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Das mobile Schülerlabor „Science to Class“ richtete sich wieder bei uns ein: Zwei Biologie-Leistungskursen der Q1 sowie interessierten Schülerinnen und Schülern aus weiteren Grundkursen setzten sich mit der molekularbiologischen Methode der Plasmidpräparation und Restriktionsanalyse auseinander. Ina Siebenkotten und Dagmar Assadsolimani leiteten die Schülerinnen und Schüler bei der praktischen Arbeit an, Gene von einem in einen anderen Organismus zu übertragen.

Vorsichtig wurden fünf Mikroliter der isolierten DNA in den Mastermix pipettiert, später wurden die Gefäße in die so genannte PCR-Maschine zur Elongation, der Verlängerung der DNA,  gestellt. Was im Unterricht nur theoretisch behandelt wird, konnten die Lerngruppen jetzt an praktischen Übungen erarbeiten.

Finanziert wurden die Labortage durch die Landesinitiative „Zukunft durch Innovation“ (ZdI), welche die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik (MINT) unterstützt.

 

Carina Wild und Maya Mross, beide 6b, sowie Nelli Storck, 6c, haben bei dem Wettbewerb „bio-logisch!“ einen Experimentiertag im Museum König, Bonn gewonnen. 15 Schülerinnen und Schüler verschiedener Schulen im Regierungsbezirk Köln waren eingeladen, einmal auch hinter die Kulissen des Museums zu schauen – was normalerweise den Besuchern nicht gestattet ist.

Zunächst beobachteten sie jedoch das Verhalten von Stabheuschrecke und Gespenstschrecke. Aus einer Sammlung durften sie dann ein Exemplar einer einheimischen Insektenart auswählen und bestimmten es mit Hilfe von Kenntafeln und Buch. Dabei wurden die Insekten unter dem modernen Binokular vergrößert und betrachtet, um anschließend Zeichnungen von ihnen anzufertigen.

Neben einer Sammlung von Stopfpräparaten, die nicht im Museum ausgestellt ist, sahen die Schülerinnen und Schüler auch das alte Büro des Museumserbauers Alexander König und erfuhren viel über dessen Lebensgeschichte.

Außerdem besuchten sie die Insektensammlung und erhielten Einblick in die Artenvielfalt der Gruppe der Insekten – beispielhaft an Käfern demonstriert. Spinnen, Bienen und Libellen wurden ebenfalls bestaunt, bevor es auf eigene Faust noch zu den Aquarien im Keller ging. Für die Mädchen war es ein lohnender Tag!

Velia Pasquariello, 6b, hat beim Wettbewerb „bio-logisch!“ 2018 die Aufgaben besonders gut bearbeitet und wurde dafür am 7. Dezember in Bochum geehrt. Im Zeiss Planetarium erhielt sie ihre Urkunde sowie einen Buchpreis. Als eine von rund 3.600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Nordrhein-Westfalen hatte sie ihre Arbeit zum Thema „Alles klar“ eingereicht.

Biologie-Lehrerin Cornelia Otremba hat Velia und weitere Schülerinnen ihrer Klasse bei der Wettbewerbsteilnahme unterstützt, indem sie Experimente vorbereitet hatte und mit den Mädchen übte, wie man Protokolle schreibt. Sie freute sich, bei Velias spannender Ehrung dabei sein zu dürfen und ihr von Herzen zu gratulieren.

Passend zum Planetarium erfuhren die Preisträger noch einiges über das Leben im All: Prof. Dr. Susanne Hüttemeister, Leiterin des Planetariums, hielt darüber einen Vortrag. Und Velia schlüpfte später in die Rolle der Astronautin.

Der Einzelwettbewerb „bio-logisch!“ richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die über den Unterricht hinaus an biologischen Fragestellungen und Phänomenen interessiert sind. Die Neugier und die Motivation zum Forschen soll unterstützt und gefördert werden. Es werden sowohl theoretische als auch experimentelle Aufgaben aus allen Bereichen der Biologie gestellt. Jedes Jahr gibt es zu einem Leitthema verschiedene Aufgaben. Das Land Nordrhein-Westfalen hat den Wettbewerb eingerichtet und führt ihn mit wechselnden Partnern durch. Seit 2013 sind das die Emschergenossenschaft/Lippeverband sowie der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBio).

