Springe zum Inhalt

Konferenz für unser Klima

Zug statt Flug und Ecosia statt Google – Schülerinnen und Schüler haben klare Vorstellungen, was sie an ihren Schulen verändern können, um etwas für den Klimaschutz zu tun. Das wurde auf der ersten Klimakonferenz im Rahmen des Klimatags für die Region Rhein-Voreifel deutlich, zu der Schülerinnen und Schüler des SJG mit Jugendlichen der Liebfrauenschule Bonn, der Gesamtschule Rheinbach und der Europaschule Bornheim am 9. November am SJG zusammenkamen. Sie erarbeiteten auf ihrer Klimakonferenz in drei Gruppen Vorschläge zu den Themen Konsum, Mobilität, Energieverbrauch und Digitalisierung und präsentierten anschließend im Plenum vor weiteren Zuhörern ihre vielfältigen Ergebnisse.

Organisiert wurde die Klimakonferenz von Professor Hermann Schlagheck aus Swisttal. Er leitet die Projektgruppe „Energie und Klima“ der Region Rhein-Voreifel, die einmal im Jahr einen Klimatag veranstaltet. Seit seiner Pensionierung aus dem Bundesministerium für Landwirtschaft engagiert er sich ehrenamtlich für den Klimaschutz. „Ich möchte von meinen Enkeln nicht gefragt werden: ‚Opa, wo warst du?‘“, sagte er zur Begrüßung. „Ich möchte sagen können: Ich habe vielleicht nicht viel erreicht, aber ich habe es versucht.“ Nach einer weiteren Begrüßung durch Schulleiter Michael Bornemann hatten die Schülerinnen und Schüler das Wort. „Wir wollen Pläne entwickeln, damit wir etwas verändern“, fassten Lorena Merker vom SJG das Ziel zusammen. Die Klima-AGs der beiden Gymnasien tauschten mit weiteren Schülerinnen und Schülern Gedanken dazu aus, was man an den Schulen zugunsten des Klimas verändern kann.

Die Arbeitsgruppe Konsum hatte zum Beispiel die Idee, regelmäßig Kleiderbörsen zu veranstalten, auf denen Shirts und Co. Ihre Besitzer wechseln, denn sie alle hätten „zu viel und zu billige Kleidung“. Sammelstellen für PET-Flaschen auf dem Schulgelände einzurichten, war ein weiterer Vorschlag, Handtuchrollen aus Stoff statt Papiertücher und eine stärkere Mülltrennung, für welche die Jugendlichen selbst verantwortlich sind, ergänzten die Ideensammlung.

Mit Blick auf die Mobilität rückte das Radfahren in den Fokus – so könne man beispielsweise einen Wettbewerb veranstalten, welche Schule am meisten Rad fährt oder eine Kooperation mit Nextbike anstreben, um viele Fahrräder am Bahnhof zu haben. Und Klassen- bzw. Kursfahrten müssten nicht mit dem Flugzeug sein, stattdessen könne man doch wirklich auch mal eine Nachtfahrt mit dem Zug machen.

Ist es wirklich nötig, wieder ein neues Handy zu haben? Reparatur und Recycling waren Diskussionspunkte in der Gruppe Digitalisierung, die sich auf diesem Gebiet mehr Bewusstsein, aber auch mehr Aufklärung wünscht. Denn dass auch Suchanfragen Strom benötigen, war etlichen Schülerinnen und Schülern nicht bewusst. Den Vorschlag, eher die Suchmaschine Ecosia als Google zu verwenden, setzten sie dann auch gleich in ihre Präsentation für die Schlussrunde.

Was lässt sich am Heizverhalten und der Steuerung der Heizung ändern, wären Energiesparlampen und Bewegungsmelder gute Lösungen? Damit setzte sich eine weitere Arbeitsgruppe auseinander.

Jetzt sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz gefordert, ihre Vorschläge an Ansprechpartner weiterzuleiten – je nach Idee an Schülervertretung, Schulleitung oder an Institutionen. In einem Jahr wollen sich die Jugendlichen voraussichtlich wieder treffen, dann an der Liebfrauenschule. Bis dahin haben sie sich einiges vorgenommen.

Lesen Sie hier den Artikel aus dem General-Anzeiger über die Veranstaltung.