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Gesellschaftswissenschaften | Religion

Schülerinnen lesen in der Bibel, sitzen am Gruppentisch

KATHOLISCHE RELIGION – Die Fachschaft stellt ihr Fach vor:

Katholischer Religionsunterricht – Fragen stellen, Orientierung finden, Zukunft gestalten
Der katholische Religionsunterricht am Erzbischöflichen St. Joseph-Gymnasium ist weit mehr als die Vermittlung von Wissen über Kirche und Glauben. Er lädt junge Menschen dazu ein, sich mit den großen Fragen des Lebens auseinanderzusetzen: Was trägt mich? Wofür möchte ich Verantwortung übernehmen? Was bedeutet ein gelingendes Leben? Und welche Rolle spielen Glaube, Hoffnung und Liebe in unserer Welt? Ausgehend von der christlichen Botschaft eröffnet der Religionsunterricht einen Raum zum Nachdenken, für den Austausch und vielfältige Diskussionen.

Dabei begegnen die Schülerinnen und Schüler natürlich den biblischen Traditionen und lernen die Vielfalt des christlichen Glaubens kennen, setzen sich aber ebenso mit anderen Religionen, Weltanschauungen sowie aktuellen ethischen und gesellschaftlichen Herausforderungen auseinander. Unterschiedliche Überzeugungen werden respektiert und als Bereicherung für das gemeinsame Lernen verstanden.
Am SJG nehmen die Schülerinnen und Schüler von Klasse 5 bis zum Abitur in teilweise klassenübergreifenden Gruppen am katholischen Religionsunterricht teil. In der Oberstufe kann er als schriftliches und als Abiturfach gewählt werden. Als erzbischöfliche Schule versteht das St. Joseph-Gymnasium den Religionsunterricht als einen wichtigen Beitrag zur ganzheitlichen Bildung. Er fördert nicht nur religiöse Kompetenz, sondern auch Empathie, Dialogfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft, das eigene Handeln kritisch zu reflektieren. Zugleich eröffnet er vielfältige Möglichkeiten, Glauben auch gemeinschaftlich zu erleben – etwa in Gottesdiensten, Projekten, sozialen Initiativen oder Tagen religiöser Orientierung.
 

Kreuzumriss aus Steinen, darin Sand, darüber ein Gebetstext: Friedensgebet des Franz von Assisi

So möchte der katholische Religionsunterricht die Schülerinnen und Schüler ermutigen, ihren eigenen Standpunkt zu entwickeln, offen auf andere Menschen zuzugehen und ihre Persönlichkeit im Licht christlicher Werte zu entfalten. Er begleitet sie auf ihrem Weg zu verantwortungsbewussten, weltoffenen und hoffnungsvollen Menschen, die bereit sind, Kirche und Gesellschaft aktiv mitzugestalten.

religiöse Symbole in einer Collage

EVANGELISCHE RELIGION – Die Fachschaft stellt ihr Fach vor:

Das sagen Schülerinnen und Schüler zum Fach evangelischer Religionsunterricht: 
„Ich empfinde den Religionsunterricht als Auszeit vom manchmal strikten Frontalunterricht – mit vielen kreativen Phasen. Außerdem ist hier viel Raum fürs Gespräch. Wir denken über unsere Werte nach und diskutieren darüber.“ (Giulia)
„Wir führen viele offene Gespräche zu Fragen, über die ich schon mal nachgedacht habe, die mich persönlich betreffen. Der Erfahrungsaustausch bringt mir etwas.“ (Henrike)
„Man lernt zu reflektieren, z.B. was bedeutet es, wenn man die Bibel wörtlich nimmt?“ (Jonathan)

drei Jungen bei einer Gruppenarbeit: aufgeklappte Bücher, Plakat mit der Überschrift 'Ramadan'