Sara Fuss, Nadine Heidgen und Lina Stock (alle 9a) haben bei der »Internationalen Junior Science Olympiade« IIJSO) Beachtliches geleistet. Dieser Wettbewerb richtet sich an junge Naturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die sich nicht speziell für eine ganz bestimmte Naturwissenschaft interessieren, sondern in verschiedenen Bereichen fit sind. So gibt es in der ersten Runde Experimente und Aufgaben aus den Bereichen Biologie, Chemie und Physik, die in Heimarbeit zu erledigen sind. Bundesweit nehmen hieran etwa 4.500 Schülerinnen und Schüler teil.

Schafft man diese erste Runde überzeugend und mit einem ordentlichen Punktestand, so darf man an der zweiten Runde teilnehmen, dem sogenannten „IJSO-Quiz“. Das klingt ein wenig einfacher, als es dann tatsächlich ist. 24 Multiple-Choice-Aufgaben aus verschiedenen naturwissenschaftlichen Fachbereichen wurden in der Schule unter Aufsicht bearbeitet. An der zweiten Runde nehmen bundesweit etwa 1.000 Schülerinnen und Schüler teil. So auch Sara, Nadine und Lina. Alle drei haben in der zweiten Runde gut abgeschnitten, Lina und Nadine sogar so gut, dass sie nun an der dritten Runde teilnehmen dürfen – gemeinsam mit bundesweit 350 Schülerinnen und Schülern. Die dritte Runde findet als 90-minütige Klausur statt, die ebenfalls wiederum in der Schule unter Aufsicht geschrieben wird.

Herzlichen Glückwunsch! Mal sehen – vielleicht geht es ja noch weiter

Helmut Gaßmann

Info: https://wettbewerbe.ipn.uni-kiel.de/ijso/

Einblicke ins Körperinnere, Erfahrungen über unsere Sinne und Spaß am Experimentieren – die Schülerinnen und Schüler aus der Katholischen Grundschule Merzbach und der Flerzheimer Grundschule erlebten und erfuhren viel über den menschlichen Körper, als sie am 25. April 2018 an Projekten in unserer Schule teilnahmen. Die Aktionen fanden im Rahmen der Initiative „Zukunft durch Innovation“ statt.

Dass lila Wackelpudding nach Waldfrüchten schmeckt, scheint selbstverständlich. Biologielehrerin Nicole Schmidt teilte den Versuchsteilnehmern aus Flerzheim jedoch anschließend mit, dass es sich allein um Farbstoff gehandelt habe, keine einzige Frucht verberge sich im Gelee. So konnten sich die Schülerinnen und Schüler einen Reim darauf machen, dass es heißt: „Das Auge isst mit.“ Den Aufbau eines Auges erklärte Tina Kressel, ebenfalls Biologielehrerin. Und mit Helmut Gaßmann erprobten sie, wie andere Sinne aktiver werden, wenn der Sehsinn nicht zur Verfügung steht.

 

Andrea Schulte hatte Verstärkung aus ihrem Differenzierungskurs BioChemie mitgebracht, als sie mit den jungen Forschern zum Thema Muskeln arbeitete. Welche Muskeln sind bei der Atmung aktiv? Und wie sind Muskeln aufgebaut? Ein genaueres Bild vermittelte dabei das Sezieren von Hähnchenschenkeln. Hier waren die Experimentierkünste der Schülerinnen und Schüler gefragt, denen einige Achtklässler dabei zur Seite standen.

Mit selbstgebastelten Faltbüchern verließen Merzbacher Drittklässler das Projekt von Renate Neffgen. Sie hatte im Naturwissenschaftsunterricht mit der Klasse 6b die gemeinsame Arbeit vorbereitet. Angeregt von Anatomiebüchern für Kinder und Jugendliche gestalteten die Schülerinnen und Schüler Klappseiten, auf denen die inneren Organe bzw. die Knochen zu sehen sind. „In der Regel werden anatomische Abbildungen im Unterricht als Informationsquelle verwendet, sehr selten wird ihr gestalteter Charakter den Schülern bewusst“, so Renate Neffgen. Auch hier erhielten die jungen Besucher tatkräftige Unterstützung von älteren Schülerinnen.

