“North England in November”

Gerade sind sie wieder zurück, die Schülerinnen der 8. und 9. Klassen, die mit ihren Lehrerinnen Gabriele Bank und Gabriele Pesch zum Gegenbesuch im englischen York weilten. Harmonisch wie selten gelang die Begegnung mit den Gastgeberinnen der „Mount School“. Lesen Sie, was sie dort erlebt haben, und wie die Schülerinnen dies kommentierten.

Am Donnerstag, 10. November,  begann der Gegenbesuch der SJG Schülerinnen an der „Mount School“ in York. Nach einem Flug, der wegen des Kabinendrucks nicht für alle Ohren der Teilnehmerinnen ein angenehmes Erlebnis war, landete unser Flugzeug um 18:05 Uhr englischer Zeit auf dem Flughafen in Manchester. Von dort ging es weiter mit dem Bus nach York, wo wir etwa gegen 20:30 Uhr die „Mount School“ erreichten.

„Ich fand die Schule sehr schön vom Äußeren und sehr modern von innen!!“ (Anna Rehling, 8b)

Die deutschen Schülerinnen wurden von ihren englischen Partnerinnen schon sehnsüchtig erwartet. Und wie so oft schon in den Jahren zuvor dauerte es nicht lange, bis sich alle Partnerinnen wiedergefunden hatten und mit ihren Gastfamilien nach Hause verschwanden.

Der nächste Schultag begann für die deutschen Schülerinnen auf ungewöhnliche Art und Weise: Alle nahmen am „Morning meeting“ der „Mount School“ teil, die von Quäkern geleitet wird.

„Die Mount School war anders als das SJG. Das Morning meeting mit allen Schülerinnen würde mir nach vier Jahren auf den Keks gehen.“ (Hanna Gebert, 8c)

Allerdings brachen die SJG-Schülerinnen relativ bald danach schon in die Innenstadt von York auf, um an einer „Guide Tour“ durch York teilzunehmen. Sie erfuhren Interessantes über die Geschichte von York, die römische Zeit und die Reste der Stadtmauer, den normannischen Ursprung mancher Straßennamen in York und sie lernten die Innenstadt ein wenig näher kennen. Am Nachmittag konnten die Schülerinnen die Stadt in Kleingruppen erkunden bis sie sich um 16 Uhr wieder in der Schule ihren englischen Partnerinnen anschlossen.

 „Mir hat beim York Austausch besonders die ‚Guide Tour‘ gefallen, weil wir dort viel gesehen und viel über York gelernt haben!“ (Carolin Poschwatta, 8a)

„Die Stadt York ist eine süße, alte Stadt mit schönen Gebäuden.“ (Hanna Gebert, 8c)

Das Wochenende verbrachten alle Schülerinnen in ihren Gastfamilien. Manche von ihnen sind sogar mit ihren Familien nach London gefahren und haben sich dort einige Sehenswürdigkeiten angeschaut.

 „Mein Wochenende mit der englischen Familie war ein ‚Highlight‘. Wir haben die Aussicht auf dem LONDON EYE genossen. Die Bootstour auf der Themse war sehr interessant, da wir unter der ‚Tower Bridge‘ gefahren sind.“ (Laura Gebert, 8d)

Am Montag erlebten die Schülerinnen ihre ersten Unterrichtsstunden an der „Mount School“.

„Die Schulstunden waren sehr spannend und lustig, da sie soooo unterschiedlich zu unseren Stunden waren.“ (Saskia Schwinn)

„Natürlich fand ich die Schulanfangszeit (etwa 8:50 Uhr) sehr vorteilhaft und angenehm!!“ (Daria Hirschmann, 8b)

Gemeinsam mit den englischen Partnerinnen ging es danach in die Stadt, wo wir um 11 Uhr im „Mansion House“ vom Bürgermeister der Stadt York mit Tee und Kaffee empfangen wurden. Die Schülerinnen konnten Fragen stellen und der Bürgermeister erzählte ihnen von seinen Aufgaben.

Am Nachmittag waren die SJG Schülerinnen wieder mit ihren Partnerinnen im Unterricht. Da wir ja am SJG mittlerweile auch „Langtage“ haben, war die Erfahrung, jeden Tag erst gegen halb fünf zuhause zu sein, für die Schülerinnen sicherlich nicht mehr ganz so ungewöhnlich wie in den vorherigen Jahren.

 „Meine Gastfamilie (…) war sehr freundlich und offen. Sie haben sich sehr viel Mühe gegeben uns eine wunderbare Zeit in York zu machen. Mir persönlich dauert die Schule in England zu lange, aber so können sich die Engländerinnen auch mit ihrer Schule identifizieren. Toll fand ich auch die verschiedenen Wettbewerbe, bei denen die Engländerinnen ihre Schule vertreten haben.“ (Alina Werner, 9a)

Der Rest der Woche brachte, neben ganz passablem Wetter, weitere spannende Erlebnisse: Zum Beispiel wurden alle im „Jorvik Viking Centre“ ins York der Wikingerzeit versetzt.

 „Das Jorvik Museum war ein Erlebnis, mit dem außergewöhnlichen Geruch.“ (Laura Gebert, 8d)

Und am Mittwoch besuchten wir mit Scarborough eine „typisch englische“ Küstenstadt. Die Schülerinnen waren so begeistert vom Meer, dass einige trotz der relativ kühlen Temperaturen ihre Schuhe auszogen und mit den Füßen ins Wasser gehen mussten. Mit feuchten Jeanshosen gab es dann „Fish and chips“ für alle. Auch in Scarborough hatten die Schülerinnen Zeit, in Kleingruppen durch die Stadt zu schlendern.

Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass wir auch das Meer sehen konnten. Schade war es nur, dass unsere Austauschpartnerinnen immer in die Schule mussten…“ (Merle Alfert, 9a)

Leider geht auch die schönste Zeit viel zu schnell herum und so mussten wir uns am Donnerstagmittag nach einem „Farewell lunch“ schon wieder von unseren englischen Freundinnen verabschieden. Einige wären sicher gern noch länger geblieben oder hätten ihre Partnerinnen am liebsten mitgenommen.

 „Als wir nach Hause mussten war ich traurig, aber ich werde die sehr schöne Zeit vermissen.“ (Anna Rehling, 8b)

Am Flughafen wurden alle Mädchen von ihren Eltern glücklich und müde empfangen.

Auf diesem Wege möchten wir uns bei allen – Eltern und Schülerinnen, sowie den englischen Gastfamilien und den englischen Kolleginnen – bedanken, die mit dafür gesorgt haben, dass der Austausch so reibungslos gelaufen ist und ein so tolles Erlebnis war.

G. Bank und G. Pesch

 

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