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Berichte von Schülerinnen und Schülern über Taizé

  • "Taizé. Ein wirklich magischer Ort. Anders, als erwartet bringen einen die dreimal am Tag stattfindenden Andachten durch meditative Gesänge und Stillezeiten wirklich zum Nachdenken. Gegessen wird auf dem Boden, außer einem roten Schüsselchen und einem Löffel gibt es kein Geschirr. Während man den ganzen Tag draußen auf dem Gelände herumläuft, trifft man auf Menschen verschiedenster Herkunft, Sprachen und Kulturen. Wenn wir neben Gruppenstunden, Wasserschlachten und Toiletten-Putzdienst Zeit hatten, saßen wir alle zusammen mit Campingstühlen auf dem Zeltplatz, bis wir abends unter freiem Himmel eingeschlafen sind. Das Leben ist also sehr einfach in Taizé, aber genau deshalb hatte ich das Gefühl Zeit für die wirklich wichtigen Gedanken zu haben. Nirgendwo sonst habe ich so viel Atmosphäre und Gemeinschaftsgefühl erlebt und nirgendwo sonst habe ich mich so intensiv mit Gott und auch mit mir selbst auseinandergesetzt."
  • "Die sieben Tage, die ich vor zwei Jahren in Taizé verbracht habe, haben meine Sicht auf den Glauben grundlegend verändert. Voher war ich zwar auch gläubig , aber ich wusste,  manchmal nicht, was Gott eigentlich noch für mich bedeutet und mein Glaube ist durch fehlende Nähe immer schwächer geworden. Doch in Taizé habe ich besonders durch die drei täglichen Andachten wieder Nähe zu Gott gefunden. Diese Andachten haben sich völlig von den anderen Gottesdiensten und Andachten unterschieden, die ich sonst in anderen Kirchen erlebt habe. Durchgehendes Singen einfacher und kurzer Lieder, die mehrfach wiederholt wurden, verschiedene Sprachen, in denen gesungen und Bibeltexte vorgelesen wurden und, dass circa 3000 Personen zusammen auf dem Boden sitzend ihren Glauben gefeiert haben, hat diese Andachten immer wieder aufs neue eindrucksvoll und besonders gemacht. Durch die Gemeinschaft und insbesondere durch die meditative Art des Gebets, habe ich einen ganz neue emotionale Art des Glaubens und der Nähe zu Gott gespürt."
  • "Durch Taizé habe ich meinen persönlichen Zugang zum Glauben gefunden. Ich habe erfahren, dass meine Beziehung zu Gott nicht durch strenge Vorgaben begrenzt sein muss. Besonders fasziniert hat mich das Zusammentreffen mit so vielen Jugendlichen verschiedener Nationen und Kulturen, bei denen jeder bedingungslos akzeptiert und mit herzlicher Freundlichkeit in die Gemeinschaft aufgenommen wurde. Es war nicht selten, dass man beim Wasser holen, oder in der Essensausgabe neue Menschen kennen gelernt hat, mit denen sofort Gespräche begonnen wurden. Mit einigen dieser Jugendlichen habe ich bis heute Kontakt. Sie kommen unter anderem aus Schweden, Kanada und China. Nirgendwo anders bin ich so offenen Jugendlichen begegnet, die alle die gleiche Basis haben – den Glauben."