Nie mehr Alkohol, nie mehr Heroin!

Wolfgang Kiehl, ehemaliger Leistungssportler und Rugby-Bundesligaspieler, sprach am 13. September 2017 zu und mit Schülern unserer 8. Klassen über seine Heroinsucht – zunächst in Form eines Vortrags, dann innerhalb einer Fragestunde. Die Veranstaltung war Bestandteil der  Suchtprävention für die Achtklässler. Kiehl erzählte vom schlechten Verhältnis zu seinen Eltern und seinem Auszug aus der elterlichen Wohnung im Alter von 16, die „wie eine Befreiung“ für ihn gewesen sei. Der Kontakt zu anderen Sportlern – er spielte auch Handball und Fußball – reichte ihm nicht. „Ich habe Leute gesucht, die anders ticken“; solche Menschen fand er und geriet immer tiefer ins Drogenmilieu.

Mit 14 hatte Kiehl begonnen zu rauchen, mit 15 Alkohol zu trinken, dann kam das Kiffen hinzu, es folgten LSD und Heroin. Dank einer Langzeittherapie hat er den Entzug geschafft – Alkohol und Tabletten sind für ihn jetzt tabu, denn er will sich von jeglichen Suchtmitteln fernhalten.

Kiehl stellte den Schülerinnen und Schülern vor, welche Auswirkungen Drogen haben. Es seien eben nicht nur die vermeintlich positiven wie höhere Konzentration und Kreativität, sondern auch deren Gegenteil könne eintreten. Wie ein LSD-Trip denn aussehe, wollten die Schüler wissen. „Du siehst Sternschnuppen oder Bäume beginnen zu sprechen“, erläuterte Kiehl. „Das Problem ist, wenn du nicht mehr sehen willst, was du siehst, oder nicht mehr hören willst, was du siehst, kannst du es nicht abschalten.“

Er warnte die aufmerksamen Zuhörer vor möglichen bleibenden Schäden, die er zum Glück nicht davongetragen habe. Auch gegen das angesagte Shisharauchen sprach Kiehl sich aus. „Irgendwann reicht euch das dann nicht mehr, es wird langweilig, ihr wollt etwas anderes ausprobieren.“

Ob er noch Kontakt zu den alten Freunden habe, war eine weitere Frage der Schüler. „Die liegen fast alle unter der Erde.“ Den Schülern gefiel der flapsige Ton Kiehls; sie hörten gut zu, welche Gefahren mit Drogen verbunden sind und wie radikal Kiehl alles ablehnt, was deren Konsum erleichtern könnte.

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