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Abschied von Pater Schacknies

Mit einer Messe nahmen Vertreter der Schulgemeinde am Donnerstag, 18. Juni Abschied von unserem Schulseelsorger Pater Björn Schacknies SAC. Er hätte sich gewünscht, dass sich alle Schülerinnen und Schüler bei diesem Anlass versammelten, coronabedingt musste nun aber diese Form mit großem Sitzabstand gewählt werden

Dr. Bernadette Schwarz-Boenneke, Hauptabteilungsleiterin Schule/Hochschule im Erzbistum Köln, entpflichtete Pater Schacknies von seinem Dienst zum Schuljahresende; Schacknies übernimmt dann das Amt des Oberen der Pallottiner-Gemeinschaft an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Vallendar.

Schulleiter Michael Bornemann und Pater Schacknies lenkten die Aufmerksamkeit der Festgemeinde, zu der neben den Klassensprecherinnen und Klassensprechern die SV, Elternvertreter, die erweiterte Schulleitung und der Lehrerrat gehörte, auf die neuen Gemälde an der Wand. In den vielen farbigen Quadraten könne jeder etwas anderes sehen, so Schacknies.

Für ihn stehen sie für die Vielfalt der Menschen. Wenn man die Farben, die Quadrate tausche, entstehe ein neues Kunstwerk – so sei es auch mit den Schuljahren, jeder müsse seinen eigenen Weg finden und dabei entstehe ein neues gemeinsames Bild der Schulgemeinschaft. Michael Bornemann, fasziniert von der mathematischen Formsprache des Quadrats, zitierte aus „Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge“ von Rainer Maria Rilke, wie die Hauptfigur von einer Erfahrung berichtet: „Ich lerne sehen. Ich weiß nicht, woran es liegt, es geht alles tiefer in mich ein und bleibt nicht an der Stelle stehen, wo es sonst immer zu Ende war.“ Dies bezog Bornemann auf das Sehen der bunten Quadrate und die Auseinandersetzung mit dieser Form auf die Frage nach den rationalen Zahlen. Das Bild immer wieder neu zu sehen, verweist für ihn aufs Schulleben, nämlich einander immer wieder neu zu begegnen und aufeinander neugierig zu bleiben. Diesen Gedanken griff Schacknies auf: Das Durcheinander der Farben sei für ihn ein starkes Bild für die Begegnungen, „die vielleicht überhaupt das Schönste waren an meiner Aufgabe als Schulseelsorger“, so Schacknies.

Schülersprecher Jan Peter, Klassensprecherin Lara Krahl, Schulpflegschaftsvorsitzender Dr. Hans-Peter Kröger und Norbert Hansen, Lehrerrat, hielten Fürbitten, Ursula Frey-Kess und Michael Weyer blickten als Fachvorsitzende Katholische Religion auf die gemeinsame Zeit zurück, auf Schulgottesdienste, Besinnungstage und Aktionen; Berit Keiser dankte für die Fachschaft Evangelische Religion für den inspirierenden Austausch und Pfarrerin Schlösser betonte in ihrem Grußwort, sie habe sich immer als willkommener Gast gefühlt. Ein lateinisches Gedicht von Rainer Knab, Lehrerrat, durfte auch nicht fehlen.

Thomas Löffler und Annemarie Herkenhoff stellten mit einer kleiner Gruppe von Schülerinnen und Schülern den feierlichen musikalischen Rahmen des Gottesdienstes her. So erklangen unter anderem das „Agnus Dei“ aus der St. Joseph-Messe, eine Eigenkomposition von SJG-Musiklehrern aus dem Jahr 2014, sowie der Pachelbel-Kanon in d. „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ – mit diesem Lied, instrumental vorgetragen, endete die Messe. Diesen Wunsch hat Pater Schacknies der Schulgemeinschaft mit auf den Weg gegeben, diese guten Mächte zu spüren, sich von der Liebe ergreifen zu lassen.

Abschiedsbrief von Pater Schacknies
Elternbrief der Schulleitung zur Verabschiedung von Pater Schacknies