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Lesung: „Magdalena Himmelstürmerin“

Rudolf Herfurtner las am 8. Oktober im Medienzentrum im Rahmen des Käpt’n Book Festivals aus seinem Roman „Magdalena Himmelstürmerin“. Schülerinnen aus der 7c und Schüler aus der 7d ließen sich von ihm in die Lutherzeit versetzen: Magdalena wird nach dem Tod ihres Vaters und ihres Bruders zu ihrer Tante Elsbeth nach Wittenberg geschickt. Ihre Mutter hat ihr Geld für Ablassbriefe ausgegeben statt für einen Arzt und muss Magdalenas Zuhause verkaufen. Wie Magdalena nach Wittenberg gelangt, erfuhren die Zuhörerinnen und Zuhörer aus der Lesung des Romanbeginns.

Zuvor führte der freie Autor kurz in seine Arbeit ein: Jeden Tag begibt er sich in sein Schreibbüro, um zu recherchieren und zu schreiben. Karl Valentins Worte seien ihm dabei stets ihm Ohr: „Es ist alles schon gesagt, aber nicht von allen.“ Dass er überhaupt zum Schreiben gekommen sei, führt er auf den Schmerz in seiner Jugendzeit zurück. Seine Eltern starben, als er 16 war. Die persönliche Ansprache und die eindrucksvolle Schilderung der Zeit vor 500 Jahren zeichneten die Lesung, die von der Öffentlichen Bücherei St. Martin vermittelt worden war,  aus.

 

Welthungerhilfe berichtet über den Südsudan

 „Für eine Welt ohne Hunger“ – dafür setzt sich die Welthungerhilfe ein. Hawa Grund-Djigo informierte unsere Achtklässler sowie einen EF-Religionskurs über die Arbeit der Organisation, die ihren Sitz in Bonn hat, vor allem über die Flüchtlingshilfe im Südsudan. Die Veranstaltung am 6. April 2017 fand im Rahmen der Ausstellung „Zuhause kann überall sein“ statt; Petra Göb, Leiterin des Medienzentrums, hatte sie organisiert.

„Unser Ziel ist es, dass 2030 kein Hunger mehr in der Welt herrscht. Das ist ehrgeizig, das wissen wir“, erläuterte Hawa Grund-Djigo, gebürtige Senegalesin und seit zwölf Jahren in Deutschland. Als Ursachen für den Hunger in vielen Ländern nannte sie Krieg, Gewalt und Dürre – „dagegen können wir Menschen einiges tun“. So unterstützten Entwicklungshilfeorganisationen Länder mit Hilfe zur Selbsthilfe, zum Beispiel mit Trinkwasserversorgung, Saatgutverteilung oder indem sie Anbaumethoden vermittelten. Auch ein Demokratieverständnis zu entwickeln sei ihre Aufgabe, auch wenn man auch von außen die politische Lage nicht ändern könne.

Anhand von Bildern schilderte die Mitarbeiterin der Welthungerhilfe, wie ihre Organisation in einem Flüchtlingscamp im Südsudan aktiv ist. 250.000 Menschen leben dort derzeit, 90 Prozent sind Frauen und Kinder. Sie erhalten Kochgeschirr, Decken, Abdeckplane und Material zum Bau einfacher Latrinen. „Im Camp fühlen sie sich sicher – das ist für uns sehr wichtig“, so Grund-Djigo. Etwa die Hälfte der rund 14 Einwohner des Südsudans sei auf humanitäre Hilfe angewiesen, 2 Millionen Menschen befänden sich dort auf der Flucht. „Manche Länder benötigen unsere Hilfe mittlerweile nicht mehr. Das gibt uns Antrieb für unsere Arbeit.“

Die Klasse 8b unterstützte die Welthungerhilfe mit einem Kuchenverkauf in der Pause vor der Veranstaltung und nahm rund 160 Euro ein. Weitere Aktionen sollen folgen.

 

Zweisprachige Lesung

„Bestimmt wird alles gut“ – mit dieser Hoffnung endet das gleichnamige Buch von Kirsten Boie, aus dem Schauspieler Ferdi Özten am 5. April 2017 vor unseren Sechstklässlern las. Sein syrischer Freund Fayez Alallaf, Student in Siegburg, trug einige Passagen auf Arabisch vor. Petra Göb, Leiterin des Medienzentrums, hatte die Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung „Zuhause kann überall sein“ organisiert.

Der Beschreibung der Flucht einer syrischen Familie aus Kindersicht lauschten die Zuhörer gebannt. Den Wunsch des Vaters: „Ich möchte ein friedliches Leben für meine Kinder“ konnten die Zuhörer gut nachvollziehen. Sie fragten nach den Motiven der Schleuser und teilten ihre Erfahrungen mit fremden Sprachen. Fayez Alallaf stellte sich den Fragen des Publikums zu seiner Flucht und seiner Familie, die noch in Syrien lebt.

Die Idee zur Lesung stammt von „Rheinbach liest“; der Verein hatte wiederum den Kontakt zu Edith Dietzler-Isenberg hergestellt, die das Projekt mit den beiden Vorlesern angestoßen und schon viele Lesungen organisiert hat. Sie ist Lehrerin an der Katholischen Grundschule in Niederkassel.

„Zuhause kann überall sein“

Das Medienzentrum präsentiert bis zu den Osterferien eine Medienausstellung zum Thema „Zuhause kann überall sein“. Eine Gruppe von Müttern hat gemeinsam mit Petra Göb Bücher, Filme, Publikationen, Karten und Flyer sowie Unterrichtsmaterialien zusammengestellt, das sich mit dem Thema Flucht aus verschiedenen Perspektiven und auf verschiedene Art und Weise beschäftigen.

Begleitend dazu werden Betroffene über ihre eigene Flucht erzählen und Fragen beantworten – dazu können mit Petra Göb Termine vereinbart werden. Die Mitarbeiter des Medienzentrums lesen nach Absprache Klassen aus den Büchern vor und zeigen Kurzfilme.

Für die Klassen 6 wird es am 5. April eine zweisprachige Lesung zum Buch „Bestimmt wird alles gut“ von Kirsten Boie geben. Am 6. April ist die Welthungerhilfe zu Gast, dazu sind die Klassen 8 eingeladen.