„Wir betrachten Religion auch kritisch, das finde ich wichtig.“ (Carolina)
„Wir lernen Geschichten aus der Bibel kennen und beschäftigen uns mit Gott.“ (Noah)
„Viele Bibelgeschichten sind spannend.“ (Emilia)
„Es macht Spaß, Geschichten aus der Bibel nachzuspielen.“ (Marlene)
„Der Unterricht ist aufklärend in Bezug auf alles, was mit Religion zu tun hat: die eigene Religion, andere Religionen, Sekten, historische Bezüge und mehr.“ (Jonathan)
„Im Religionsunterricht kombinieren wir viele Gedanken, auch aus anderen Fächern.“ (Hannah)
„Wir tragen unterschiedliche Ansichten zusammen.“ (Luisa)
„Wir lernen neue Denkweisen kennen, wie wir eventuell mit Situationen umgehen, an wen wir uns wenden können.“ (Leandra)
„Hier geht es immer wieder um die persönliche Meinung – in Bezug auf ethische Fragen , auf den Glauben, auf Gott.“ (Marlene)
„Ich schätze unsere Gottesdienste, die wir mitgestalten. Das hilft uns auch, das freie Sprechen zu üben, es hilft denjenigen, die sich sonst nicht so trauen.“ (Noemi
„Der Religionsunterricht hat Auswirkungen aufs Schulleben, z.B. haben wir in der Fastenzeit verstärkt aufs Miteinander geachtet und Gedanken dazu aus dem Religionsunterricht in die Schule getragen.“

kurze Texte und Bilder zu Luther, auf Pappe aufgeklebt

Woran glaube ich? Woran glaubst du? Was ist der Sinn des Lebens? Und welche Position beziehen wir in moralischen Fragen? Im evangelischen Religionsunterricht unserer Schule vermitteln wir zum einen Kenntnisse und Fähigkeiten im Umgang mit dem christlichen Glauben und anderen Religionen sowie Weltanschauungen. Zum anderen geht es darum, Fähigkeiten zu erwerben, sich im persönlichen und gesellschaftlichen Leben zu orientieren. Was sind die eigenen religiösen und moralischen Überzeugungen und welche Rolle spielt der christliche Glaube dabei? Sie zu prüfen und weiterzuentwickeln ist wesentlicher Bestandteil unseres Unterrichts. Neben Wahrheitsanspruch und existentieller Dimension des Glaubens spielt die Zugehörigkeit zu den Kirchen eine Rolle. Was bedeutet es, getauft zu sein? Das SJG will die bewusste Zugehörigkeit (oder gegebenenfalls auch Nicht-Zugehörigkeit) thematisieren und die religiöse Mündigkeit fördern. 
Der Religionsunterricht ist an unserer Schule Pflichtfach bis zum Abitur.

Display mit Schrift 'Herzlich Willkommen zum Workshop Geysire', Kinder sitzen davor

ERDKUNDE – Die Fachschaft stellt ihr Fach vor:

Erdkunde – Die Welt verstehen

Warum gibt es unterschiedliche Landschaften? Wie beeinflusst der Tourismus unsere Umwelt? Was bedeutet Globalisierung für unseren Alltag? Und warum wächst die Weltbevölkerung so unterschiedlich? Im Fach Erdkunde gehen wir diesen und vielen weiteren spannenden Fragen auf den Grund. Wir entdecken die Dynamik unseres Planeten, erforschen Natur- und Lebensräume und lernen, wie Mensch und Umwelt miteinander verbunden sind. Erdkunde macht neugierig auf unsere Welt und zeigt, wie eng Natur, Klima und das Leben der Menschen miteinander verbunden sind.

GESCHICHTE – Die Fachschaft stellt ihr Fach vor:

Geschichte – Vergangenheit verstehen, Gegenwart gestalten
In der Unterstufe: Aufbruch in ferne Welten
Kaum etwas fasziniert im Geschichtsunterricht der 6. Klasse so sehr wie das Alte Ägypten. Und das Gute liegt so nah: Ein Ausflug in das Ägyptische Museum in Bonn öffnet das Tor zu einer fernen Welt. Zwischen geheimnisvollen Bildern, stillen Zeugnissen vergangener Zeiten und den Spuren alter Götter tauchen die Schülerinnen und Schüler in die Vorstellungswelt der Ägypter ein – in ihren Totenkult, ihre rätselhaften Zeichen und in die Bedeutung des „Herzskarabäus".
So wird eine uralte Welt lebendig: Heilige Schriftzeichen beginnen zu sprechen, und längst vergangene Geheimnisse scheinen für einen Moment ihren Schleier zu lüften. Den Abschluss bildet ein kleiner Workshop – unter den schützenden Federn der Isis.
Doch das Alte Ägypten ist nur der Anfang. Vom antiken Griechenland über das Römische Reich bis hin zu Mittelalter und früher Neuzeit lernen die Schülerinnen und Schüler, wie Menschen zu verschiedenen Zeiten gelebt, gedacht und gehandelt haben – und warum uns das bis heute etwas angeht.

Stolperstein in der Mitte, um ihn herum Füße und Beine

In der Mittelstufe: Quellen lesen, Urteile bilden
Ab der Mittelstufe rückt eine zentrale Fähigkeit in den Vordergrund: der kritische Umgang mit Quellen und Darstellungen. Wer hat einen Text geschrieben – und warum? Welche Perspektive nimmt ein Bild ein? Was verschweigt eine Karte?
„Man denkt am Anfang, man liest einfach einen Text – aber dann merkt man, dass man eigentlich fragen muss, wer das geschrieben hat und was derjenige damit wollte. Das war für mich neu." (Schüler, Klasse 8)
Themen wie die Französische Revolution, der Imperialismus oder die Weimarer Republik werden nicht nur vermittelt, sondern durch die Auseinandersetzung mit originalen Quellen und unterschiedlichen historischen Urteilen erschlossen. Geschichte wird so zum Denk- und Argumentationsfach.
 
In der Oberstufe: Geschichte trifft Gegenwart
In der Oberstufe verbinden sich historisches Wissen und politisches Denken. Großen Fragen wird nachgegangen: Wie konnte der Nationalsozialismus entstehen? Was bedeutet Demokratie – damals und heute? Wie prägen Kolonialismus und Migration unsere Gegenwart?
Ein besonderer Moment im Schuljahr ist die Fahrt nach Berlin: Reichstag, Holocaust-Mahnmal, Gedenkstätte Hohenschönhausen – Geschichte wird hier physisch erfahrbar.
„Ich hatte das Holocaust-Mahnmal schon auf Fotos gesehen, aber dort zu stehen war etwas anderes. Man braucht eine Weile, bis man versteht, was dieser Ort eigentlich bedeutet." (Schülerin, Qualifikationsphase)
 
Gedenken und Verstehen: Die Fahrt nach Auschwitz in Form von Besinnungstagen
Zu den eindrücklichsten Erfahrungen im Geschichtsunterricht zählt die Fahrt zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Sie ist kein touristischer Ausflug, sondern eine Begegnung mit dem Unfassbaren – und eine Verpflichtung zur Erinnerung.
„Man hat im Unterricht so viel darüber gelesen – aber als wir dort waren, war es auf einmal sehr real. Es war schwer, die richtigen Worte zu finden, und irgendwie war das auch in Ordnung so." (Schüler, Qualifikationsphase)
Diese Fahrt ist Teil eines bewussten pädagogischen Konzepts: Erinnerungskultur nicht als Pflichtübung, sondern als lebendige Auseinandersetzung mit Schuld, Verantwortung und der Frage: Was hat das mit mir zu tun?
 
Was man im Geschichtsunterricht wirklich lernt
Geschichte ist weit mehr als Daten und Ereignisse. Wer Geschichte lernt, entwickelt die Fähigkeit, Quellen und Medien kritisch zu hinterfragen, komplexe Zusammenhänge zu durchdringen, Perspektivwechsel vorzunehmen und fundiert zu argumentieren. 
 
Geschichte – auch in Zukunft unverzichtbar
Geschichte endet nicht mit dem Abitur. Sie bleibt – als Haltung, als Neugier, als Verantwortungsbewusstsein.

