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Theater am SJG: Zuschauer leiden mit Herrn Mockinpott

Der Literaturkurs von Ursula Herberhold spielte an zwei Abenden „Wie dem Herrn Mockinpott das Leiden ausgetrieben wird“ – mit Theaterblut und Shisha-Pfeife. Als Herrn Mockinpott das Herz ausgerissen wird, leiden die Zuschauer in der Pallottihalle mit, als der Gott auf der Bühne mit ihm ins Gespräch tritt, schmunzeln sie über das rauchende Wesen. Rund eine Stunde dauerte die Inszenierung dieses Stückes von Peter Weiss, das sich mit der eigenen Verantwortung für ein gelingendes Leben auseinandersetzt. Der gereimte Text kam dem Ensemble leicht von den Lippen – wenn auch die Botschaft, niemanden für das eigene Leiden verantwortlich machen zu können, den Kurs nachdenklich stimmte. Herr Mockinpott jedenfalls weiß am Schluss, wie er seine Schuhe richtig anzieht, und hat eine Idee davon, selbstständig durchs Leben zu gehen.