nordwestlich von Paris und in unmittelbarer Nähe von Cergy-Pontoise gelegen, die sich in der Trägerschaft der polnischen Pallottiner befindet. Die Programme in Osny und Rheinbach sind aufeinander abgestimmt und ähneln einander in ihrer Konzeption: Die Schülerinnen und Schüler leben für die Zeit des Austausches in der Familie ihres jeweiligen Partners, sie lernen den französischen bzw. den deutschen Alltag kennen, gehen mit ihrem Partner zur Schule und unternehmen in der ganzen Gruppe eine Reihe von Ausflügen und gemeinsamen Aktionen.

In der Jahrgangsstufe 8 gibt es einen Schüleraustausch nach Reading (England). Hierbei können die Schüler die von ihnen erworbenen sprachlichen Fähigkeiten erproben sowie andere Kulturen kennenlernen, da die Austauschschule sowohl das Leben im Internat anbietet als auch auf Grundlage der vielfältigen kulturellen Hintergründe der englischen Schüler die Möglichkeit zur Verständigung der Kulturen bietet.

Der Austausch mit dem katholischen Piaristengymnasium in Kecskemét in Ungarn, der seit über 20 Jahren besteht, beruht auf einer Initiative von Kollegen und der Verbundenheit der beiden Schulorden der Pallottiner und der Piaristen. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 und 10 nehmen am Unterricht in der Partnerschule teil, erleben Gastfreundschaft in den Familien und setzen sich im Rahmen eines umfangreichen kulturellen Programms mit der Geschichte und der Erinnerungskultur des Landes auseinander. So wird der Gedanke der europäischen Integration für die Teilnehmer erfahrbar.

*Interkulturelle Bildung und Erziehung in der Schule. Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 25. 10. 1996 in der Fassung vom 5. 12. 2013, S. 2.