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„Stellt euch vor, in Deutschland wären 20 Millionen Flüchtlinge“, bat Leif Hinrichsen die Schülerinnen und Schüler der EF, denen er als Projektmitarbeiter der Jiyan Foundation die Arbeit der Stiftung am 4. Mai 2018 erklärte. Damit verdeutlichte er die Situation in den kurdischen Gebieten des Irak: Zur Bevölkerung von rund sechs Millionen Einwohnern seien zwei Millionen Menschen gekommen, die vor dem IS geflohen sind. Die Stiftung will diesen Menschen ihre Würde zurückgeben und hilft den Opfern von Folter und Terror, ihr Trauma zu überwinden. Diese Arbeit unterstützt das St. Joseph-Gymnasium mit einer Spende in Höhe von 10.000 Euro. Das Geld wurde unter anderem durch einen Spendenlauf eingenommen.
Kerstin Clasen, Vorsitzende des Entwicklungshilfe-Projekt-Ausschusses (EPA) am SJG, hatte den Kontakt zu Jiyan hergestellt. „Das Geld sollte Flüchtlingen zugute kommen. Hier in Rheinbach wird die Flüchtlingshilfe vielfältig unterstützt, so dass wir uns entschlossen haben, in einer Krisenregion direkt zu helfen“, so Clasen. 

Leif Hinrichsen freute sich, den Schülerinnen und Schülern von seinen Erfahrungen aus dem Irak berichten zu dürfen. Er verdeutlichte ihnen, welche Folgen das Erleben von Gewalt haben kann. „Die Menschen wurden vom IS gebrochen und tragen, was sie an Folter erlebt haben, aus dem Gefängnis in ihre Familien und werden selbst gewalttätig. Daher ist es so wichtig, sie zu behandeln.“ Er informierte sie darüber, wie die Stiftung die Arbeit in Kliniken und verschiedene Therapieformen unterstützt – beispielsweise die Kunsttherapie, die bei Kindern erfolgreich eingesetzt werde. Die Spende des SJG fließe in einen Heilgarten. Dort erlernen Kinder einen liebevollen Umgang miteinander und mit Tieren sowie die Verantwortung der Natur gegenüber. In diesem Garten sollen Spielgeräte zum Klettern aufgestellt werden.

Dieser Heilgarten stand im Zentrum eines weiteren Vortrags Hinrichsens vor Schülerinnen und Schülern der Jahrganggstufe 6. Sie stellten ihm viele Fragen zum Leben der Kinder in Flüchtlingscamps und schlugen vor, weitere Lehmhäuser als Spielhäuser zu bauen, damit Kinder vor der Hitze geschützt sind. Weitere Anregungen, die unter anderem im Religionsunterricht thematisiert werden, nimmt Leif Hinrichsen gern entgegen.

Weitere Infos zur Stiftung hier.

TägliDSC_1919_kleinch erfolgen in Afrika 650 Neu-Infektionen mit dem gefährlichen Ebola-Virus. Dies ist die erschreckende Zahl, die Dr. Ingo Störmer von der Organisation "Ärzte ohne Grenzen" den Schülerinnen und Schülern des Erzbischöflichen St. Joseph-Gymnasiums (SJG) in Rheinbach erläuterte. Noch ist keine Verringerung der Zahl festzustellen. Und so gilt es nach wie vor, massiv gegen die Epidemie vorzugehen. Zur Unterstützung dieses Kampfes überreichte die Schülervertretung des SJG jetzt einen Scheck über einen Betrag von 10.000 Euro an den Mediziner. Das Geld war anlässlich eines "Labour-Days" im Sommer zusammen gekommen, als die Schülerinnen und Schüler einen Tag lang jobbten oder kleinere Hilfs-Tätigkeiten gegen einen freiwilligen Geldbetrag ausführten und diesen für den wohltätigen Zweck spendeten.

Schülervertretung und Schulleiter Hans Rieck (links) überreichten den Scheck über 10.000 Euro an Dr. Ingo Störmer von "Ärzte ohne Grenzen".
Schülervertretung und Schulleiter Hans Rieck (links) überreichten den Scheck über 10.000 Euro an Dr. Ingo Störmer von "Ärzte ohne Grenzen".
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Unter anderem erläuterte Dr. Ingo Störmer, in welchen Staaten Afrikas das Ebola-Virus am stärksten verbreitet ist.

 

Informationen über die Ebola-Epidemie in Afrika vermittelte Dr. Ingo Störmer von der Organisation "Ärzte ohne Grenzen" .
Alle Schülerinnen und Schüler des SJG lauschten den Ausführungen des Mediziners Dr. Störmer von "Ärzte ohne Grenzen".
Alle Schülerinnen und Schüler des SJG lauschten den Ausführungen des Mediziners Dr. Störmer von "Ärzte ohne Grenzen".
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Viele Schülerinnen und Schüler hatten Fragen zum Thema Ebola, die Dr. Ingo Störmer von "Ärzte ohne Grenzen" geduldig beantwortete.

EPA Mozambique Kinder 1Am Dienstag, 1. Juli, werden wir am Erzbischöflichen St. Joseph-Gymnasium auf Initiative unserer Schülervertretung (SV) einen Aktionstag zugunsten der caritativen Förderprojekte unseres Eine-Welt-Projektausschusses (EPA) veranstalten.

Anstelle des regulären Unterrichts werden an diesem Tag die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 bis 8 einen organisierten Sponsorenlauf durchführen. Die Spon­sorengelder kommen dem EPA zugute.

