Positive Erfahrungen im Praktikum

zeichnung1180 Schülerinnen und Schüler der  Jahrgangsstufe 11 (Q1) des St. Joseph-Gymnasiums (SJG) und des Vinzenz-Pallotti-Kollegs (VPK) absolvierten im Januar 2016 ein Berufs- bzw. Sozialpraktikum. Die Teilnahme am dreiwöchigen Praktikum ist für jede Schülerin und jeden Schüler der Q1 verpflichtend und zielt auf die Förderung von sozialer Verantwortung und sozialem Engagement. Dabei stand den Schülern des VPK ein breites Spektrum von Praktikumsplätzen zur Auswahl, welche interessenbedingt ausgewählt werden konnten. Die Schülerinnen des SJGs wählten ausschließlich zwischen Institutionen, die einem sozialen Aspekt verpflichtet sind – wie Seniorenheimen, Kindergärten oder Krankenhäusern.

01 Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt - Tom Georgi

Tom Georgi am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Köln-Porz

Frühzeitig wurden den Schülerinnen und Schülern von Frank Rollmann (VPK) und Elke Nettersheim-Bell und Martin Stoffel (SJG) über den Ablauf des Sozialpraktikums informiert, sowie mit Vorschlägen für verschiedene Einrichtungen versorgt, die in der Umgebung von Rheinbach für ein Praktikum infrage kamen. Jedem Schüler wurde ein betreuender Lehrer zugeteilt, der im Laufe der Arbeitszeit die Einrichtung besuchte, um sich einen Überblick über die Arbeitsbedingungen, Meinungen und Zufriedenheit der Schülerin zu verschaffen.

Für drei Wochen übernahmen die Schülerinnen und Schüler die Rollen von Immobilienmaklern, Architekten, Guides im Haus der Geschichte, Bankiers, Kindergärtnern oder Apothekern. Einige Schülerinnen und Schüler betätigten sich in Seniorenheimen, in Krankenhäusern oder in Grundschulen.

02 Fabian Ketter mit Dr. Matthias Kolbe - Institut für Materialphysik im Weltraum (DLR)

Fabian Ketter bei Dr. Matthias Kolbe im Institut für Materialphysik im Weltraum (DLR)

Die Möglichkeit eines Praktikums wird den Schülern geboten, damit diese neue Erfahrungen machen, lernen Verantwortung zu übernehmen und Einblicke hinter die Kulissen alltäglicher Berufe zu gewinnen. Viele Berufe, von denen man nur im Vorübergehen Notiz nimmt, stellen sich als komplizierter und weitaus stressiger heraus, als man es erahnt hätte.

Besonders als Schülerin oder Schüler kann man sich nur schwer vorstellen, wie viel Vorsicht, Geduld und Kreativität man im Berufsleben aufbringen muss. Das Lob über die exakt abgewogene Menge des Nährmediums im Institut für Tierwissenschaften kann schnell in das Gegenteil umschlagen, indem man mit einer Armbewegung sämtliche Behälter herunterwirft und die gesamte Arbeit damit zunichte macht.

03 Julius Kaufmann - bluenet dat GmbH

Julius Kaufmann konfiguriert Festplatten bei der Firma blue-net data in Rheinbach

Der Beruf des Seniorenpflegers stellte eine weitaus größere Herausforderung dar, als es scheint. Es ist nicht immer einfach, ein Gespräch mit  Senioren zu führen: man wird als Sohn erkannt, gemeinsame Erinnerungen werden erzählt, welche zusammen nie erlebt wurden. „Ich fand die Zeit, die ich hier verbracht habe, sehr schön. Mir hat es viel Spaß gemacht, mit den Bewohnern Zeit zu verbringen, und ich war überrascht, was trotz des Alters und zunehmender Demenz noch alles in ihnen steckt,“ war Hannah Grüne, Praktikantin im St. Josef Seniorenhaus Meckenheim, begeistert von den Senioren.

Obwohl die Schülerinnen und Schüler mit nervenauftreibenden Kunden in einer Immobilienfirma, dem unverhofften Eintritt in eine Leichenhalle eines Krankenhauses oder anstrengenden Kindern im Kindergarten konfrontiert wurden, waren die abschließenden Urteile größtenteils positiv.

04 Mark Riediger - Bank

Mark Riediger bei der Sparda-Bank Filiale Duisdorf

In einer informellen Befragung konnten zwei Schülerinnen und zwei Schüler als Fazit klar sagen, dass ihre Praktika in einer Internetfirma für die Bundeswehr, in einem Labor im Bereich für Tierwissenschaft, im Krankenhaus Euskirchen und in einer Grundschule Meckenheim nicht ihren Berufsvorstellungen entsprachen. Fünf von zwanzig befragten Schülerinnen und Schülern stellten nach Abschluss des Praktikums für sich fest, dass die Institution, in der sie drei Wochen arbeiteten, genau dem entsprach, was sie sich für ihre spätere berufliche Karriere ausgemalt hatten. Für die meisten Schülerinnen und Schüler war das Praktikum als Jahresauftakt eine schöne Zeit, welche im Vergleich zum normalen Schulalltag als sehr angenehm empfunden wurde, selbst wenn das Arbeitsfeld nicht den Vorstellungen vom Traumberuf entsprach. Drei Schülerinnen ziehen in Betracht, ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Einrichtung ihres Praktikums zu machen.

Felicia Stahlhut mit Helene Pakleppa (Leistungskurs Deutsch 11)

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Finden Sie im Folgenden die individuellen Eindrücke und Erfahrungen einzelner Schülerinnen und Schüler:

Grüne Hannah – Deutsch – Reportage über Sozialpraktikum im Seniorenheim

Pakleppa Helene Skizze

Riediger Mark – Reportage für den Deutsch LK

Gesamtbeitrag im pdf-Format:
Stahlhut Felicia BerichtSozialpraktikum pics + Anhänge

 

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