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Aufgang Mariensaal
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Katholisches Leitbild am SJG – „Weil du so wertvoll bist!“

 

Was unser katholisches Profil für Schülerinnen und Schüler konkret bedeutet
Als Erzbischöfliches Gymnasium verstehen wir Bildung als „Bildung um des Menschen willen“. Im Mittelpunkt steht jeder einzelne junge Mensch mit seiner unverrückbaren Würde, seinen Begabungen, Fragen und Entwicklungsmöglichkeiten. Unser Leitgedanke „Weil du so wertvoll bist!“ bringt diesen Anspruch auf den Punkt.
Das übergeordnete Leitbild der Erzbischöflichen Schulen versteht Schule zugleich als pastoralen Raum: als einen Ort, an dem Glaubende und Suchende willkommen sind, christliche Orientierung angeboten wird und Schülerinnen und Schüler Gemeinschaft, Verantwortung, Glauben und Sinnfragen erleben und mitgestalten können. Das katholische Profil ist deshalb kein Zusatz zum „eigentlichen“ Schulleben. Es soll Unterricht, Beratung, Schulpastoral, Gemeinschaft und Verantwortungsübernahme prägen.

Die kirchlichen Grundvollzüge Was das für unsere Schulgemeinschaft bedeutet
Martyria - Glauben bezeugen und reflektieren Wir eröffnen Räume, in denen Schülerinnen und Schüler die christliche Botschaft kennenlernen, Glaubens- und Lebensfragen stellen, Werte reflektieren und eine eigene begründete Haltung entwickeln können.
Leiturgia - Glauben und Leben feiern Gottesdienste, Gebet, Andachten, Wallfahrten und Zeiten der Stille geben Raum für Dank, Klage, Hoffnung, Gemeinschaft und die Frage nach Gott.
Diakonia - Verantwortung übernehmen Christlicher Glaube zeigt sich im Handeln: im Einsatz für Mitmenschen, für Frieden und Demokratie sowie in der Verantwortung für die Schöpfung.
Koinonia - Gemeinschaft leben Schule ist eine Weggemeinschaft. Wertschätzung, Zugehörigkeit, gegenseitige Unterstützung, Teilhabe und das gemeinsame Gestalten des Schullebens gehören deshalb wesentlich zu unserem Profil.

Diese vier Dimensionen gehören zusammen und durchdringen einander. Die folgende Übersicht zeigt, welche Erfahrungen und Entwicklungsmöglichkeiten das katholische Profil für unsere Schülerinnen und Schüler während ihrer Schullaufbahn eröffnet.

Das tägliche Morgengebet – den Tag bewusst beginnen
Jeder Schultag am SJG beginnt mit einem kurzen Morgengebet. Es schafft einen Moment der Unterbrechung, bevor Unterricht und schulischer Alltag beginnen. Schülerinnen und Schüler erleben, dass neben Leistung, Terminen und Aufgaben auch Raum für Dank, Hoffnung, Sorgen, aktuelle Ereignisse und die Frage nach Gott sein darf. Das Morgengebet ist damit eine kleine, aber verlässliche Ausdrucksform unseres katholischen Profils.

Schulpastoral und Gottesdienste
Unser Schulpastoralteam koordiniert und organisiert die Gottesdienste für unsere Schulgemeinschaft und gestaltet gemeinsam mit der Schülerschaft und dem Kollegium regelmäßige spirituelle Angebote im Verlauf des Schuljahres. Dadurch erhalten Gottesdienste, Andachten und weitere religiöse Angebote einen verlässlichen Platz im Schulleben und orientieren sich zugleich an den unterschiedlichen Altersstufen und Lebenssituationen unserer Schülerinnen und Schüler. Bei der Gestaltung unseres gottesdienstlichen Lebens werden wir von der Pfarrei St. Martin unterstützt. In Zusammenarbeit mit Kaplan Dr. Emmanuel-Nonyelum Njoku feiern wir unter anderem Gottesdienste zum Schuljahresanfang, zu Weihnachten, am Aschermittwoch und zum Schuljahresabschluss.
 
