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Wissen und Kritik

Philosophy & Economics in Bayreuth

Felix Schmitz, Abitur 2018

Abiturfächer: Sozialwissenschaften, Mathematik, Chemie und Englisch

Nach meinem Auslandsjahr in der EF packte mich das Interesse, herauszufinden, was ich mit meiner Zukunft anstellen könnte. So begann ich bereits in der Q1 mich nach Studiengängen umzuschauen, die sich mit Wirtschaftswissenschaften beschäftigen.

Hierbei war mir besonders die Relation von Dozent*innen zu Student*innen wichtig, um weiterhin ein enges und familiäres Lernumfeld für mich zu wahren. Besonders hilfreich auf meiner Suche nach Studienorten mit akzeptablen Zahlen war der „Studienführer“ der Zeitung „Die Zeit“.

Ein reines „Lernstudium“ reizte mich nicht wirklich. Ich wollte ein Umfeld und einen Studiengang finden, in dem nicht nur Wissen vermittelt wird, sondern in dem unterschiedliche Meinungen zu einer kritischen Auseinandersetzung auffordern. Durch mein Studium wollte ich mich selbst entdecken und begreifen. Das habe ich in der Philosophie gefunden.

So besuchte ich im Sommersemester 2017 nicht nur die Uni Bayreuth, sondern auch die KU Eichstätt-Ingolstadt, um mir vor Ort an Besuchertagen die unterschiedlichen Möglichkeiten anzusehen. Im Laufe des Frühlings war ich dann mehrfach in Bayreuth zu Besuch. Hier gefiel mir besonders an dem Studiengang Philosophy & Economics die Gemeinschaft der Studenten*innen, der einfache Kontakt zu Dozent*innen und das Erlebnis einer Campus-Universität. Der Studiengang ist in Bayreuth kein Einzelfall. Hier werden mehrere Studiengänge aus der Kombination von mindestens zwei Fachgebieten angeboten. Neben Philosophy & Economics, das ich nun seit dem Wintersemester 2018/19 studiere, gibt es Bachelor-Studiengänge wie Sportökonomie, Gesundheitsökonomie, Internationationale Wirtschaft und Entwicklung, Geoökologie – Umweltwissenschaften, einen deutsch-spanischen Doppelabschluss in den Rechtswissenschaften und viele weitere Angebote.

Zu meinem Studium gehören Einführungsveranstaltungen sowohl in die Philosophie als auch in die Volkswirtschaftslehre. In den folgenden Semestern sind nicht nur vertiefende Veranstaltungen dieser beiden Disziplinen Pflicht. Es gibt einen Verzahnungsbereich, der schon auf einer langen Tradition beruht. Jeweils im Sommersemester findet z. B. die „Wittgenstein-Lecture“ statt, die sich jährlich einem anderen Thema widmet, oder es wird z. B. eine Veranstaltung „Grundlagen des Entscheidens“ angeboten, die sich mit dem Prozess der Entscheidungsfindung bzw. seinen Mechanismen beschäftigt. Außerdem ist mein Studium stark durch Seminare in allen drei Bereichen, Philosophie, VWL und Verzahnung, geprägt, sodass auf individuelle Bedürfnisse und Meinungen zu Fragestellungen eingegangen werden kann. Diese Seminare haben mir in meinem Studium bisher auch die meiste Freude bereitet, da ich so die Möglichkeit habe, Schwerpunkte zu belegen, die mich interessieren.

Bei Philosophy & Economics wird Engagement besonders großgeschrieben. So bekommen jedes Jahr die neuen „Ersties“ die Möglichkeit, innerhalb eines Jahres die „bayreuther dialoge“ auf die Beine zu stellen, eine Zukunftskonferenz zu Ökonomie, Politik und Gesellschaft. Dabei sind mir einmal mehr die Einzigartigkeit und die riesigen Möglichkeiten der persönlichen Entwicklung aufgefallen.

Neben dem Studiengang und den individuellen Möglichkeiten, die damit einhergehen, hat mich besonders das Feeling einer Campus-Universität gepackt – sei es der kurze Weg zur nächsten Veranstaltung oder das entspannte Zusammensitzen im Rondell in der Freizeit. Für mich sind dies Dinge, die ich nicht mehr missen möchte. Auch die Stadt selbst ist durch das studentische Leben stark geprägt.

Bayreuth ist für mich bereits zu einer zweiten Heimat geworden. Es sind die Menschen, die wie ich, in einer neuen Stadt, mit einem neuen Studium angefangen haben, die mein Erlebnis hier so einzigartig machen. Daher solltest auch du keine Angst davor haben, deinen Weg draußen in der Welt zu finden. Denn du wirst nie allein sein und es werden immer Menschen in der gleichen Situation stecken.