Spaciger Ausflug: Weltraum – Fantasie, Wirklichkeit, Ausblick

02 7D vor Bundeskunsthalle Weltraumspaziergang der 7d in der Bundeskunsthalle

Seit Jahrhunderten fasziniert der Weltraum die Menschheit. Viele Fragen über Sternentstehung, Lebewesen im All etc. konnten bereits durch Forschungen und menschliche Anwesenheit im Weltall beantwortet werden, doch gab und gibt es noch sehr viel Unerklärliches und Ungeklärtes. Mit den vielfältigen Aspekten der Weltraumforschung und den menschlichen Vorstellungen über das All beschäftigten sich die Ausstellung „Outer Space – Faszination Weltraum“ in der Bundeskunsthalle in Bonn und die Klasse 7d des Sankt-Joseph-Gymnasiums aus Rheinbach unter Leitung von Klassen-, Englisch- und Kunstlehrerin Elizabeth Weckes und Deutschlehrer Bernhard Vogt.

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Bereits die 32 cm große Masterkopie der 3600 Jahre alten „Himmelsscheibe von Nebra“, einer Darstellung der Himmelsvorstellung der damaligen Menschen zur Bestimmung von Zyklen des bäuerlichen Jahres, und ein Originalstück des 4,6 Milliarden Jahre alten „Donnersteins“ von Ensisheim zeugen vom vorwissenschaftlichen Umgang mit dem All. Der Meteorit, der 1492 aus dem All auf der Erde einschlug, wurde von den Menschen als eine Gottesstrafe und böses Omen gewertet, in Ketten gelegt und in einer Kirche aufgehängt.

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Der Aufbruch des Menschen in das Weltall, das Wettrennen zwischen der Sowjetunion und den USA, um durch ihre technische Überlegenheit die Vormachtstellung ihrer jeweiligen politischen Systeme zu belegen, wurde eindrucksvoll und lautstark dokumentiert durch einen Raketenstart auf Großleinwand, dessen Schluss-Countdown die Besucher alle 20 Minuten genüsslich mitzählen konnten.

Weitere Exponate, die Raumanzüge von Juri Gagarin, dem ersten Menschen im Weltall 1961, oder von Neil Armstrong, dem ersten Menschen auf dem Mond 1969, sowie der Nachbau der internationalen Raumstation ISS bezeugen die fortschreitende Eroberung des Weltraumes durch den Menschen.

05 7D arbeitswillige SchülerWeitere Überlegungen zu den Umständen und zum Leben im All und auf anderen Sonnensystemen stellen Künstler auf Bildern, in Romanen und in Filmen an. So bevölkern konsequenterweise der zurückgelassene und von Heimweh geplagte Außerirdische „ET“ – the Extra Terrestrial von 1982 –, der abfalleimergroße „Star Wars“-Roboter R2D2 (1977)  mit dem menschenähnlichen 3-CPO, der R2D2s Pfeiftöne übersetzen kann, ein Monster aus dem Film „Alien“ (1979) und das Modell der „Enterprise“  aus der Science Fiction-Serie „Star Trek“ (2009) einen Ausstellungsraum.

20 Haase Oliver Himmelsscheibe von Nebra „Eine Animation zeigt auf, wie gefährlich vermüllt der erdnahe Weltraum bereits durch unkontrollierte Raketen- und Satellitenteile ist“, sieht Ben Schluckebier kritische Aspekte der Weltraumeroberung. Die „Sonnenuhr“ des Künstlers Gianni Motti vermittelte Oliver Haase und Florian Heinrich ein mulmiges Gefühl. „Sie zählt die ca. 5 Milliarden Jahre, die der Menschheit verbleiben, bevor die Sonne die Erde einsaugen und verbrennen wird, rückwärts und ruft dem Besucher die Vergänglichkeit unseres Sonnensystems und somit das Ende allen Lebens ins Bewusstsein.“

06 7D NachbereitungDie Sternenkugel des japanischen Künstlers Hiroyuki Masuyama – aus Kirschbaumholz und edel poliert – hatte es nicht nur wegen ihrer Begehbarkeit und nicht nur Justus Potten und Jonathan Flatten angetan: „In das Holz sind viele kleine Löcher gebohrt, die genau der Position der Sterne am Himmel entsprechen. Ist die Kugel geschlossen, haben die Insassen den Eindruck, den Sternenhimmel zu sehen, selbst Astronaut zu sein und ein bisschen Schwerelosigkeit zu erleben“.

24 Muegge Mauritz RaumschiffDie Zeit nach der Führung durch Kunsthistorikerin Julia Lemke nutzten die Schüler, ihre Lieblingsstücke noch einmal anzuschauen und gemäß der Aufgabenstellung ihrer Kunstlehrerin abzuzeichnen.

22 Zahn Leo Raumschiff21 NN R2D2„Die Zeichnungen  bilden den Einstieg in das neue Thema „Weltall“ des Kunstunterricht und im Fach Deutsch wird der Ausflug als Grundlage dienen, sich im Berichte-Schreiben zu üben“, stellte Mauritz Mügge wieder die Verbindung zwischen einem etwas anderen, dafür aber umso spannenderen und abwechslungsreicheren Unterrichtstag und der schulischen Routine her.

 

Autorenkollektiv der 7D / Bernhard Vogt

 

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