Alle motiviert: Juniorakademie

img_3765„Solch ein Angebot würde ich auf jeden Fall wieder annehmen“, urteilt Mendel Balog, nachdem er im August dieses Jahres die Deutsche Juniorakademie besucht hat. Daran darf jeder allerdings nur einmal teilnehmen. Die Erfahrungen, die der Neuntklässler unserer Schule in diesem Sommercamp für besonders Begabte gemacht hat, möchte er nicht missen. Elf Tage lang beschäftigte er sich auf Schloss Loburg in Ostbevern, das eigentlich ein Gymnasium samt Internat des Erzbistums Münster beherbergt, mit Nanotechnologie. Dass der Kurs in Englisch stattfand, stellte für ihn keine Schwierigkeit dar, schließlich besucht der 15-Jährige bereits einige Wochenstunden des Englisch-Leistungskurses von Gabriele Pesch, die ihn auch für die Juniorakademie vorgeschlagen hatte.

Als Vorbereitung auf den Kurs hatte Mendel einen Vortrag vorzubereiten. Unter dem Titel „What is Nanotechnology?“ präsentierte er 18 weiteren Jugendlichen, was er erarbeitet hatte. Mit den anderen Kursteilnehmern setzte er sich mit Themen wie dem Einsatz von Nanopartikeln in der Medizin, Biologie, Chemie und Elektrotechnik ausein-ander. Es gab viel Zeit für Experimente und das selbst-ständige Arbei-ten anhand von Materialien. Zum Abschluss bereiteten die Jugendlichen eine Präsentation auf Englisch für ihre Eltern vor. „Bei der Akademie waren nur gute und motivierte Schüler“, berichtet Mendel, „es hat Spaß gemacht, mit ihnen zusammen auf Universitätsniveau zu lernen.“ Außerdem sei die Stimmung sehr gut gewesen, „alle waren miteinander befreundet“. Dazu trugen auch die abendlichen Veranstaltungen bei – Sport, Musik oder ein Ungarischkurs, den Mendel mit großer Freude anbot.

Für Gabriele Pesch, Koordinatorin Individuelle Förderung, ist die Teilnahme von Schülern an Akademien ein wichtiger Baustein der Begabtenförderung, die mit dem Programm „Forschendes Lernen“ für die Jahrgangsstufen 7 und 8 weiter ausgebaut werden soll.

Die Deutschen JuniorAkademien (DJA) bieten talentierten Jugendlichen aus der Sekundarstufe I jedes Jahr intellektuelle Herausforderungen, die weit über den Schulstoff hinausgehen. Jede Schule innerhalb Nordrhein-Westfalens darf zwei Schülerinnen oder Schüler vorschlagen. Nach sechs Jahren haben wir zum ersten Mal jemanden schicken dürfen. Die Koordination erfolgt durch das Zentrum für Begabungsförderung in Deutschland.

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