First Steps: How to make friends abroad – Englandaustausch mit der Mount School in York

York2014_Koeln_GruppenbildAuch wenn der November meist nicht die angenehmste Jahreszeit für einen Englandbesuch ist, machten sich einige Schülerinnen der Jahrgangsstufen 8 und 9 in diesem Schuljahr wieder auf den Weg dorthin. Die ersten Kontakte zwischen den Partnerinnen erfolgten teilweise bereits kurz nach den Sommerferien durch E-mails und soziale Netzwerke. Und am 7. November war es dann endlich soweit: Das Abenteuer „Auslandsaufenthalt“ konnte seinen Lauf nehmen! Es begann eine Zeit voller neuer und ungewohnter Erlebnisse für die Schülerinnen. Die englischen Gastfamilien haben es auch diesmal wieder geschafft, unseren Schülerinnen das Gefühl zu geben, willkommen zu sein. Und unsere Schülerinnen haben gezeigt, wie offen sie für Neues sind und wie zuverlässig und selbstständig, wenn es darum geht, Verabredungen einzuhalten. „Ich freue mich schon sehr auf den York Austausch.“ (Linda Mahlberg, 9c)

Die Woche begann für uns mit einem Spaziergang durch York. Mr Roy Howard, der mittlerweile 92 Jahre alt ist und sich freut, wenn er mal ein paar Worte Deutsch sprechen kann, führte uns durch einen Park, wo er uns Reste von Gebäuden aus der Römerzeit zeigte. Dann ging es über die alte Stadtmauer – vorbei an der York Cathedral – bis in den mittelalterlichen Stadtkern von York. Danach konnten die Schülerinnen die Stadt auf eigene Faust erkunden. Der erste Tag endete für alle Schülerinnen später mit einem Feuerwerk, das zur Erinnerung an Guy Fawkes organisiert wird, und den rätselhaften „Games in the dark“. Unter den Schülerinnen ging das Gerücht herum, dass man unbedingt Kleidung zum Wechseln brauchte, weil man nass und dreckig werden könnte. Darauf waren wir nun nicht unbedingt vorbereitet! Am Ende war es aber doch ein großer Spaß für alle.

Dann folgte das Wochenende, welches die Schülerinnen alleine in ihren Gastfamilien verbrachten. Hier wurden auch die anfänglichen Berührungsängste und Schwierigkeiten, sich miteinander zu verständigen, langsam überwunden. Die begleitenden Lehrer Herr Cordes und Frau Bank warteten glücklicherweise vergeblich auf verzweifelte Notfall-Anrufe wegen Heimwehs. „Zum Glück war meine Familie sehr nett und so legte sich das ‚Komisch-sein‘ sehr schnell. Unter anderem hat mir der Tagesausflug nach Scarborough am besten gefallen, vor allem weil so gutes Wetter war. Ich fand aber auch die ‚Bonfire Night‘ sehr schön. Teilweise hätte ich mir etwas mehr Zeit gewünscht, zum Beispiel als wir in York selber waren. Und es war sehr schade, dass wir schon nach einer Woche gefahren sind, denn ich hatte mich gerade erst eingelebt.“ (Sigrid Neffgen, 8b)

Für den Montagvormittag war ein Museumsbesuch für die deutsche Austauschgruppe geplant. Mitten in der Stadt York liegt das Yorvik Viking Centre, das seine Besucher in das York der Eisenzeit entführt. Die Schülerinnen konnten das Alltagsleben, den Handel und das Handwerk der Wikinger anschaulich erleben. Der Nachmittag wurde in der Schule zusammen mit den Partnerinnen in den Unterrichtsstunden verbracht. Der nächste Tag bot mit einem Ausflug nach Scarborough („a typically British seaside-town“) ein Highlight der Woche. Die Gruppe wanderte bis zum Strand, wo es Fish’n‘Chips für alle gab. Das Essen wurde erfolgreich gegen sehr hungrige Möwen verteidigt! Und auch diesmal trauten sich wieder einige Schülerinnen barfuß ins schon eiskalte Nordseewasser. (Things that don’t kill you make you stronger!)