PÄDAGOGIK – Die Fachschaft stellt ihr Fach vor:

Das Fach Pädagogik – Den Menschen und ihr Verhalten verstehen

Warum entwickeln sich Menschen unterschiedlich?
Wie beeinflussen Familie, Freundeskreis und Medien unsere Persönlichkeit?
Und was braucht gelingende Erziehung und Bildung?

Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigt sich das Fach Pädagogik. Im Mittelpunkt stehen dabei der Mensch, seine Entwicklung sowie das Zusammenleben in unserer Gesellschaft. Das Fach verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit Themen aus der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler und eröffnet neue Perspektiven auf Schule, Familie, Freundschaften und gesellschaftliche Entwicklungen.

Inhalte des Pädagogikunterrichts
Im Unterricht setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit zentralen Fragen der Erziehungswissenschaft auseinander. Dazu gehören beispielsweise:

  • Entwicklung von Kindern und Jugendlichen
  • Erziehungsstile und ihre Auswirkungen
  • Lernen und Motivation
  • Identitätsentwicklung und Sozialisation
  • Einfluss von Medien und sozialen Netzwerken
  • Bildung und gesellschaftliche Verantwortung

Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler bedeutende pädagogische Ansätze und Theorien kennen, unter anderem von Jean Piaget, Klaus Hurrelmann oder Sigmund Freud. Schnell wird deutlich: Viele Fragen, die Jugendliche im Alltag beschäftigen, sind auch Gegenstand wissenschaftlicher Forschung.

Methoden im Unterricht
Pädagogikunterricht lebt vom Austausch und von der aktiven Mitarbeit. Neben der Arbeit mit Fachtexten und wissenschaftlichen Modellen kommen vielfältige Methoden zum Einsatz, zum Beispiel:

  • Diskussionen und Debatten
  • Gruppenarbeiten und Projektarbeit
  • Fallanalysen und Rollenspiele
  • Präsentationen und kreative Arbeitsformen
  • Analyse und Erstellung von Filmen und Social-Media-Content

So werden theoretische Inhalte mit praktischen Erfahrungen verknüpft und unterschiedliche Sichtweisen reflektiert.

Bedeutung für die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler
Das Fach Pädagogik greift viele Themen auf, die Jugendliche unmittelbar betreffen. Sie setzen sich mit ihrer eigenen Entwicklung auseinander, reflektieren Beziehungen und lernen, gesellschaftliche Prozesse kritisch zu betrachten.

Dabei erwerben sie wichtige Kompetenzen für Schule, Studium, Beruf und Alltag:

  • Kommunikationsfähigkeit
  • Empathie und Perspektivwechsel
  • Reflexions- und Urteilsfähigkeit
  • Teamfähigkeit und Konfliktlösung
  • Wissenschaftliches Arbeiten


Nicht zuletzt bietet das Fach Pädagogik eine gute Grundlage für zahlreiche soziale, pädagogische, psychologische und gesellschaftswissenschaftliche Berufsfelder.

Pädagogik – Wissenschaft mit Praxisbezug
Das Fach Pädagogik verbindet wissenschaftliches Denken mit aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen und persönlichen Erfahrungen. Es lädt dazu ein, den Menschen besser zu verstehen, Zusammenhänge kritisch zu hinterfragen und Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen.

Oder kurz gesagt: Pädagogik beschäftigt sich mit Fragen, die uns alle betreffen – im Unterricht ebenso wie im täglichen Leben.
 

Mara Liebscher in der Bundeskunsthalle

PHILOSOPHIE – Die Fachschaft stellt ihr Fach vor:

Philosophie in der Oberstufe – Denken lernen, Fragen stellen, Verantwortung übernehmen
Was macht den Menschen aus? Was ist ein gutes Leben? Was ist gerecht? Und woran können wir erkennen, was richtig oder falsch ist? Im Fach Philosophie beschäftigen wir uns mit grundlegenden Fragen des menschlichen Lebens. Dabei geht es nicht darum, fertige Antworten auswendig zu lernen, sondern darum, selbstständig zu denken, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und eigene begründete Urteile zu entwickeln.
 Wir setzen uns mit philosophischen Texten und Positionen auseinander, prüfen Argumente kritisch und lernen, komplexe Fragen sachlich und respektvoll zu diskutieren.

