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Das SJG hat seit dem 30. April einen eigenen Bienenstock; der erste Honig wird für den Sommer erwartet. Sieben Schülerinnen und Schüler, die am „Forschenden Lernen“ im Bereich Naturwissenschaften teilnehmen, arbeiten in diesem Schuljahr mit den Insekten.

Hartmut Neumann, Beirat für den Bereich Jugend- u. Schulimkerei und für die Betreuung des Lehrbienenstandes im Bienenzuchtverein Rheinbach hat mit ihnen die theoretischen Grundlagen der Bienenkunde und -haltung erarbeitet. Michael Czerwinski, Imker aus Todenfeld, besitzt und kümmert sich um die Bienenstöcke im ans SJG grenzenden Park und hat die Einrichtung unseres ersten eigenen Bienenstocks betreut. Außerdem schenkte er uns ein Startvolk, für den ein entsprechender Bienenstock, Beute genannt, gekauft wurde. Die Schülerinnen und Schüler strichen ihn mit Schutzlasur an und schweißten die Mittelwände in die Rähmchen ein. Jetzt beobachten die jungen Naturwissenschaftler, welche Aufgaben einzelne markierte Bienen erfüllen.

Auch weiterhin unterstützen Michael Czerwinski und Hartmut Neumann die Schülerinnen und Schüler wöchentlich im Rahmen des „Forschenden Lernens“.

Carina Wild und Maya Mross, beide 6b, sowie Nelli Storck, 6c, haben bei dem Wettbewerb „bio-logisch!“ einen Experimentiertag im Museum König, Bonn gewonnen. 15 Schülerinnen und Schüler verschiedener Schulen im Regierungsbezirk Köln waren eingeladen, einmal auch hinter die Kulissen des Museums zu schauen – was normalerweise den Besuchern nicht gestattet ist.

Zunächst beobachteten sie jedoch das Verhalten von Stabheuschrecke und Gespenstschrecke. Aus einer Sammlung durften sie dann ein Exemplar einer einheimischen Insektenart auswählen und bestimmten es mit Hilfe von Kenntafeln und Buch. Dabei wurden die Insekten unter dem modernen Binokular vergrößert und betrachtet, um anschließend Zeichnungen von ihnen anzufertigen.

Neben einer Sammlung von Stopfpräparaten, die nicht im Museum ausgestellt ist, sahen die Schülerinnen und Schüler auch das alte Büro des Museumserbauers Alexander König und erfuhren viel über dessen Lebensgeschichte.

Außerdem besuchten sie die Insektensammlung und erhielten Einblick in die Artenvielfalt der Gruppe der Insekten – beispielhaft an Käfern demonstriert. Spinnen, Bienen und Libellen wurden ebenfalls bestaunt, bevor es auf eigene Faust noch zu den Aquarien im Keller ging. Für die Mädchen war es ein lohnender Tag!

Annika Reska und Hannah Sucker (6b) gewannen für ihre guten Leistungen beim Schülerwettbewerb „bio-logisch“ des Landes Nordrhein-Westfalen die Teilnahme am Regionaltag für die Klassenstufen 5 bis 6  im Regierungsbezirk Köln. Unter dem Titel „Fossilien find’ ich gut!“ verbrachten sie am 18.Oktober 2017 einen erlebnisreichen Tag  in Nettersheim/Eifel.  

Renate Neffgen
Fotos: Norbert Marxen

 

Drei Grundschulklassen aus Wormersdorf und  Merzbach arbeiteten am Donnerstag, 23. November 2017 begeistert mit Schülern der 8. Klassen bzw. 9. Klassen sowie den Biologie- und Chemielehrern Karl Krahé, Tina Kressel, Cornelia Otremba, Patricia Schäffer und Heribert Wald zum Thema Feuer. Die Projekte sind Bestandteil der landesweiten Initiative „Zukunft durch Innovation“ (ZdI) zur Stärkung der Naturwissenschaften.

Dass man manche Flüssigkeiten gar nicht berühren muss, um sie zum Brennen zu bringen, überraschte die Viertklässler aus Merzbach. Sie erstellten Hypothesen zu diversen Fragen, beispielsweise warum und wie ein Holzfeuer oder eine Kerze brennen und wie sich eine Flamme wieder löschen lässt. Heribert Wald und Tina Kressel gaben ihnen anhand von Experimenten Antworten.

Mit Unterstützung von Neuntklässlern bauten Schülerinnen und Schüler aus Merzbach Dampfschiffe. Cornelia Otremba und Patricia Schäffer zeigten ihnen, wie es geht. „Was könnte ich verändern, damit es noch besser fährt?“: Dieser Frage ging die Gruppe gemeinsam nach. Und zu Hause in der Badewanne kann dann weiter experimentiert werden, das kleine Boot mit Hilfe von Wasserdampf in Bewegung zu setzen.