Firmvorbereitung in Kooperation mit der Pfarrei - Glauben vertiefen und sich entscheiden
Für interessierte Schülerinnen und Schüler - vor allem aus der Jahrgangsstufe 10, teilweise auch aus der EF - bietet das SJG gemeinsam mit Katechetinnen und Katecheten der Pfarre St. Martin eine Vorbereitung auf das Sakrament der Firmung an. Das Angebot wird auf schulischer Seite durch das Schulpastoralteam begleitet. In den vergangenen Jahren gehörten dazu Firmwochenenden an der Steinbachtalsperre und in Vallendar sowie gemeinsame Veranstaltungen wie ein Versöhnungstag, die Fronleichnamsprozession und monatliche Jugendgottesdienste, die gemeinsam vorbereitet und gefeiert wurden. Die Jugendlichen erhalten so über den Religionsunterricht hinaus Raum für persönliche Glaubensfragen, Gemeinschaft und eine bewusste Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Glaubensentscheidung.

Knotenpunkt Wann/für wen? Was geschieht? Was Schülerinnen und Schüler daraus mitnehmen können
Europäischer Weihnachtsmarkt letzter Donnerstag im November Ein schulweiter adventlicher Höhepunkt: Das Weihnachtsmusical der Jahrgangsstufe 5 sowie Weihnachtsbräuche, Musik und Sprachen aus verschiedenen europäischen Ländern machen kulturelle Vielfalt lebendig und zeigen zugleich die Zusammengehörigkeit und Einheit in Form der Weihnachtsbotschaft. Als katholische Schule stellen wir die Weihnachtsbotschaft ganz in den Mittelpunkt unseres Handelns in allen Dimensionen. Unser Ziel ist es daher, den Europäischen Weihnachtsmarkt in den nächsten Jahren als Schulentwicklungsprojekt auszubauen. Vielfalt als Bereicherung erleben, Europa als Friedens- und Wertegemeinschaft erfahren, Zusammengehörigkeit durch die Weihnachtsbotschaft erleben, gemeinsam gestalten und mit dem eigenen Einsatz anderen helfen.
Rorate-Gottesdienst Adventszeit Ein besonderer Gottesdienst in der Adventszeit. In der von Kerzenlicht geprägten Atmosphäre wird der Schulalltag bewusst unterbrochen und Raum für Erwartung, Hoffnung, Stille und gemeinsames Gebet geschaffen. Advent nicht nur als geschäftige Vorweihnachtszeit erleben, sondern als Zeit der Besinnung, Hoffnung und Gemeinschaft.
Patrozinium/ Josephstag jährlich um den 19. März

Unter dem Leitgedanken „Joseph schenkt uns Zeit – Wir übernehmen Verantwortung“ verbindet das Fest unseres Namenspatrons spirituelle Impulse, gemeinsame Zeit und konkrete Verantwortungsübernahme. Die Ausgestaltung kann von Jahr zu Jahr unterschiedliche Akzente setzen.

Zeit schenken, Verantwortung praktisch übernehmen, Gemeinschaft erfahren und den heiligen Joseph als Orientierungsfigur kennenlernen.
Altenberger Domwallfahrt

jährlich für Jahrgang 6

im Mai/Juni

Ein Angebot unseres Schulträgers: Schülerinnen und Schüler sind gemeinsam unterwegs zum Altenberger Dom und erleben Glauben und Gemeinschaft über die eigene Schule hinaus.

Wallfahrt als Form religiösen Unterwegsseins kennenlernen und Kirche als größere Gemeinschaft erleben.
Dreikönigswallfahrt zum Kölner Dom

jährlich für Jahrgang 10 im September

Ein Angebot unseres Schulträgers: Die Wallfahrt verbindet die Jahrgangsstufe mit dem Kölner Dom als zentralem Glaubensort unseres Erzbistums mit der Dreikönigstradition.

Religiöse Traditionen und Glaubensorte erschließen, Zugehörigkeit zum Erzbistum erfahren und eigene Glaubensfragen reflektieren.
Schwesternfriedhof

dauerhaft im Schulleben verankert; regelmäßige Pflege durch Klassenpatenschaften

Der Friedhof der Schwestern Unserer Lieben Frau erinnert an die Wurzeln des SJG, das 1911 von den Schwestern gegründet wurde. Das 2024 am Josephstag gestartete Projekt „Auf die Wurzeln kommt es an!“ ist heute ein lebendiger Erinnerungs- und Lernort. Klassen übernehmen Patenschaften für Gräber und sorgen regelmäßig für deren Pflege. QR-Codes an den Gräbern machen die Lebensgeschichten der Verstorbenen zugänglich. Der Ort bietet zudem Raum für Erinnerung, Andacht und Ruhe.

Die eigenen Schulwurzeln kennenlernen und Verantwortung für das gemeinsame Erbe übernehmen. Schülerinnen und Schüler bewahren Erinnerung konkret, setzen sich mit Leben und Tod auseinander und erleben: Zukunft braucht Wurzeln.