Die Schülerinnen der Stufen 9 bis 11 werden „arbeiten gehen“ und ihren Lohn spenden - zugunsten der Kinder in den vom EPA unterstützten Projekten in Mozambique (Bau einer Grundschule und Unterstützung bedürftiger Kinder hinsichtlich des Schulgeldes, Foto) sowie in Uganda (Schule Schwester Bernarde).

Da das Mitmachen beim Aktionstag die Teilnahme an einer Schulveranstaltung darstellt, ist es verpflichtend für alle Schülerinnen und Schüler und es besteht – ob man läuft oder arbeitet – Unfallversicherungsschutz über die Schule.

Als entlohnte Arbeit können die Schülerinnen der Stufen 9 bis 11 Tätigkeiten im Familien- oder privaten Freun­deskreis oder in der Nachbarschaft erledigen - wie z. B. Tätigkeiten im Haushalt und Garten, Auto waschen, Kel­ler entrümpeln, Unkraut jäten, Altglas wegbringen, Betreuung von Kindern, Nachhilfeunterricht oder anderes.

Alternativ kann man sich an diesem Aktionstag einmalig für mehrere Stunden in einem Betrieb (Kiosk, Bäckerei, Super­markt, Reitstall etc.) verdingen.

IMG_8160_300pixZwei Kolleginnen des Erzbischöflichen St. Joseph-Gymnasiums, Barbara Haas und Katharina Nelles, fahren in der kommenden Woche für den Entwicklungs-Projekte-Ausschuss (EPA) der Schule nach Mosambik. Zwei Tage vor ihrer Abreise haben wir mit ihnen gesprochen.

Frau Haas und Frau Nelles, was ist er Anlass für Ihre Reise?

Der Anlass für diese Reise ist unser Projekt in Mosambik. Im letzten Jahr haben wir dieses Projekt übernommen, und zwar unterstützt der EPA den Bau einer Schule in Chimoio (Mosambik). Unsere Schülerinnen und Schüler haben mit der Weihnachtsbaumaktion sehr viel Geld gesammelt, und wir wollen uns nun anschauen, was die Schwestern Unserer Lieben Frau, die das Projekt vor Ort leiten, mit unserem Geld angeschafft und erreicht haben.

Warum hat sich der EPA des St. Joseph-Gymnasiums gerade für dieses Projekt interessiert?

Wir finden, dass das ein tolles Projekt ist, weil hier Kindern geholfen wird, die sonst keinen Zugang zu Bildung hätten. Sie kommen aus sehr armen Verhältnissen und hätten ohne eine Schulbildung keine Chance, irgendwann ein besseres Leben führen zu können. So aber hoffen wir, dass die Schulausbildung sie dazu befähigen wird, den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen und in besseren Lebensbedingungen leben zu können.

Bei der Weihnachtsbaumaktion sind die ersten Gelder für das Projekt in Mosambik zusammen gekommen. Was wurde damit gemacht?

Um genau das zu sehen, fliegen wir ja hin. Das Geld ist in den weiteren Ausbau der Schule in Chimoio geflossen. Jedes Jahr soll ein Jahrgang hinzukommen, bis alle Klassen vorhanden sind. Einen genauen Rechenschaftsbericht haben wir für das Jahr 2013 allerdings noch nicht bekommen, das Jahr ist ja auch noch nicht um. Aber wir denken, wir werden dazu Genaueres sagen können, wenn wir wieder zurück sind.

Wie haben Sie sich auf diese Reise vorbereitet?

Nun, zunächst einmal haben wir ziemlich oft mit den Schwestern gemailt, um uns mit ihnen über unseren Besuch abzustimmen. Sie sind unheimlich nett und hilfsbereit. Während unseres Aufenthalts können wir bei ihnen wohnen und die zuständigen Verantwortlichen und v.a. auch die Kinder kennenlernen, die Schule besichtigen, die Umgebung u.v.m.

Dann mussten wir eine Reihe von Impfungen über uns ergehen lassen - wie Typhus, Tollwut, etc., und natürlich mussten wir uns auch „klamottentechnisch“ auf die Reise vorbereiten. Wer uns kennt, kann sich wohl vorstellen, dass wir vorher noch shoppen mussten.

Worauf sind Sie am meisten gespannt?

Am meisten sind wir auf die Leute in Chimoio gespannt, auf die Schwestern und Mitarbeiter des Projekts und die Kinder. Nach allem, was wir gelesen haben, ist das eine völlig andere Welt, v.a. die Lebensbedingungen unterscheiden sich erheblich von unseren. Wir können uns doch gar nicht vorstellen, wie man ohne fließend Wasser und Strom leben kann. Da werden wir sicherlich auch erschütternde Dinge sehen, viel Armut und Leid. Das ist halt ein Land der Extreme.

Und wir hoffen, dass wir endlich einmal die typischen Tiere Afrikas life sehen werden.

Wie sieht der Reiseverlauf für die dreiwöchige Reise aus?

Also zuerst werden wir in Maputo landen, das ist die Hauptstadt Mosambiks, und dann, zwei Tage später, weiter nach Chimoio fliegen, wo wir bei den Schwestern bleiben werden und uns das Projekt, hoffentlich die Lebensumstände der Menschen vor Ort, v.a. die der Kinder unserer Partnerschule, und die nähere Umgebung anschauen wollen. An den Indischen Ozean wollen wir auch vielleicht einen Tag fahren. Am Ende der Reise fliegen wir dann von Maputo aus auch wieder nach Deutschland.

Wir wünschen Ihnen eine gute Reise, hoffen, dass Sie gesund wieder zurückkehren und freuen uns auf Ihre anschließenden Berichte!

[Informationen über den EPA finden Sie hier!]

Michael Weyer