Karl Krahé und sein Team führte ebenfalls etliche Experimente zum Thema Feuer mit Grundschülern aus Wormersdorf durch. Hier ging es um entzündliche Dämpfe, das Anzünden eines Streichholzes und das Löschen durch Entzug von Sauerstoff. Mit Schutzbrillen ausgerüstet hatten unsere Besucher große Freude am Forschen rund um Feuer und Flamme.

Mit der kühnen Behauptung, Berlin liege an der Küste, hatten sich die Schülerinnen und Schüler des Differenzierungskurses BioGeoChemie der Jahrgangsstufe 9 auseinanderzusetzen. Der Wissenschaftsladen Bonn spielte mit den Schülerinnen und Schülern am 25. September ein Planspiel, in dem es um die fiktive Neugestaltung der Schulkantine ging – und mit der Frage, was Gewässer damit zu tun haben, auch wenn sie nicht in unmittelbarer Nähe liegen.

Zertifizierter Fisch, Reduzierung und Recycling von Verpackungsmüll, die Problematik von aus Reinigungsmitteln stammender Mikroplastik in Gewässern sowie die Länge von Transportwegen waren Themen, mit der sich der Kurs beschäftigte. Im Planspiel schlüpften die Schülerinnen und Schüler in unterschiedliche Rollen von Interessensvertretern, die bei der Planung einer neuen Kantine miteinander diskutieren: Lehrer, die Frau aus der Bauverwaltung, der Mann von Hygieneinstitut, die Vertreterin der örtlichen Umweltinitiative, der Koch. Sie argumentierten aus einer fremden Perspektive und vertraten (möglicherweise) eine andere Meinung als die eigene. Sie alle unter einen Hut zu bekommen und gemeinsam eine Lösung zu finden, war das Ziel des Planspiels.

Indem Fürsprecher für gesunde, abwechslungsreiche Ernährung oder für die Außendarstellung der Schule auf Vertreter für erschwingliche Mahlzeiten oder Verfechter des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit traten, erkannte die Gruppe, wie wir mit unserem Konsum und unserem Verhalten den Zustand der Meere und Ozeane beeinflussen, auch wenn wir weit weg von diesen Gewässern wohnen – wenn auch nicht unbedingt in Berlin.

Helmut Gaßmann

Wir, Schülerinnen Schüler des Chemiekurses von Herrn Wald aus der EF, haben am 6. Juli 2017 eine Exkursion zur Hochschule in Rheinbach gemacht.

Dort empfing uns der wissenschaftliche Mitarbeiter Dr. Peter Kusch, um uns das Verfahren der Gaschromatographie mit einem angeschlossenen Massenspektrometer näher zu bringen. Mit dieser Technik haben wir das Parfüm „Kölnisch Wasser“ analysiert und konnten die einzelnen Duftstoffkomponenten sowohl namentlich als auch quantitativ bestimmen. Der Vortrag war interaktiv gestaltet, sodass es uns möglich war, Teile des Analyseverfahrens selber zu übernehmen, wodurch wir einen guten Einblick erhalten und den Exkurs mit Interesse verfolgen konnten.

Julia-Christin Denke und Rebecca Held

Wie sieht eine Pflanze von innen aus? Welche Kräfte stecken in Heilkräutern? Und welche Pflanze ist der Mörder? Diesen Fragen gingen Drittklässler der Katholischen Grundschulen Merzbach und Wormersdorf an unserer Schule nach. Die Biologielehrer Cornelia Otremba, Andrea Schulte, Tina Kressel und Helmut Gaßmann hatten Projekte zu „Pflanzenvielfalt in Rheinbach“ vorbereitet. Das Thema hatten sich die Rheinbacher Bildungseinrichtungen ausgesucht, um einen ihrer beiden jährlichen Projekttage innerhalb der landesweiten Initiative „Zukunft durch Innovation“ (ZdI) durchzuführen; mit solchen Projekten sollen die MINT-Fächer – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – gefördert werden.