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Danach ging es den Hügel herauf zu einer kleinen Burg. Dort erwartete die Schülerinnen eine herrliche Aussicht auf das Meer – bei sonnigem und vergleichsweise warmem Herbstwetter. Vermutlich hat dieser Tag auch letzte Zweiflerinnen überzeugt: England is beautiful! Und gegen vier Uhr waren alle wieder in der Schule, um von ihren Partnerinnen abgeholt zu werden. „Im Großen und Ganzen finde ich den Austausch sehr gelungen. Insbesondere den ‚Day trip to Scarborough‘ und dass wir eigentlich immer – wenn auch nur kurz – Zeit zum Shoppen hatten und uns die Stadt anzugucken.“ (Miriam Schaefer, 8d)

Der Mittwoch war unser letzter Tag in York. Die Schülerinnen erlebten morgens noch einmal den englischen Schulalltag und nach dem gemeinsamen Mittagessen in der schuleigenen Mensa waren sie zusammen mit ihren englischen Partnerinnen bei der Bürgermeisterin von York zum Empfang eingeladen. Nachdem sie uns im Namen der Stadt York freundlich begrüßt hatte, konnte die Gruppe einen Rundgang durch das alte Rathaus von York machen. Hier gibt es außer dem Ratssaal noch mehrere kleinere Räume mit historischen Gemälden, einem Kamin und einem feierlich gedeckten Tisch zu sehen. Eine Schülerin der Mount School durfte sich sogar eine kostbare Kette umhängen, die sonst nur Würdenträger aus dem Rathaus tragen. „Die Menschen waren alle super nett, und haben alle immer ‚Bitte‘, ‚Danke‘ und ‚Entschuldigung‘ gesagt, woran man sich erst mal gewöhnen musste, was aber relativ schnell ging. Alles was wir dort gesehen haben, war einzigartig und ich freu mich echt beim Austausch dabei gewesen zu sein.“ (Nicole Metzler, 9a)

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Und dann kam schon der Donnerstag, unser Rückreisetag nach Rheinbach. Da hieß es nach einer kurzen und sehr gefüllten Woche wieder Abschied nehmen. Um 10 Uhr schon holte uns der Bus an der Schule ab und es ging zurück zum Flughafen, wo wir vor einer Woche voller Spannung und Vorfreude angekommen waren. Die Stimmung der Schülerinnen war gemischt: Einige sagten, dass sie sich gerade erst richtig eingelebt hätten, und nun sei schon alles wieder vorbei. Aber die Freude auf die eigene Familie verdrängte dann letztlich doch die Enttäuschung darüber, dass die Woche so schnell verging.

Vom 20. bis 27. März 2014 hieß es dann wieder einmal „Welcome to Rheinbach”. Die 18 Schülerinnen der Mount School aus York, Großbritannien, besuchten ihre deutschen Partnerinnen aus den Klassen 8 und 9 des Erzbischöflichen St. Joseph–Gymnasiums. Anfängliche Annäherungsschwierigkeiten gab es diesmal kaum, weil die deutschen Schülerinnen ja bereits im November in York waren und versucht haben, regelmäßigen Kontakt zu ihren Partnerinnen zu halten. Somit kannten sich die Schülerinnen schon ganz gut und so konnten die Rheinbacherinnen ihre englischen Gäste nach der Ankunft mit der Schule und dem Ort bekannt machen. Noch am Vormittag des ersten Tages wurde das Rheinbacher Rathaus besucht und es folgte die Bekanntmachung mit Bürgermeister Stefan Raetz.

Nach einem erlebnisreichen Wochenende in den Familien, ging es dann am Montag nach Köln. Nach dem Besuch des Kölner Doms und des WDRs folgte die lang erwartete Besichtigung der Kölner Innenstadt. An den folgenden Tagen standen dann noch die Besuche im Haus der Geschichte und im Beethoven-Haus in Bonn an. Auch die Besichtigung der dortigen Süßwarenfabrik durfte natürlich nicht fehlen. Somit gestaltete sich der Rückbesuch der Engländerinnen – begleitet durch die Kolleginnen Mrs Thompson und Mrs Snell – ebenfalls als sehr harmonisch und erfolgreich. Dies hatte sich ja schon im November abgezeichnet, als die Gruppe des St. Joseph–Gymnasiums die englische Stadt York besucht hattee.

Abschließend möchten wir uns bei allen bedanken, die zum Gelingen des diesjährigen Austausches beigetragen haben: vor allem bei den Schülerinnen, von denen ja einige in der Austauschwoche auch noch den Lernstand 8 hinter sich gebracht haben, den Eltern sowie den englischen Gastfamilien und den Kolleginnen Mrs Thompson und Mrs Snell.

F. Cordes und G. Bank

 

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