Philosophie in der Einführungsphase (EF)
In der Einführungsphase lernen Schülerinnen und Schüler die Grundlagen philosophischen Denkens kennen. Wir fragen unter anderem:
 

  • Was unterscheidet philosophisches Denken von anderen Formen des Nachdenkens?
  • Was können wir wissen?
  • Was macht den Menschen aus?
  • Wie entstehen Werte und moralische Entscheidungen?

Dabei werden wichtige Methoden eingeübt: das Analysieren philosophischer Texte, das Erkennen von Argumenten und das begründete Vertreten eigener Positionen.
 
Philosophie in der Qualifikationsphase (Q1/Q2)
In der Qualifikationsphase beschäftigen wir uns mit großen philosophischen Themen und verbinden sie mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen:

  • Mensch und Welt: Was bedeutet Freiheit? Sind wir wirklich selbstbestimmt?
  • Ethik und Verantwortung: Wie sollen wir handeln? Welche Verantwortung tragen wir für andere?
  • Gesellschaft und Gerechtigkeit: Wie kann ein gerechtes Zusammenleben gelingen?

Dabei diskutieren wir auch aktuelle ethische Herausforderungen wie Abtreibung, Sterbehilfe, Organtransplantation oder den Umgang mit neuen Technologien.
 
Philosophie lebt vom Austausch
Philosophie findet vor allem im Gespräch statt. In Diskussionen – beispielsweise im Fishbowl-Format – lernen Schülerinnen und Schüler, verschiedene Standpunkte einzunehmen, Argumente abzuwägen und eigene Überzeugungen kritisch zu hinterfragen. Auch Filme und moderne Medien werden philosophisch betrachtet: Welche Vorstellungen vom Menschen werden dargestellt? Welche Werte und Konflikte stehen im Mittelpunkt? Welche Fragen bleiben offen?
 
Philosophie an einer erzbischöflichen Schule
Als Fach an einer erzbischöflichen Schule eröffnet Philosophie einen besonderen Raum für die Auseinandersetzung mit Fragen nach Menschenwürde, Freiheit, Gewissen und Verantwortung. Im Dialog mit unterschiedlichen philosophischen und religiösen Perspektiven lernen Schülerinnen und Schüler, sich mit den großen Fragen des Lebens auseinanderzusetzen und ihren eigenen Standpunkt zu entwickeln.
 
Philosophie bedeutet: neugierig bleiben, kritisch denken und Verantwortung übernehmen.

Schülerinnen und Schüler eines Philosophiekurses waren in einem Trailer der Bundeskunsthalle, Bonn zu sehen: Sie hatten sich mit Kant auseinandergesetzt.

WIRTSCHAFT/POLITIK/SOZIALWISSENSCHAFT – Die Fachschaft stellt ihre Fächer vor:

„Demokratie heißt, sich in seine eigenen Angelegenheiten einzumischen.“ (Max Frisch)

Das Unterrichtsfach Wirtschaft-Politik (Sek. I) bzw. Sozialwissenschaften (Sek. II) verknüpft als gesellschaftswissenschaftliches Fach die Bereiche Politikwissenschaft, Soziologie und Ökonomie. Somit beschäftigt sich das Fach mit der Regelung des menschlichen Zusammenlebens, dem Aufbau und der Struktur von Gesellschaften sowie mit wirtschaftswissenschaftlichen Fragestellungen.

Das Fach zielt darauf ab, Schülerinnen und Schüler dazu zu befähigen, gesellschaftliche, politische und ökonomische Strukturen zu durchdringen, sich in der komplexen gesellschaftlichen Wirklichkeit und in einer globalisierten Ökonomie zu orientieren sowie politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Fragen und Probleme angemessen beurteilen zu können. Denn sowohl politisches Verständnis als auch fundierte Kenntnisse über die Wirtschafts- und Arbeitswelt sind heute mehr denn je von enormer Bedeutung für die aktive Teilnahme und mündige Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Im Unterricht entwickeln Schülerinnen und Schüler zudem die notwendige Handlungsbereitschaft und -fähigkeit, in ökonomisch und politisch geprägten Lebenssituationen individuelle und gemeinsame Interessen wahrzunehmen.
 