Ein Blick in die Biologie-Räume des SJG: Unterstützt durch Schülerinnen aus der 8a forschen die Grundschüler über diverse Pflanzen. „Das sieht ja aus wie ein Stachel!“, stellt Svante fest, als er durchs Mikroskop schaut. Francesca ist ganz begeistert, „dass man so genau in die Pflanze gucken kann“. Die Schüler aus Merzbach suchen nach Blattgrünkörpern und lernten aus Experimenten unter anderem, wie der von den Pflanzen produzierte Sauerstoff sichtbar gemacht werden kann. Tina Kressel, die mit Helmut Gaßmann die Gruppe betreute, ist begeistert vom Interesse und Vorwissen der Schülerinnen und Schüler: „Die Jungen und Mädchen sind sehr aufmerksam und machen begeistert mit. Es macht großen Spaß, mit ihnen zu arbeiten.“

Bei Cornelia Otrembas Projekt bestand eine Aufgabe darin, die fleischfressende Pflanze zu identifizieren – den Mörder der Insekten zu finden. Lorena findet schnell heraus: „Von dieser Pflanze fliegen die Fliegen ganz schnell wieder weg.“ Ob das etwas zu bedeuten habe? Vivi, 8a, erklärt den Schülerinnen und Schülern aus Wormersdorf, was es mit der Venusfalle auf sich hat und woher ihr Name stammt.

Nebenan betreut Andrea Schulte eine weitere Klasse aus Wormersdorf. Bei ihr dreht sich alles um Kräuter: Die Grundschüler bestimmen Kräuter, erfahren von den Gymnasiastinnen, wofür Heilkräuter eingesetzt werden, basteln Kräuterkissen und mischen einen Essig, der Bakterien tötet – was im Mittelalter gegen die Pest half und heute zur Desinfektion eingesetzt werden kann. „Auch bei Erkältungen hilft er, wenn man sich damit die Brust einreibt“, erklärt Andrea Schulte. Tim hört wie seine Mitschüler gut zu; besonders interessant fand er aber das Bestimmen der Kräuter.

Im November werden wieder Projekte für Grundschüler angeboten; dann lautet das Thema „Feuer“.

Den Artikel des General-Anzeigers über die Projekte finden Sie hier.

Die Schülerinnen und Schüler der drei Q2-Leistungskurse Biologie nahmen am Internationalen UniStem Day der Universität Bonn teil, ausgerichtet vom Institut für Rekonstruktive Neurobiologie unter der Leitung von Prof. Oliver Brüstle und dem Kompetenznetzwerk Stammzellforschung NRW. Ziel dieses Tages ist es, das an den Schulen vermittelte Wissen zu Fragen der Stammzellforschung zu vertiefen und Einblicke in die aktuelle Forschungspraxis zu ermöglichen.

Geboten wurden wissenschaftliche Vorträge, Laborführungen im „Life & Brain Center“ und im Institut für Rekonstruktive Neurobiologie der Uniklinik sowie kleine Praktika in den Laboren – beispielsweise zur Isolierung der eigenen DNA.

Mit Skype-Schaltungen zu zwei weiteren Standorten des UniStem Days, den Universitäten von Neapel und Ancona, „wollten wir den Schülern zeigen, dass sie Teil einer europaweiten Aktion sind“, so  Dr. Tanja Schmandt, die für die Koordination in Bonn zuständig war. In acht Ländern haben laut Veranstalter rund 27.000 Schüler und Studenten an dem einmal im Jahr stattfindenden Aktionstag teilgenommen.

Der BioGeoChemie-Differenzierungskurs der Stufe 8 beschäftigte sich mit dem Leben der Wikinger und machte sich auf diese Weise klar, was es mit den Begriffen Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung auf sich hat. Die vom Wissenschaftsladen (WiLa) Bonn angebotene Veranstaltung „Expedition Grönland“ verdeutlichte den 30 Schülerinnen und Schülern, wie die Wikinger in Grönland über Jahrhunderte hohe Ansprüche an die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen stellten. Das länderübergreifende Projekt besteht aus theoretischen Einheiten und praktischen Übungen; es wird von der Europäischen Union durch das Programm Erasmus+, ein Programm für Bildung, Jugend und Sport der Europäischen Union, gefördert.

                                           ( Foto: Kåre Hendriksen)

Das mobile Schülerlabor „Science to Class“ arbeitete mit zwei Biologie-Leistungskursen der Q1 sowie interessierten Schülerinnen und Schülern aus weiteren Grundkursen: Während es in den Leistungskursen um den genetischen Fingerabdruck ging, beschäftigten sich die Grundkurse mit Plasmidpräparation und Restriktionsanalyse.

Im Vordergrund standen praktische Übungen wie Pipettieren, die Methode der Polymerase-Kettenreaktion (PCR), um DNA zu vervielfältigen, oder die Elektrophorese, das heißt die Wanderung von Molekülen in einem elektrischen Feld zur Trennung unterschiedlich langer DNA-Fragmente. Durch das Praktikum wurden die im Unterricht theoretisch behandelten Prozesse für die Lerngruppen greifbarer.

Finanziert wurden die Labortage durch die Landesinitiative „Zukunft durch Innovation“ (ZdI), welche die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik (MINT) unterstützt.