Ausflug in das „Wissenschaftscafé“

DSCN9721Außerschulische Lernorte – da fehlt man im regulären Unterricht, weil man sich einmal mit dem „Leben danach“ (….. dem Abitur) und den wichtigen Dingen beschäftigt, die, zwar zum Fach gehören, aber doch in der Schule meist nicht ohne Weiteres bearbeitet werden können. So geschehen am Freitag, 12. Februar, an dem die drei Biologie-Leistungskurse der Stufe 11 (Q1) mit ihrer Lehrerin Cornelia Otremba und ihren Lehrern Michael Ovelhey und Dr. Helmut Gaßmann zum Campus Klein-Altendorf „pilgerten“,  der Außenstelle und das Labor der landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Bonn (https://www.cka.uni-bonn.de/ ) – fast alle per Rad, zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln.DSCN9710

„Auf dem Lehrplan“ stand das »Wissenschaftscafé«, geplant und durchgeführt von Frau Peter und Frau Welker vom Wissenschaftsladen  Bonn (WILA Bonn; http://www.wilabonn.de) in Kooperation mit dem Campus Klein-Altendorf der Uni Bonn. Nach einer Führung durch Herrn Dr. Kraska vom Campus Klein-Altendorf durch einige Bereiche der Anlage (Gewinnung von Heizmaterial aus regionalem Obstholz, Holztrocknung, Heizungstechnik, Messung von Wachstum und Fotosyntheseleistung von Nutzpflanzen u.a.m.; zwei Schülerinnen berichteten über ihre Facharbeiten in Biologie, die sie am Standort Klein-Altendorf anfertigen) ging es um das Thema »Energie aus Pflanzen – lässt sich damit das Klima retten?«. An insgesamt 7 Expertentischen konnten die Schülerinnen und Schüler mit Experten verschiedenster Fachbereiche diskutieren und mal gehörig über den besagten Tellerrand hinausschauen.

Es ging um die folgenden Themenbereiche:

  1. Energie für Rheinbach – nur aus Holz? (Felix Winzer, Campus Klein-Altendorf, Uni Bonn)
  2. Mehrfachverwertung von Pflanzen – macht es Sinn für den Klimaschutz? (Martin Höller & Georg Völkering, Campus Klein-Altendorf, Uni Bonn)
  3. Energie aus China – können fremde Hölzer bei uns für Energie sorgen? (Thorsten Kraska, Campus Klein-Altendorf, Uni Bonn)
  4. Essen oder Energie – wie sollen Pflanzen genutzt werden? (Martin Heyer, wissenschaftlicher Mitarbeiter IWE Uni Bonn)
  5. Bedroht der Anbau von Energiepflanzen Kornblumen, Hamster und Co.? (Klaus Weddeling, Biostation Rhein-Sieg)
  6. Konkurrenz um die Fläche – wie viel Raum geben wir Bioenergie? (Wolfgang Wackerl, selbstständiger Stadtplaner)
  7. Mehr Klimaschutz vor Ort – was können wir bewegen? (Stefan Rostock, Germanwatch)

Die Schülerinnen und Schüler hatten die Gelegenheit, sich vier Mal jeweils für eine halbe Stunde an einen der Expertentische zu begeben, neue Dinge zu erfahren und mit den Experten zu diskutieren. Nach jeder Runde wurde gewechselt und ein neues Thema stand an. Es wurde intensiv diskutiert und argumentiert, viel Neues kam ans Tageslicht.DSCN9725

Und „ganz nebenbei“ haben dann doch alle auch noch etwas fürs Abitur gelernt. Wie heißt es so schön im Kernlehrplan Biologie unter dem Aspekt der „konkretisierten Kompetenzerwartungen“ im Hinblick auf das, was Schülerinnen und Schüler lernen sollen: „Die Schülerinnen und Schüler …. diskutieren Konflikte zwischen der Nutzung natürlicher Ressourcen und dem Naturschutz und entwickeln Handlungsoptionen für das eigene Konsumverhalten und schätzen diese unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit ein.“

…. und genau das wurde gemacht, sogar noch einiges mehr. Und der Blick über den Tellerrand kam auch nicht zu kurz. Vielleicht gab es ja für die eine und den anderen auch Ideen im Hinblick auf das eigene Verhalten, vielleicht sogar auch berufliche Möglichkeiten nach dem Abitur.

Dr. Helmut  Gaßmann

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