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Das SJG hat geschlossen an der U18-Wahl teilgenommen. Vor dem offiziellen Tag der Bundestagswahl gaben Kinder und Jugendliche bundesweit ihre Stimme ab; die Lehrkräfte Sandra Jud-Heinrich und Thomas Löffler hatten die gesamte Schülerschaft dazu angemeldet. Von den Erststimmen erhielt Norbert Röttgen, CDU, die meisten Stimmen: Er lag schulweit mit rund 350 Stimmen weit vor Dr. Richard Ralfs, Bündnis 90/Die Grünen, der rund 170 Stimmen erhielt. Ihre Zweitstimme gaben 29,9 Prozent der U18-Wähler am SJG den Grünen, 21 Prozent der CDU, 19,2 Prozent der FDP, 14,6 Prozent der SPD. 15,3 Prozent wählten andere Parteien.

Im Politikunterricht und anderen Fächern hatten sich die Mädchen und Jungen am SJG darauf vorbereitet. So wurden Kenntnisse zu demokratischen Prinzipien und Wahlen vermittelt. Parteiprogramme angeschaut, der „Wahl-O-Mat“ befragt. die Q1 und Q2 hatten zudem noch die Möglichkeit, bei einer Podiumsdiskussion in direkten Kontakt mit Politikerinnen und Politikern zu treten. Klassen- bzw. kursweise gingen die Schülerinnen und Schüler ins Wahllokal in unserer Aula und machten ihre Kreuze. Das Interesse war groß, als die Wahlergebnisse ausgehängt wurden und mit denjenigen der Bundestagswahl verglichen werden konnten.

 

Politikerinnen und Politiker der großen Parteien diskutierten am 8. September unter der Moderation von Amelie Schöndube und Wyn Bachler, beider Q2. Schülerinnen und Schüler der Q1 und Q2 hakten mit kritischen Fragen an Andreas Danne (Die Linke), Dr. Katja Stoppenbrink (SPD), Dr. Richard Ralfs (Bündnis 90/Die Grünen), Nicole Westig (FDP), Dr. Norbert Röttgen (CDU) und Heinz Schäfer (AfD) mit Blick auf die nahende Bundestagswahl nach.

Gleich zu Beginn ging es um das Thema, das den Jugendlichen am meisten auf dem Herzen liegt: den Klimawandel und mögliche politische Maßnahmen dagegen. Kohleausstieg, Bahnnetz und -preise, und Wasserstoff als Energiequelle wurden genauso thematisiert wie autofreie Innenstädte und E-Autos.

In weiteren Themenblöcken befragten Moderatorin und Moderator die Gäste zu der Rolle und den Möglichkeiten der Europäischen Union, dem Afghanistan-Konflikt und -Einsatz sowie den Maßnahmen in der Corona-Pandemie. Schülerinnen und Schüler aus dem Sowi-Grundkurs von Martin Stoffel hatten die Diskussion vorbereitet und notierten die Dauer der Redebeiträge, damit jede und jeder etwa gleich viel zu Wort kam. Bei allen Themen war auch Zeit für Publikumsfragen, zum Beispiel zum Ausbau des Bahnnetzes, zum Umgang der EU mit Ungarn und zu Alternativen zum militärischen Einsatz in Afghanistan.

Die Veranstaltung bot einen guten Ausgangspunkt für die Jugendwahl, an der das SJG teilnimmt. Eine Woche vor der Bundestagswahl geben Schülerinnen und Schüler ihre Stimmen ab; im Unterricht haben sie sich zuvor mit den Programmen der Parteien auseinandergesetzt, entsprechendes Material hatte die Fachschaft Politik/Sozialwissenschaften vorbereitet. Die Organisation der Wahl übernehmen die Sowi-Leistungskurse von Mariertheres Krupp-Schumacher und Thomas Löffler.

 

„Im Namen des Volkes ergeht folgendes Urteil“ – die Jungs, über die Stefan Gemmel in seinem Roman „Befreiungsschlag“ schreibt, sind zu Straftätern geworden. Sie haben zugeschlagen, einige mehrfach, und werden vom Gericht zu einem Anti-Gewalt-Training bestellt, denn sie wiesen eine „klare schädliche Neigung“ auf. Was für sie zunächst reine Pflichterfüllung ist, gewinnt mehr und mehr an persönlicher Bedeutung. Hier werden sie ernst genommen, der Trainer interessiert sich für sie, hier lernen sie Struktur und erkennen, welche Regeln ihnen guttun. Jugendbuchautor Stefan Gemmel hat ein Jahr lang solch ein Training besucht und anschließend einen Roman verfasst. Daraus las er vor Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 9. ...weiterlesen "„Befreiungsschlag“: Lesung von Stefan Gemmel"

Britta Deppe vom Elisabeth-Hospiz in Lohmar war zu Gast am SJG. Die Schülerinnen der Klassen 8b und 8c hatten zugunsten des Hospizes gebacken und übergaben nun eine Spende von rund 200 Euro an Britta Deppe, die den Schülerinnen dankte und von dem Haus in Lohmar erzählte.

Die Stimmung in dem Haus sei gut – dass es ein besonderer Ort ist, wurde den Mädchen beim Zuhören schnell klar. Und auch die Fotos, die Britta Deppe ihnen zeigte, vermittelten Geborgenheit und Ruhe. Der Umgang mit den todkranken Menschen und mit dem Tod, das Leben im Haus und das Miteinander im Hospiz ließ viele Fragen der Schülerinnen aufkommen, die in der Runde beantwortet wurden. „Tränen gehören bei uns dazu; aber das Hospiz ist auch ein Ort zum Leben“, so Britta Deppe. Dass dieses Leben von Wertschätzung geprägt ist, wurde in der Runde deutlich. „Es geht bei uns darum, in jedem Moment ganz da zu sein“ – ein für die Gruppe beeindruckender Satz.