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„Was wird man denn damit? Bestimmt Bundeskanzlerin!“

Laura Zimmermann, Abitur 2018

Politikwissenschaft, Soziologie und Medienwissenschaft in Bonn
„Was wird man denn damit? Bestimmt Bundeskanzlerin!“: einer meiner Lieblingssprüche, die ich mit der Zeit nach meiner Studiengangwahl in Verbindung bringe, denn seit Oktober 2018 studiere ich Politikwissenschaft, Soziologie und Medienwissenschaft an der Universität Bonn. Natürlich ist diese Entscheidung keine leichte: Man hat verschiedene Interessen und Leidenschaften auf der einen und Berufsperspektiven und Studiengänge auf der anderen Seite. Beide Seiten scheinen nicht immer leicht miteinander vereinbar, dennoch kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Nicht aufgeben, der Weg ist das Ziel!

Schon während der Qualifikationsphase habe ich mir Gedanken über meine weitere Bildungslaufbahn gemacht und es war für mich von Anfang an klar, studieren zu wollen. Bei der Frage nach dem Studieninhalt habe ich mich über die Internetauftritte der einzelnen Unis über das Studienangebot informiert, aber auch der Studienführer der ZEIT hat mir einen guten Überblick über unterschiedliche Fachrichtungen und spezifische Studiengänge gegeben. Da ich das Rheinland schätze, war es für mich von Anfang an klar, in NRW und damit in der Nähe meines Wohnorts zu bleiben. Dass ich mich letztendlich für ein Studium an der Universität Bonn entschieden habe, hätte ich zu Beginn nicht erwartet, dennoch hat mich die Studiengangkombination dort sehr überzeugt.

Bei der finalen Entscheidung haben mich meine Fächerinteressen an der Schule entscheidend beeinflusst. So habe ich im Abitur Französisch und Sozialwissenschaften (SoWi) als Leistungskurs (LK) belegt und zu Beginn nach etwas gesucht, das beide Interessen miteinander verbindet. Nach einer genaueren Recherche habe ich meine anfänglichen Lehramtspläne aufgegeben und mich dazu entschieden, mich auf den sozialwissenschaftlichen Bereich zu fokussieren. Da ich im SoWi LK die Themenfelder Politik und Soziologie schon immer spannend fand, kam der entsprechende Studiengang mit dem Namen „Politik und Gesellschaft“ in Bonn gelegen. Da mich das Fach Deutsch und journalistisches Schreiben im Allgemeinen ebenfalls immer interessiert haben, schien die Kombination mit Medienwissenschaft eine Sinnvolle. Rückblickend kann ich sagen, dass es die richtige Entscheidung war, meine Wahl ganz nach meinen Interessen auszurichten, denn es gibt nichts Schöneres als, etwas zu machen wofür man sich begeistern kann. Also zweiter Tipp: Lass dich nicht einschüchtern und geh deinen Weg, auch wenn deine favorisierten Studiengänge nicht so weit verbreitet sind wie Medizin, Jura oder BWL.

Ebenfalls bin ich mit meiner Entscheidung zufrieden, an der Universität Bonn zu studieren. Im geisteswissenschaftlichen Bereich ist es dort so geregelt, dass man zwei Studiengänge miteinander kombinieren muss und man so einen breiteren Zugang zu unterschiedlichen Fachdisziplinen erhält. In meinem Falle erhalte ich trotz Zweifachbachelor neben meinen Studienfächern Einblicke in die Kommunikationswissenschaft und Filmwissenschaft, was als Fluch und Segen gelten kann. Wenn man sich viele Berufswege offenhalten und sich während des Studiums durch Praktika ein Berufsprofil erstellen möchte, ist man mit solch einem Studium gut beraten. Wer aber gerne eine kurze und knappe Antwort auf die Frage: „Und was wird man denn damit?“ geben will, sollte sich eventuell nach einem anderen Studiengang umsehen.