Jg. Entwicklungsweg Beispiele aus dem Schulleben Was Schülerinnen und Schüler daraus mitnehmen können
5 Ich bin willkommen und wertvoll. Kennenlerntag; Einschulungsgottesdienst; Patenschaften durch ältere Schülerinnen und Schüler; Gemeinschaftstag; spirituelle Angebote; Europäischer Weihnachtsmarkt mit Musical der Jahrgangsstufe 5. Ich erfahre: Ich gehöre dazu. Ich werde als ganze Person gesehen, finde Orientierung in der neuen Schule und erlebe Gemeinschaft und christliche Rituale als einladendes Angebot.
6 Ich entdecke die Welt und meinen Platz darin. Klassenfahrt mit Teambuilding; Altenberger Domwallfahrt als Angebot des Schulträgers; religiöse und kulturelle Lernorte; Forschendes Lernen; erste Verantwortungsaufgaben; Präventionsangebote. Ich entdecke meine Fähigkeiten. Ich erfahre Gemeinschaft als tragfähig und verbinde Lernen mit Begegnung, Glauben und persönlicher Entwicklung.
7 Ich frage: Wer bin ich – was trägt mich? Tage religiöser Orientierung/Besinnung; Prävention; Austausch und Gemeinschaft; Auseinandersetzung mit Werten, Glaubens- und Lebensfragen. Ich bekomme Raum für die großen Fragen. Neben Leistung darf ich über mich, Beziehungen, Werte, Glauben und Lebensziele nachdenken.
8 Ich übernehme Verantwortung für andere und Gesellschaft. Patenschaften für die neuen Fünftklässler; Demokratiebildung und gesellschaftliche Projekte; Berufsorientierung; Engagement im Schulleben. Ich werde vom Begleiteten zum Begleiter. Ich erfahre Selbstwirksamkeit und lerne, Menschenwürde, Demokratie und Verantwortung praktisch zu leben.
9 Ich handle zunehmend selbstständig und verantwortlich. Klassenfahrt; Peer-Angebote; politische und historische Lernorte; Berufsorientierung; digitale Verantwortung; Engagement z. B. in AGs, Sanitätsdienst oder Sporthelfer. Ich kann Verantwortung übernehmen. Meine Fähigkeiten dienen nicht nur mir. Ich lerne Freiheit, Medien, Konflikte und Gemeinschaft verantwortlich zu gestalten.
10 Ich entwickle Haltung und weite meinen Horizont. Besinnungstage; freiwillige Firmvorbereitung in Kooperation mit der Pfarrei (teilweise auch für Schülerinnen und Schüler der EF); Dreikönigswallfahrt zum Kölner Dom als Angebot des Schulträgers; Studien- und Berufsorientierung; europäische und politische Bildung; internationale Begegnungen; Übergang in die Oberstufe. Ich kann begründet Position beziehen. Ich reflektiere Werte, Glauben und Verantwortung und treffe zunehmend eigene, begründete Entscheidungen.

Jg. Entwicklungsweg Beispiele aus dem Schulleben Was Schülerinnen und Schüler daraus mitnehmen können
EF Ich orientiere mich neu: Wer möchte ich werden? Besinnungstage mit unterschiedlichen Zugängen; Glaubensfestival „kommt & seht“ am Freitag nach Fronleichnam als Angebot des Schulträgers; Neuorientierung in der Oberstufe; Berufs- und Studienorientierung; Beratung. Ich bekomme Orientierung statt nur Optionen. Zukunftsplanung wird mit Selbstreflexion sowie Sinn-, Werte- und Glaubensfragen verbunden.
Q1

Ich setze meine Fähigkeiten für andere ein.

Sozialpraktikum; Studien- und Berufsorientierung; zunehmende Verantwortung in SV, AGs, Technik, Sport, Sanitätsdienst, Tutorien und weiteren schulischen Bereichen. Ich erfahre einen Perspektivwechsel. Ich begegne Menschen konkret und reflektiere meine Fähigkeiten, Möglichkeiten und Verantwortung für andere.
Q2 Ich gehe meinen Weg – verantwortlich für mich und die Welt. Studienfahrt; politische und historische Exkursionen; Abschlussphase; Gottesdienst und Abschiedsrituale; Studien- und Berufsentscheidung; Verantwortung als älteste Jahrgangsstufe. Ich verlasse das SJG mit einem inneren Kompass. Bildung bedeutet mehr als Abitur: urteilsfähig, verantwortungsbereit, gemeinschaftsfähig und offen für Sinnfragen leben.