Keine Zwischenrufe in Brüssel. Ungarische Austauschschüler zu Gast in Rheinbach

503 Fahne D EU„Ich fand den Austausch mal wieder sehr gelungen. Er war bestens geplant und interessant gestaltet!“ So kurz und knapp, aber treffend ordnet Philipp Kiefer (Jahrgangsstufe 10) den 22. Gegenbesuch des ungarischen Piaristengymnasiums am Vinzenz-Pallotti-Kolleg (VPK) und dem St. Joseph-Gymnasium (SJG) in Rheinbach ein.

502 Fahne Ungarn503 Fahne D EUWährend sich in Nordrhein-Westfalen am Vinzenz-Pallotti-Kolleg und am St. Joseph-Gymnasium der Schulalltag allmählich wieder etabliert, hatten die ungarischen Schülerinnen und Schüler aus Kecskemét unter der Leitung von Talmácsi József und Fazekas József, Chefkoordinatoren des deutsch-ungarischen Austausches in Kecskemét, die weite Reise zum Gegenbesuch nach Deutschland während ihrer Schulferien unternommen.

Deutsche und ungarische Schülerinnen und schüler im Plenarsaal des EU-Parlaments in Brüssel.

Deutsche und ungarische Schülerinnen und schüler im Plenarsaal des EU-Parlaments in Brüssel.

Deutsche und ungarsiche Schülerinnen und Schüler vor dem EU-Parlament.

Deutsche und ungarsiche Schülerinnen und Schüler vor dem EU-Parlament.

Das unterrichtliche Programm während des Gegenbesuches, zusammengestellt und durchgeführt von Bernhard Vogt und Johannes Wagner, die für den Austausch mit Ungarn verantwortlichen Lehrkräfte, umfasste neben dem Regelunterricht an den deutschen Partnergymnasien Projektarbeit im Freilichtmuseum in Kommern und im Bonner Haus der Geschichte zu deutschem und ungarischen Umgang mit Geschichte, eine Führung im Beethoven-Haus mit der Präsentation von Beethovens einziger Oper „Fidelio“ sowie einen Besuch beim Bundesverteidigungsministerium zu den Friedenseinsätzen der Bundeswehr.

Unbestrittener Höhepunkt war die Fahrt in die belgische Hauptstadt Brüssel zu einer Einführung in die Befugnisse und Aufgaben des Europaparlaments, dessen Wirken sich durch die Abwesenheit von Grenzkontrollen, aber durch den Erhalt von Mobilfunk-Tarif-SMS beim Grenzübertritt nach Belgien konkret zeigte.

„Zwischenrufe gibt es im Parlament praktisch nicht“, erläuterte Christoph John vom Besucherdienst des EU-Parlaments während der Führung durch den Plenarsaal eine von vielen Besonderheiten des europäische Demokratiebetriebes: wegen der vielen Amtssprachen der Europäischen Union und den notwendig werdenden Übersetzungen , auch mit Hilfe von Brückensprachen, können relative lange Zeiträume zwischen gesprochenem Wort des Redners und verstandenem Wort der Zuhörer vergehen.

Neben den hochmodernen Parlaments-, Kommissions- und Behördengebäuden der Europäischen Union beeindruckte die Brüsseler Innenstadt mit ihren vielen Gassen, die sich entlang des Rathausplatzes erstrecken, und den vielen historischen Gebäuden des Rathauses, des Maison du Roi, der Börse und dem Königspalast.

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Workshop im Freilichtmuseum in Kommern.

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Backen nach alter Art: Vorführung im Frilichtmuseum Kommern.

An den Wochenenden führten die deutschen Gastfamilien die Gäste in die Attraktionen des Rheinlandes und der Eifel ein, mitunter gehörten dazu eine Besichtigung des Kölner Doms und der vielen Einkaufsstraßen, die die rheinische Metropole zu bieten hat, Besuche im Freizeit- und Vergnügungspark Phantasialand sowie Ausflüge zum Nürburgring.

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Vor dem ehemaligen Regierungsbunker an der Ahr.

„Dass Deutsche nicht gut kochen können, ist ein Klischee. Sie lieben nicht nur Wurst und Bier“, sind Ditzendy Péter und Bujdosó Márkó (Klasse 11) voll des Lobes für gastelterliche Kochkünste und sehen geläufige ungarische Vorurteile gegenüber Deutschland nicht bestätigt. Während Urbán Timea (Klasse 11)  mit seiner Aussage: „In Deutschland ist alles gut, aber ich mag zu Hause wohnen“ noch eine Spur Skepsis erkennen lässt, würde Ordás Gergö (Klasse 10) lieber gleich ganz in Deutschland bleiben. „Der Austausch macht Sinn, wir haben neue Freunde gewonnen“, konstatiert Szegö Dávid (Klasse 11), und neben den vielen Wissens- und Erkenntnisgewinnen erfährt Ditzendy Péter (Klasse 10) einen praktischen Sprachvorteil: „Ich lerne Deutsch erst seit einem Jahr, und mein Deutsch ist erheblich besser geworden im Vergleich zu vorher“.

701 Verteidigungsministerium

Besuch im Bundesverteidigungsmuseum.

„Wir werden nächstes Jahr wieder dabei sein“, planen Nagy Mihály und Bujdosó Márkó (Klasse 11) bereits für das Austauschjahr 2016, und auch Simon Blum, Niklas Schmitz und Fabio Erken (Jahrgangsstufe 10) sind sich sicher: „Wir werden auch 2016 in Kontakt bleiben.“

Eingeladen, sich für das Austauschjahr 2016 zu bewerben, sind die Schülerinnen und Schüler von SJG und VPK der Jahrgangsstufen 9 bis 11. Weitere Informationen zu dem Austausch gibt es unter: http://piar-vpk.blogspot.de/

Tom Georgi, Fabian Ketter (11)

200 Deutsche und ungarische Schülerinnen und Schüler vor dem Europäischen Parlament in Brüssel

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