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Weihnachten heute? Musikalische Antworten

„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott“ – der Mittel-, Oberstufen- und Lehrerchor sangen diese Johannes-Worte beim Adventskonzert in der Pallottikirche am 17. Dezember. Gemeinsam mit den Unterstufenchören und der Klasse 8b gestalteten sie ein Programm zur Frage „Was bedeutet Weihnachten heute?“ und führten dazu Teile aus dem „Weihnachtsoratorium 21“ von Reimund Hess auf. Anschließend erfreuten unser Orchester „sul ponticello“ und unsere Bigband die Zuhörer mit vorweihnachtlichen Klängen. Wie in jedem Jahr endete das Konzert mit einem voluminösen gemeinschaftlichen „Tochter Zion“.

Bach-Kantate plus Pop plus Gospel – so in etwa lässt sich das Weihnachtsoratorium 21 beschreiben. Gesprochene und gesungene Texte wechselten sich ab, Musical-Elemente ergänzten die Aufführung mit choreographischen Elementen. Es gab lustige und nachdenkliche Texte – was haben Martin Luther, Dorothee Sölle und Thornton Wilder beispielsweise über Weihnachten gesagt, wo bekommt Melissa noch ihre Geschenke her und wie laufen die stressigen Vorbereitungen aufs Fest, die doch das Wesentliche in Vergessenheit rücken lassen? „Jesus ist der Grund für unsere Freude!“ – mit dem Gospel, bei dem Jennifer Rühling als Solistin auftrat, endete der erste Teil, zu dem auch ein Auftritt des Unterstufenchor der Jungen gehörte. Sie sangen unter der Leitung von Annemarie Herkenhoff „Herbergssuche“ von Detlef Jöcker.

 

Die 8b hatte sich im Musikunterricht mit Linda Inkmann, die auch die anderen Chöre leitet, mit dem Oratorium beschäftigt und zum Beispiel das Stück „Wo bleiben denn die Frauen? Ich bin Mädchen für alles“ einstudiert. Dabei traten Lena Bois, Madeleine Klouth und Jacinta Ganz als Solistinnen auf. Julia Menzel, Hannah Sucker und Lea Axt, alle 8b, hatten Rollen als Moderatorinnen, in dem Song „Wenn du kein Geschenk hast“ sangen Simarjeet Singh und Gresa Shala, 7c, ein Solo.

Im zweiten Teil musizierten Orchester und Chöre gemeinsam: „Look at the World“ von John Rutter war von rund 130 Sängern und Sängerinnen zu hören, ein Lobgesang auf die Schöpfung. Johann Sebastian Bachs „Jesus bleibet meine Freude“, fürs Orchester von Annemarie Herkenhoff arrangiert, sorgte für getragene adventliche Stimmung, bevor es mit „A Vaughan Williams Christmas“ (arrangiert von Thomas Löffler) und „Rudolph, the Red Nose Reindeer“ (wiederum arrangiert von Annemarie Herkenhoff) geselliger weiterging.

Die Bigband unter der Leitung von Andreas Wiedemann bestritt, nachdem sie das Konzert mit dem „Aufzug“ von Johann Staden eröffnet hatte, den dritten Teil des Abends. Von der Empore aus erklungen „Dona nobis pacem“ in einem Arrangement von Paul Jennings, Felix Mendelssohn Bartholdys Engelgesang, arrangiert von John Brakstad, sowie „A Swingin‘ Christmas“ – auch hier ging es sowohl um tiefgründige Botschaften als auch um die Freude am Leben und Feiern.

Das traditionelle Adventskonzert war das 66. Amerikakonzert: Zum Schluss wurden die Zuhörerinnen und Zuhörer um eine Spende für den Amerika-Austausch gebeten, der seit vielen Jahren mit der Stadt Rhinebeck besteht. Nach viel Applaus gingen sie dieser Bitte auch großzügig nach. Herzlichen Dank!