Beispielhafte Fragestellungen im Fach Wirtschaft-Politik sind dabei etwa: Was ist Demokratie, inwiefern ist sie bedroht und wie können Konflikte friedlich geregelt werden? Wie kann ein gutes Zusammenleben in Schule, sozialem Umfeld und Gesellschaft gestaltet werden? Wie entstehen Nachrichten und wie können wir verantwortungsvoll mit Medien umgehen? Welche Veränderungstendenzen der Arbeitswelt lassen sich beobachten und wie können wir diesen Veränderungen (etwa der Digitalisierung) begegnen?    
 
Das Fach Sozialwissenschaften setzt, an das Fach Politik anknüpfend, in der Oberstufe neu ein, erweitert und vertieft die Perspektiven des Faches noch einmal deutlich. Es beschäftigt sich beispielsweise mit folgenden Fragen: Auf welche Weise sollte der Staat in wirtschaftliche Prozesse eingreifen und wie kann soziale Gerechtigkeit hergestellt werden? Wie kann und sollte die Zukunft der Europäischen Union in einer immer komplexer werdenden Welt aussehen? Welche Möglichkeiten gibt es, durch internationale Kooperation Frieden in der Welt herzustellen und dauerhaft zu sichern?
Zu den Kernanliegen unserer Schule als katholische Schule gehört die Vorbereitung unserer Schülerinnen und Schüler auf ein Leben als Christen in einer globalisierten Welt. Zentrale Zielsetzungen des Faches Wirtschaft-Politik/ Sozialwissenschaften sind somit die Entwicklung und Vertiefung eines christlichen Bewusstseins und die Vermittlung sprachlicher, kommunikativer und kultureller Qualifikationen in sozialer Verantwortung.

In Vielfalt geeint: Europäische Werte und katholisches Profil im Fach Politik/Sozialwissenschaften
 
Wie gelingt friedliche Gemeinschaft in einem pluralistischen Europa? Diese Kernfrage des Faches Politik/Sozialwissenschaften machen wir an unserer Schule praktisch erfahrbar. Unser Europäischer Weihnachtsmarkt zeigt unter dem Motto der Europäischen Union „In Vielfalt geeint!“, wie interkultureller Austausch gelebt wird.
Aus sozialwissenschaftlicher Sicht stiften die unterschiedlichen Weihnachtsbräuche Identität und schlagen gleichzeitig Brücken. Sie wurzeln tief in einer gemeinsamen Tradition, aus der Europa als Wertegemeinschaft erwächst. Als katholische Schule verknüpfen wir diese politische Bildung direkt mit unserem christlichen Fundament:

  • Menschenwürde & Respekt: Die Vielfalt der Kulturen spiegelt die unantastbare Würde jedes Menschen als Ebenbild Gottes wider. Im Unterricht lernen wir, dieser Vielfalt mit Wertschätzung zu begegnen.
  • Solidarität & Subsidiarität: Das europäische Einigungswerk basiert auf dem Prinzip des Füreinander-Einstehens – ein direkter Ausdruck christlicher Nächstenliebe. Gleichzeitig schützt die Subsidiarität die regionalen Eigenheiten.
  • Lebendige Wertegemeinschaft: Die EU ist mehr als ein reiner Wirtschaftsraum; sie ist eine Werte- und Friedensgemeinschaft. Die Wurzeln dieser Gemeinschaft liegen historisch auch in der christlichen Tradition, aus der sich universelle Menschenrechte und demokratische Grundwerte entwickelt haben.

Durch das Erforschen europäischer Bräuche betreiben unsere Schülerinnen und Schüler angewandte Sozialwissenschaft. Sie begreifen Europa als dynamischen Raum und lernen, als junge Christinnen und Christen aktiv an einer gerechten, solidarischen Welt mitzuwirken.

Nachrichten aus den Gesellschaftswissenschaften und Religion