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„Im Namen des Volkes ergeht folgendes Urteil“ – die Jungs, über die Stefan Gemmel in seinem Roman „Befreiungsschlag“ schreibt, sind zu Straftätern geworden. Sie haben zugeschlagen, einige mehrfach, und werden vom Gericht zu einem Anti-Gewalt-Training bestellt, denn sie wiesen eine „klare schädliche Neigung“ auf. Was für sie zunächst reine Pflichterfüllung ist, gewinnt mehr und mehr an persönlicher Bedeutung. Hier werden sie ernst genommen, der Trainer interessiert sich für sie, hier lernen sie Struktur und erkennen, welche Regeln ihnen guttun. Jugendbuchautor Stefan Gemmel hat ein Jahr lang solch ein Training besucht und anschließend einen Roman verfasst. Daraus las er vor Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 9. ...weiterlesen "„Befreiungsschlag“: Lesung von Stefan Gemmel"

Britta Deppe vom Elisabeth-Hospiz in Lohmar war zu Gast am SJG. Die Schülerinnen der Klassen 8b und 8c hatten zugunsten des Hospizes gebacken und übergaben nun eine Spende von rund 200 Euro an Britta Deppe, die den Schülerinnen dankte und von dem Haus in Lohmar erzählte.

Die Stimmung in dem Haus sei gut – dass es ein besonderer Ort ist, wurde den Mädchen beim Zuhören schnell klar. Und auch die Fotos, die Britta Deppe ihnen zeigte, vermittelten Geborgenheit und Ruhe. Der Umgang mit den todkranken Menschen und mit dem Tod, das Leben im Haus und das Miteinander im Hospiz ließ viele Fragen der Schülerinnen aufkommen, die in der Runde beantwortet wurden. „Tränen gehören bei uns dazu; aber das Hospiz ist auch ein Ort zum Leben“, so Britta Deppe. Dass dieses Leben von Wertschätzung geprägt ist, wurde in der Runde deutlich. „Es geht bei uns darum, in jedem Moment ganz da zu sein“ – ein für die Gruppe beeindruckender Satz.