In alle Himmelsrichtungen: Studienfahrten der Stufe 12

Reisen bildet: In der Woche vor den Herbstferien, d.h. in der ersten Oktoberwoche, waren unsere Leistungskurse der Jahrgangsstufe 12 auf Studienfahrt.

frankreich2Der Französisch-LK, der kleinste Kurs, war mit Frank Rollmann – natürlich – in Frankreich unterwegs. Von Antibes aus wurde die Côte Azur bereist: Monaco, Nizza, Grasse und St. Tropez. Weitere Ziele waren die Verdun-Schlucht und Avignon. Neben monumentalen Bauwerken wie das Fort-Carré in Antibes, der Palais du Prince in Monaco oder der Papstpalast in Avignon hinterließ die Promenade in Nizza bleibenden Eindruck. „Dort stand ein riesiger Pavillon voll mit Kerzen, Kuscheltieren, Kreuzen und Fahnen. Auch Plakate mit Sprüchen hingen dort zum Gedenken an die Anschläge im Sommer. An der Strandpromenade war ein abgesperrter Fußgängerbereich, wo Erinnerungsstücke an die Verstorbene hingelegt worden waren. Das warfrankreich1 ein sehr bedrückendes Bild für uns alle“, berichtet Stephanie Gröschl. Neben den Referaten auf Französisch kamen auch Gespräche mit Einheimischen nicht zu kurz.

Ulla Sassen-Breuer, Tina Kressel und Dr. Helmut Gaßmann leiteten die Fahrt der Leistungskurse Biologie und Erdkunde in die Toskana. Die 30 Schülerinnen und Schüler hatten ihr Quartier in Viareggio an der Versiliaküste aufgeschlagen. Unter geografischem und kulturhistorischem Schwerpunkt besichtigte die toskana2 Gruppe die Städte Lucca und Siena. Geografie und Biologie standen bei der ganztägigen Schiffstour entlang der Cinque Terre im Vordergrund – Delfinsichtung inklusive! Beim letzten Ausflug, einer Trekking-Tour durch die Apuanischen Alpen stand der Aspekt der Landschaftszerstörung durch den Marmorabbau im Vordergrund.

Das Fazit der Kursfahrt nach Venedig, zu dem der LK Geschichte mit Daniela Roggendorff aufgebrochen war, lautet: „ Man kann gar nicht sagen, was an der Fahrt am besten war, alles war toll. Die Fahrt war ein Gesamtkunstwerk“, so venedigJana Greßnich. Dazu zählten auch ein Besuch auf der Insel Murano und des Markusdoms, der Gemäldegalerie Academia sowie Gondelfahrten.

In eine ganz andere Himmelsrichtung zog es den Deutsch-LK von Barbara Haas sowie den Mathe-LK von Beate Hoffmann – wenn auch mit zweistündiger Verspätung des Busses, der nach vier Stunden Fahrt dann auch noch kaputt ging. Weit nach Mitternacht kamen die Schülerinnen und Schüler dann aber doch in Prag an. Durch eine Stadtführung und die Besichtigung der Prager Burg erfuhren die Schülerinnen und Schüler viel über die Geschichte Prags. Während der Deutsch-LK sich später in die Braukunst (und Biergenuss) einweisen ließ, besuchte der Mathe-LK die Skoda-Werke. Am letzten Tag besuchte die gesamte Reisegruppe das Konzentrationslager Theresienstadt. „Es war sehr interessant, aber auch schockierend zu sehen, wie in dieser Zeit mit Menschenleben umgegangen wurde“, urteilte Nina Piontek. So wichtig dieses Erlebnis auch war, sollte es doch nicht den Abschluss der Fahrt bilden. „Daher stand abends noch Tanzen in der größten Disco Europas auf dem Programm“, berichtet Luisa Kamradt.

Die beiden Englisch-Leistungskurse von Waltraud Nestler und Bernhard Vogt statteten London einen Besuch ab – und begeisterten mit ihrem Wissensdurst die Referenten. Aber auch die Schülerinnen und Schüler selbst hielten sich gegenseitig Referate, um sowohl die Fahrt als auch ihr Wissen mit Blick aufs anstehende Abitur zu bereichern. Sie lernten viel über das Leben Henry VIII im Hampton Court Palace, besuchten die National Portrait Gallery und erhielten eine Vorlesung in der Bank of England. Glaspalast The Crystal erfuhren sie, was in der Stadt der Zukunft alles möglich ist. Eine Fahrt mit dem London Eye durfte natürlich auch nicht fehlen. (Klicken Sie zum ausführlichen Bericht)

Die kürzeste Anreise hatte der Biologie-LK von Cornelia Otremba: Die … Schülerinnen und Schüler nahmen den Zug nach Hamburg und verbrachten dort hamburg2 hamburg1eine ereignisreiche Woche. Im Zentrum standen biologische Fragen – wie beim Ausflug in Hagenbecks Tierpark, bei dem ein Referent Fragen der Evolution beleuchtete, beim Besuch von Greenpeace oder bei der Fahrt nach Helgoland. Was wäre allerdings ein Hamburg-Trip ohne Fischmarkt, Hafenrundfahrt und Musical? Hinzu kam noch der Spaziergang durch den alten Elbtunnel.

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