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Ausgewogen, vielseitig, traditionsbewusst – SJG-Schüler in Ungarn

Viele Menschen können sich unter dem Land Ungarn nichts Explizites vorstellen, doch die Schülerinnen und Schüler des Sankt Joseph-Gymnasiums in Rheinbach waren in Form eines Schüleraustausches unter der Leitung von Geschichtslehrer Johannes Wagner und Deutschlehrer Bernhard Vogt dort und haben sehr viele neue Eindrücke erhalten und eine neue Kultur kennengelernt.

Die Schülerinnen und Schüler hatten sich - neugierig auf ein völlig fremdes Land - auf etwas komplett Neues eingelassen. „Dass die ungarische Schule viel Zeit in Anspruch nehmen würde, war uns klar, doch außerschulische Aktivitäten und Unterricht waren sehr ausgewogen und vielseitig gestaltet und auf einander abgestimmt", war die SJG-Delegation begeistert von den vielen Facetten Ungarns, die sie kennenlernen und leben konnten.

Im Rahmen des von dem ungarischen Piaristengymnasium gestalteten Programms fuhren die Schülerinnen und Schüler nach Budapest und besichtigten die vielseitigen Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt Ungarns. Die Rheinbacher erzählten ihren Eltern am Telefon begeistert, was sie über das Parlament, den Heldenplatz und die Stephansbasilika gelernt hatten.

Weitere, von der Schule organisierte Programmpunkte waren die Führung im Mercedes- Benz-Werk Kecskemét, der Besuch einer Pferdeshow in der Puszta und die Besichtigung des Wasserwerkes inklusive Besteigung des 65 m hohen Wasserturms Kecskeméts.

Nicht nur die Schule hatte unter Federführung von József Talmácsi, Chefbetreuer des Austauschprojektes mit dem SJG, ein Programm zusammen gestellt, auch die Gastfamilien hatten sich Gedanken gemacht, um ihren Gästen ihr Land über schulische Arbeit und touristische Trivialität hinaus näherzubringen. „Ich hätte niemals erwartet, solch vielseitige und gleichermaßen interessante Tage zu erleben", war Pauline Rötzheim (Jgst. 11) ausserordentlich dankbar für die Herzlichkeit und Fürsorge der Gastfamilie. „Meine Gastfamilie hat mich behandelt, als würde ich zur Familie gehören, sie waren alle freundlich zu mir und wollten immer mein Bestes, sie haben alles Erdenkliche für mein Wohlbefinden getan.“

Die deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Austausches waren alle sehr froh, mitgemacht zu haben, und werden alle noch einmal wieder nach Ungarn kommen wollen. Jakob Alberts (Jgst. 10) korrigierte seine Erwartungen „Ich habe mir das Land weniger traditionell vorgestellt und hätte niemals damit gerechnet, auf so viel interessante Kultur zu treffen". Alle haben ungarische Besonderheiten auf viele verschiedene Weisen kennengelernt, zum Beispiel durch ungarische Spezialitäten, wie gulyás, kürtöskalács (Teighörnchen), rétes (Strudel) und halászlé (Fischsuppe) oder durch ungarische Feste, wie das Palacsinta Fesztivál und das Csoki Fesztivál, auch haben sie einige Worte der ungarischen Sprache kennengelernt und können jetzt einfache Dinge, wie „köszönöm“ (Danke), „szivesen“ (Bitte) oder „jó étvagyat“ (Guten Appetit), sagen. Die deutschen Schülerinnen und Schüler beschrieben das ungarische Leben nach dem Austausch als sehr traditionsbewusst, wenn auch nicht veraltet, sondern eher mit einer Tendenz zur Überbetonung neuester Technologien.

„Wir habe eine neue Kultur kennenlernen dürfen und sind sehr dankbar für diese schöne Zeit in Ungarn. Es war eine gute Erfahrung für unser Leben und wir werden diese lehrreiche Zeit hier mit den sehr herzlichen ungarischen Menschen niemals vergessen", stellt Xenia Duda-Dudynska (Jgst. 11) stellvertretend für die ganze Rheinbacher Gruppe fest.

Alle am Austausch nach Ungarn beteiligten Schülerinnen und Schüler freuen sich schon, ihre ungarischen Austauschschülerinnen und Austauschschüler im Sommer bei sich begrüßen zu dürfen und ihnen die deutsche Kultur zu zeigen, so wie ihnen die ungarische Kultur gezeigt wurde.

 

Laura-Leonie Fichna (Kl. 9a)