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I.4. Digitalisierung

Analog zu vielen anderen Gesellschaftsbereichen wächst die Bedeutung der Digitalisierung auch im Bereich Schule und insbesondere in der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler. Diese Entwicklung birgt ebenso viele Chancen wie Herausforderungen, denen wir als Schule bewusst begegnen möchten. Dabei darf die Digitalisierung keinesfalls lediglich als Veränderung in einem technischen Bereich aufgefasst werden, vielmehr müssen wir unsere Schülerinnen und Schüler gerade jetzt zu ethischer Reflexion befähigen, zu einer werteorientierten Haltung motivieren, zu verantwortlicher Weltgestaltung ermutigen und damit auf ihr Leben in dieser Gesellschaft vorbereiten.

Die Digitalisierung bedeutet für alle Menschen einen eminenten Wandel ihrer Lebenswelten und führt zu tiefgreifenden gesellschaftlichen, ökonomischen, politischen, sozialen und kulturellen Veränderungen wie Transformationen. Unsere Bildungslandschaft wird sich in den kommenden Jahren insbesondere auf diesem Feld erheblich weiterentwickeln. Für uns als Schule erwächst die Aufgabe, die Digitalisierung in ihren unterschiedlichen Ausformungen und Geltungsbereichen nicht nur wahrzunehmen und reaktiv aufzufassen, sondern auf der Grundlage überlegter Konzepte in unsere Schulwelt überzeugend einzubinden. Ziel muss es sein, die Kompetenz unserer Schülerinnen und Schüler mit Blick auf eine zunehmend digitalisierte Arbeits- und Lebenswelt zukunftsweisend auszubilden.

Der digitale Wandel ist in der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler längst angekommen, wurde aber an den Schulen teilweise zu selten berücksichtigt. Andererseits verfügen die Kinder und Jugendlichen als so genannte Digital Natives längst nicht über alle Kompetenzen. Es geht darum, diesen Wandel aktiv zu gestalten. Dabei spielt auch die Digitale Ethik eine große Rolle. Schülerinnen und Schüler sollen dazu befähigt werden, Probleme der Digitalität zu erkennen und zu lösen bzw. Dilemmata als solche zu benennen. Themen wie Privatheit und Datenschutz sind dabei genauso zu nennen wie Big Data, Selbstbestimmung und -optimierung, Meinungsbildung und Online-Gewalt. Arbeit 4.0 und Künstliche Intelligenz sind weitere Bereiche, die unter ethischer Fragestellung zu betrachten sind. Schülerinnen und Schüler sind dazu aufgerufen, sich im Sinne des christlichen Menschenbildes mit ihnen auseinanderzusetzen. Es ist überaus wichtig, dass der Umgang mit den Medien und die Reflexion, was diese Medien mit uns Menschen und unserer Gesellschaft machen, thematisiert werden. Dazu gehört für uns auch zwingend der Gedanke der Nachhaltigkeit bzw. der Bewahrung der Schöpfung.

2019 wurde das SJG vom Ministerium für Digitalisierung als Digitale Schule ausgezeichnet. Dazu hat die Schule die entsprechenden Konzepte eingereicht, das Medienkonzept wurde jetzt überarbeitet und für den Antrag DigitalPakt aktualisiert. Auch ein Mediencurriculum wurde jetzt festgelegt.

Mit dem Umzug des SJG aus den Gebäuden des ehemaligen Vinzenz-Pallotti-Kollegs und der Sanierung des Neubaus hat sich 2020 ein deutlicher Umbruch der Raumstruktur vollzogen. Die Gestaltung der neuen Räume bot die Möglichkeit, modernste Technik flächendeckend zu etablieren und diese auf die Bedürfnisse unserer Schülerinnen und Schüler anzupassen. Gleichzeitig soll auch die Ausstattung des Altbaus, die in den letzten Jahren schon vielfältig erneuert wurde, einheitlich den modernen Standards angepasst werden.

Der Einsatz von Ipads erfolgt seit 2015; damals wurde zunächst ein Koffer angeschafft, später ein weiterer. Auch ein Laptopwagen mit 15 Notebooks ist ausleihbar. Einige Räume im Altbau erhielten auch Apple TV. Außerdem stehen seit 2014 zwei Beamer-Koffer zur Verfügung, ergänzt durch Beamer in bestimmten Räumen. Daher ist es für einige Kolleginnen und Kollegen seit einigen Jahren eine Selbstverständlichkeit, elektronische Medien in ihren Unterricht einzubeziehen. Damit versteht sich das SJG als medienerfahrene Schule, die gerade auf dem Weg zum digitalen Campus ist.

Alle Lehrerinnen und Lehrer verfügen mittlerweile über ein Ipad und über eine Schul-Emailadresse. Die Kommunikation mit den Eltern erfolgt über Mail; als Lernplattform und Kommunikationsinstrument ist Moodle eingesetzt. Damit ist eine wichtige Grundlage gelegt; ein Messenger, Mailadressen für die Schülerinnen und Schüler, Digitales Klassenbuch und ein auch von Schülerinnen und Schülern einzusehender digitaler Vertretungsplan sind Werkzeuge, die das SJG bald einsetzen möchte. Die notwendigen Voraussetzungen werden derzeit beim Erzbistum Köln (EBK), unserem Schulträger, geprüft. Unsere Kommunikation am SJG soll klar definiert und strukturiert sein.

Der Einsatz von Ipads soll im kommenden Schuljahr verstärkt werden. Zum einen gibt es die Ipad-Koffer/-wagen für einzelne Unterrichtsstunden bzw. -reihen, zum anderen wollen wir in einer Pilotphase die 1:1-Ausstattung mit einer sinnvollen Einbindung in den Unterricht erproben.

Ein flächendeckendes WLAN im Gebäude bildet die Voraussetzung für den Einsatz der Digi talen Tafeln und der Tablets im Unterricht und ist seit dem Schuljahr 2019/20 installiert. Access Points sind vorhanden, Glasfasernetz ist geplant.