Sinne, Muskeln, Organe, Knochen – die Auseinandersetzung mit dem menschlichen Körper machte die Besucher neugierig auf das Fach Biologie am Gymnasium und weckte das Interesse am Forschen.

Sie hatten schon einiges darüber gehört, jetzt durften sie sich praktisch mit der Frage auseinandersetzen, was ein genetischer Fingerabdruck ist: Schülerinnen und Schüler der Q1 arbeiteten am 9. März einen Tag im mobilen Labor „Science to Class“. Dr. Ina Siebenkotten und Dr. Ellen Barzen führten die Schülerinnen und Schüler in einem Biologieraum der Schule an die Laborarbeit heran und zeigten ihnen, wie sie aus der Mundschleimhaut die DNA isolieren können. Weitere Kurse finden am Montag und Dienstag statt.

Nach einer kurzen theoretischen Einführung ging es für die jungen Biologinnen und Biologen unter anderem ans Zentrifugieren und Pipettieren. In einem Thermocycler wurde die DNA mit Hilfe der Polymerase-Kettenreaktion vermehrt, um sie dann zu analysieren – als Grundlage für den genetischen Fingerabdruck. Ziel sei es, exemplarisch die Vorgehensweise kennen zu lernen, so Dr. Ina Siebenkotten. Sie freute sich, dass die Jugendlichen mit einem sehr guten Vorwissen ins Praktikum gekommen waren und dementsprechend mitarbeiteten.

Die Schülerinnen und Schüler hatten Freude daran, in die Laborarbeit
hineinzuschnuppern und äußerten sich positiv über die Möglichkeit, theoretisches Wissen in der Praxis anzuwenden.

Finanziert wurden die Labortage, die seit einigen Jahren fester Bestandteil der Arbeit am St. Joseph-Gymnasium sind, durch die Landesinitiative „Zukunft durch Innovation“ (ZdI).

Weitere Infos: http://science-to-class.de/

Es geht weiter! Kieran Didi (links) und Marvin Alberts (rechts) haben bei der Internationalen Biologie-Olympiade (IBO) 2018 die dritte Runde erreicht. Sie gehörten zu den 10 besten Schülerinnen und Schülern der zweiten Runde in Nordrhein-Westfalen und nahmen Ende Januar an einer einwöchigen Akademie an der Universität Münster teil. Hier führten Sie diverse Versuche aus Botanik, Zoologie, Mikrobiologie und Genetik durch. Die Woche endete mit einer Feierstunde, bei der die 40 besten Biologinnen und Biologen der zweiten Runde geehrt und gefeiert wurden.

Beide Schüler aus der Qualifikationsphase 2 (Q2, Stufe 12) gehören durch ihre Leistungen in der zweiten Runde auch zum siebenköpfigen Team des Landes Nordrhein-Westfalen, das im Februar in der dritten Runde der IBO in Kiel zum bio-olympischen Wettkampf antritt (dies bedeutet auch, dass unsere Schule knapp 30 Prozent des nordrhein-westfälischen Teams der dritten Runde stellt). Diese dritte Runde ist wiederum verbunden mit einem einwöchigen Aufenthalt an der Universität Kiel und mehreren Abschlussprüfungen.

 

 

 

 

 

 

 

Etwa 45 Schülerinnen und Schüler aus allen Bundesländern treten in den Wettstreit. Ist man dort erfolgreich, folgt noch eine vierte Runde, ebenfalls einwöchig in Kiel, aus der das deutsche Team der Internationalen Biologie-Olympiade hervorgeht, welches dann international antritt.

