Forsch und forschend

Vor einer großen Zuhörerschar präsentierten die 28 Teilnehmer des „Forschenden Lernens“ am 20. Juni 2017, womit sie sich im vergangenen halben Jahr auseinandergesetzt haben. An Stellwänden und Infoständen informierten sie die Gäste oder hielten selbstbewusst Vorträge.

Nach einer Einstimmung durch das Junge Orchester unter der Leitung von Michael Küßner stellten die Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 6 und 7 ihre Forschung vor. Ein Teil der Gruppe hatte sich mit englischer oder französischer Sprache, Literatur und Lebensweise beschäftigt. So bot der Roman „Le Secret de Monsieur Wang“ diverse Möglichkeiten der Auseinandersetzung – unter anderem mit dem Thema Zuwanderung und Integration. Frank Rollmann, der mit den Schülerinnen Angelina Namislo, Amelie Busch und Esther Fink gearbeitet hatte, zeigte sich erfreut über deren hohe Motivation.

Auch Gabriele Pesch, die gemeinsam mit Helmut Gaßmann das „Forschende Lernen“ organisiert, hebt die Begeisterung der Schülerinnen und Schüler hervor, die ihnen besonders kurz vor der Präsentation einen Energieschub verliehen habe.

Die Gäste konnten einiges über Sherlock Holmes und die Sehenswürdigkeiten in London erfahren und lernten, dass die britische Küche doch besser sei als ihr Ruf, was auch am von Lena Grammes selbst gebackenem Shortbread zu schmecken war. Außerdem erfuhren sie durch den Vortrag von Lena Knoop, welchen Fragen sie sich in Bezug auf den Roman „Bob – No Ordinary Cat“ gestellt hatte.

Die Schülerinnen und Schüler, die mit Helmut Gaßmann oder Heribert Wald im naturwissenschaftlichen Bereich geforscht haben, zeigten Experimente und erläuterten ihre Forschung anhand von Postern im persönlichen Gespräch. Der Einfluss der Massentierhaltung auf das Trinkwasser war beispielsweise Thema der Arbeit von Thoralill Quadflieg. Caroline Schwierznik und Anna Nolden beschäftigten sich mit Schlammwasser-Filtration, um die Qualität verschiedener Filter zu untersuchen, während Henrike Czekala und Miriam Holzapfel trüben Apfelsaft zentrifugierten. Miká Rönn sprach unterstützt von einer Powerpoint-Präsentation über die Destillation von Kupfersulfat. Frieda Otremba hatte sich historischen Klebstoff vorgenommen und verbrannte Birkenrinde, um nur einige Beispiele zu nennen.

Den Abschluss bildete die Präsentation von Katja Krancke und Anna Hanßen über ihre Forschung zur Nord- und Ostsee. Sie erklärten unter anderem, wie Wellen entstehen, und verglichen den Salzgehalt der beiden Gewässer. Ihre Meer- und Strandfotos schufen Urlaubsstimmung an dem heißen Sommerabend.

Im nächsten Schuljahr werden wieder Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 6 und 7 am „Forschenden Lernen“ teilnehmen, zusätzlich wird es parallel zum Projektunterricht einigen Achtklässlern angeboten – mit gesellschaftswissenschaftlichem und künstlerischem Schwerpunkt.

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