Begeisterte Jung-Chemiker

chem-olympDie zweite Runde der Internationalen Chemie-Olympiade haben sie absolviert, jetzt warten Celia Hartmann, Fabian Ketter, Viola Merk (alle Stufe 12), Marvin Alberts und Kieran Didi (beide Stufe 11) auf die Ergebnisse der Klausur und hoffen auf das Erreichen der dritten Runde.

Alle fünf haben sich in ihrer Freizeit mit Begeisterung den Aufgaben gewidmet, mit denen sie sich für die Klausur vorbereiten konnten. „Selbstständig zu recherchieren und die Aufgaben zu lösen, hat mir großen Spaß gemacht, berichtet Celia. Diese Eigen-initiative bringt mir auch viel für den Unterricht.“ Viola schätzt das themenübergreifende Arbeiten und die Herausforderung: „Die Aufgaben gehen weit über das, was wir im Chemieunterricht machen, hinaus.“ Kieran ergänzt: „Bei der Chemie-Olympiade kann ich freie Kapazitäten nutzen, die im Unterricht nicht belegt sind.“

Schulleiter Michael Bornemann lobt das Engagement der jungen Wissenschaftler: „Man darf zeigen, dass man gut ist! Es wäre schön, wenn ihr als Ansprechpartner für jüngere Schüler fungieren könntet und sie ermutigt, ebenfalls an Wettbewerben teilzunehmen.“

Heribert Wald, der einige der Teilnehmer im Fach Chemie unterrichtet und ihnen den Wettbewerb nahegelegt hat, erklärt: „ Die Aufgaben könnte kein Student am Ende des Grundstudiums so aus dem Stegreif beantworten – man muss schon sehr gut sein und viel Engagement zeigen, um an der Olympiade erfolgreich teilnehmen zu können. Allein etwa 20 bis 30 Stunden müssen investiert werden, um die Aufgaben in der ersten Runde zu bearbeiten.“ Es ging darum, den Zusammenhang zwischen steigender CO2-Konzentration – verantwortlich für den Klimawandel – und der Kalkbildung durch Meereslebewesen zu verstehen. Ein weiteres Aufgabengebiet der ersten Runde bezog sich auf leuchtende Meerestiere und Farbstoffe.

In Nordrhein-Westfalen nahmen 324 Schüler die Herausforderungen der ersten Runde an, wovon sich 184 Nachwuchs-Chemiker für die zweite Runde qualifizierten, darunter die fünf Kandidaten unserer Schule. Die 20 Besten aus Nordrhein-Westfalen nehmen schließlich an einem mehrtägigen Landesseminar im Februar 2017 teil, wo sie mit Vorträgen und Übungen im Fach Chemie aus- und weitergebildet werden. Die Vortragenden sind zumeist ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Olympiade und reichen von Studierenden und Promovierenden bis hin zu Universitätsdozenten. Bestandteil der dritten Runde sind auch zwei Klausuren von jeweils vier Stunden.

Die vier besten Teilnehmer deutschlandweit werden dann in einer vierten Runde in Kiel ermittelt. Sie vertreten unser Land bei der Siegerrunde der Internationalen Chemie-Olympiade 2017 in Bangkok reisen. Ob einer unserer fünf dabei sein wird?

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