Helmut Gaßmann

Annika Reska und Hannah Sucker (6b) gewannen für ihre guten Leistungen beim Schülerwettbewerb „bio-logisch“ des Landes Nordrhein-Westfalen die Teilnahme am Regionaltag für die Klassenstufen 5 bis 6  im Regierungsbezirk Köln. Unter dem Titel „Fossilien find’ ich gut!“ verbrachten sie am 18.Oktober 2017 einen erlebnisreichen Tag  in Nettersheim/Eifel.  

Renate Neffgen
Fotos: Norbert Marxen

 

Drei Grundschulklassen aus Wormersdorf und  Merzbach arbeiteten am Donnerstag, 23. November 2017 begeistert mit Schülern der 8. Klassen bzw. 9. Klassen sowie den Biologie- und Chemielehrern Karl Krahé, Tina Kressel, Cornelia Otremba, Patricia Schäffer und Heribert Wald zum Thema Feuer. Die Projekte sind Bestandteil der landesweiten Initiative „Zukunft durch Innovation“ (ZdI) zur Stärkung der Naturwissenschaften.

Dass man manche Flüssigkeiten gar nicht berühren muss, um sie zum Brennen zu bringen, überraschte die Viertklässler aus Merzbach. Sie erstellten Hypothesen zu diversen Fragen, beispielsweise warum und wie ein Holzfeuer oder eine Kerze brennen und wie sich eine Flamme wieder löschen lässt. Heribert Wald und Tina Kressel gaben ihnen anhand von Experimenten Antworten.

Mit Unterstützung von Neuntklässlern bauten Schülerinnen und Schüler aus Merzbach Dampfschiffe. Cornelia Otremba und Patricia Schäffer zeigten ihnen, wie es geht. „Was könnte ich verändern, damit es noch besser fährt?“: Dieser Frage ging die Gruppe gemeinsam nach. Und zu Hause in der Badewanne kann dann weiter experimentiert werden, das kleine Boot mit Hilfe von Wasserdampf in Bewegung zu setzen.

Karl Krahé und sein Team führte ebenfalls etliche Experimente zum Thema Feuer mit Grundschülern aus Wormersdorf durch. Hier ging es um entzündliche Dämpfe, das Anzünden eines Streichholzes und das Löschen durch Entzug von Sauerstoff. Mit Schutzbrillen ausgerüstet hatten unsere Besucher große Freude am Forschen rund um Feuer und Flamme.

Mit der kühnen Behauptung, Berlin liege an der Küste, hatten sich die Schülerinnen und Schüler des Differenzierungskurses BioGeoChemie der Jahrgangsstufe 9 auseinanderzusetzen. Der Wissenschaftsladen Bonn spielte mit den Schülerinnen und Schülern am 25. September ein Planspiel, in dem es um die fiktive Neugestaltung der Schulkantine ging – und mit der Frage, was Gewässer damit zu tun haben, auch wenn sie nicht in unmittelbarer Nähe liegen.

Zertifizierter Fisch, Reduzierung und Recycling von Verpackungsmüll, die Problematik von aus Reinigungsmitteln stammender Mikroplastik in Gewässern sowie die Länge von Transportwegen waren Themen, mit der sich der Kurs beschäftigte. Im Planspiel schlüpften die Schülerinnen und Schüler in unterschiedliche Rollen von Interessensvertretern, die bei der Planung einer neuen Kantine miteinander diskutieren: Lehrer, die Frau aus der Bauverwaltung, der Mann von Hygieneinstitut, die Vertreterin der örtlichen Umweltinitiative, der Koch. Sie argumentierten aus einer fremden Perspektive und vertraten (möglicherweise) eine andere Meinung als die eigene. Sie alle unter einen Hut zu bekommen und gemeinsam eine Lösung zu finden, war das Ziel des Planspiels.

Indem Fürsprecher für gesunde, abwechslungsreiche Ernährung oder für die Außendarstellung der Schule auf Vertreter für erschwingliche Mahlzeiten oder Verfechter des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit traten, erkannte die Gruppe, wie wir mit unserem Konsum und unserem Verhalten den Zustand der Meere und Ozeane beeinflussen, auch wenn wir weit weg von diesen Gewässern wohnen – wenn auch nicht unbedingt in Berlin.

Helmut Gaßmann