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21-jährige Autorin zu Gast: Ulla Scheler liest am SJG

Sie freue sich an dieser „superhübschen Schule“, wie sie betonte, lesen zu dürfen: Ulla Scheler besuchte uns am 8. März 2018 und las vor Acht- und Neuntklässlern sowie einigen Schülern aus der EF aus ihren Romanen „Und wenn die Welt verbrennt“ und „Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen“. Sie war einer Einladung des SJG und der Buchhandlung Kayser gern gefolgt.

Die Jugendbuchautorin, die das Schreiben als Halbtagstätigkeit neben ihrem Informatikstudium versteht, holte die Zuhörinnen und Zuhörer in die Liebesgeschichte zwischen den Figuren Alisa und Felix. Dabei geht es um Angst, Einsamkeit, Verständnis und die Vergangenheit, die Alisa immer wieder einholt. Sätze wie „Die Anwesenheit von Menschen verhindert nicht die Einsamkeit“ oder „Flüssiges Bedauern schwappt in meinem Bauch hin und her“ oder „Die Einsamkeit ist jetzt nur noch wie ein Bluterguss und ich geben acht, dass ich mich beim Schlafen nicht auf die schmerzende Stelle drehe“ schafften Aufmerksamkeit.

Rund drei Jahre hat Ulla Scheler an dem Roman geschrieben, ihr erstes veröffentlichtes Buch, „Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen“, begann sie, als sie 16 war. Sie berichtete den Schülerinnen und Schülern, wie sie auf der Buchmesse einen Literaturagenten fand, erklärte, was ein Exposé ist und woher sie sich die Inspiration holt: „Ich lese ziemlich viel.“ Manchmal seien es auch Liedzeilen, die sie ansprächen. Zu „Und wenn die Welt verbrennt“ erzählt sie von einer Situation in Mexiko: Vor dem Haus der Künstlerin Frida Kahlo habe sie beobachtet, wie die wartenden Besucher vor dem Museumslogo Selfies gemacht hätten: Aus einer gelangweilten Stimmung heraus hätten sie fürs Bild ein glückliches Gesicht aufgesetzt und wären dann wieder gelangweilt gewesen. „Die wenigsten Leute schauen richtig“, meint sie. Das habe sie beschäftigt und zum Schreiben angeregt.