Kategorie-Archiv: Newsletter

Exkusion ins Neanderthal-Museum

Interessante Einblicke in die Entwicklung der Hominiden erhielten die drei Biologie-Leistungskurse der Q2 bei ihrer Exkursion ins Neanderthal-Museum, Mettmann. Praxisorientiert arbeiteten die Schülerinnen und Schüler an Schädelnachbildungen aus den letzten sieben Millionen Jahren, die sie zeitlich einordnen sollten. Dabei wurde der Fokus besonders auf Merkmale wie beispielsweise das Hinterhauptsloch, die Größe des Gehirnschädels oder die Anordnung der Zähne gesetzt. Nachdem alle Schädel vorgestellt wurden, lag ein kleiner „Stammbusch“ der Hominiden auf dem Tisch – darunter auch Nachbildungen von bekannten Schädeln wie von „Lucy“, eines weiblichen Australopithecus afarensis. Auf diese Weise konnten die Schülerinnen und Schüler die Arbeit der Paläoanthropologen nachvollziehen und sich aufs Abitur vorbereiten.

Einblicke in Fossilien

Angelina Namislo und Sonja Thiel, beide 7b, sowie Annika Jüngling, 6a, gewannen beim „bio-logisch!“-Wettbewerb einen Ausflug ins Nettersheimer Naturerlebnisdorf. Sie erhielten dort mit anderen Schülerinnen und Schülern aus Nordrhein-Westfalen Einblicke, wie Fossilien entstehen und welche häufigen Arten es gibt – und machten sich selbst auf den Weg, Fossilien zu finden, die sie schließlich auch bearbeiten
mussten, um die versteinerten Lebewesen sichtbar zu machen.

Forschendes Lernen

„Forschendes Lernen“ heißt unser neues Projekt, mit dem begabte Schülerinnen und Schüler gefördert werden sollen. Insgesamt 28 Mädchen und Jungen der Klassen 6 und 7 nehmen derzeit daran teil und bearbeiten selbst gewählte Themen entweder aus dem mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen oder dem sprachlich-künstlerischen Bereich. Zunächst wurde ihnen die Arbeitsweise erklärt. „Die Schülerinnen und Schüler arbeiten hoch motiviert an ihren Forscher-Themen, recherchieren fleißig mit uns im Computerraum und lesen auch zu Hause weiter“, berichten Gabi Pesch und Dr. Helmut Gaßmann, die das Forschende Lernen koordinieren. Außer den beiden betreuen Heribert Wald und Frank Rollmann die jungen Forscher.

Jacob Hering, 6d, arbeitet beispielsweise über die Sehenswürdigkeiten in London. „Es macht Spaß, sich mit einem Sachthema zu beschäftigen und etwas Eigenes zu produzieren.“ Anna Hanßen, 7b, findet es sehr gut, dass sie sich selbst aussuchen kann, auf welche Weise sie sich über ihr Thema „Salzwasser in der Nord- und in der Ostsee“ informieren kann. Ihre Arbeitspartnerin Katja Krancke sei gerade im Medienzentrum unterwegs, um passende Bücher auszuleihen, während sie im Internet recherchiert.

Über den Unterricht, den sie durch das Projekt verpassen, müssen sich die Schülerinnen und Schüler selbstständig informieren und die Inhalte erarbeiten. Die Ergebnisse ihres Forschenden Lernens werden am 20. Juni der Schulgemeinschaft präsentiert.

 

Was wirklich wichtig ist: Besinnungstage Q2

Die Jahrgangsstufe Q2 verbrachte drei Tage mit der Leitfrage, was wirklich wichtig ist im Leben. Ein Großteil der Stufe war in Jünkerath untergebracht, ein weiterer Teil in Bad Münstereifel. Parallel dazu fand erstmalig eine Fahrt mit SJG-Schülern nach Auschwitz  statt.

Jede Gruppe setzte sich auf ihre Art vor den Karnevalstagen mit der Leitfrage auseinander: Gospelchor, Trommeln, Schnitzen, Malen, Torten backen, Filme, Mountainbike fahren, Klettern, Yoga und Körperwahrnehmung standen zur Auswahl. Was gibt mir Halt, woraus schöpfe ich Kraft, was ist Wirklichkeit, wie nehme ich mich wahr und wie die anderen, wie lasse ich meinen Gedanken freien Lauf? Unter anderem diese Fragen lagen der Arbeit in den Gruppen mit Reflexionseinheiten zugrunde und bestimmten die Morgen- und Abendandachten sowie die Abschlussmessen.

Menschen begegnen, Arbeitsalltag kennen lernen

Sie erlebten Dankbarkeit für ihre Hilfe, teilten Schicksale und freuten sich über die Lebenslust kranker oder behinderter Menschen: Die Schülerinnen der Q1 verbrachten die ersten drei Wochen des Jahres in sozialen Institutionen. Für die Jungen galt in diesem Schuljahr noch die Regelung des VPK, sie absolvierten statt des Sozialpraktikums ein Berufspraktikum.

Die Praktikumsberichte zeigen die Vielfalt der Tätigkeiten beispielsweise in Seniorenheime, Kindergärten, Krankenhäusern oder integrativen Schulklassen sowie in großen und kleinen Betrieben. Einige der Erfahrungen flossen in den Ökumenischen Gottesdienst ein, den die Jahrgangsstufe nach dem Praktikum mit Pater Schacknies und Pfarrerin Schlösser feierte. Wie schwierig es ist, sich im Pflegealltag Zeit für Patienten zu nehmen, wie nah einem die Reanimation eines Säuglings gehen kann, wie schön es aber auch zu sehen ist, wie viel Freude viele Menschen am Leben haben, wurde darin thematisiert. Koordiniert wurden die Praktika von Martin Stoffel und Frank Rollmann.

Armut begegnen

Ist jemand, der Hartz IV bezieht, arm? Was bedeutet es, in Deutschland arm zu sein? Wie arm sind Flüchtlinge? Diesen Fragen ging die Klasse 8a im katholischen
Religionsunterricht von Angela Mainka nach und suchte konkrete Antworten nicht nur im Internet, sondern in der direkten Begegnung. Bei einem Besuch im Sozialzentrum in der Keramikerstraße in Rheinbach erfuhren die Mädchen, dass der Georgsring e.V. gebrauchte Möbel abholt, lagert und an Menschen ausliefert, die diese Möbel brauchen können. Ein besonders wichtiger Anlaufpunkt für viele Menschen, die nur wenig Geld haben, ist „Die Tafel“. Dort werden von Supermärkten gespendete Lebensmittel an Bedürftige weitergegeben. Eine Fahrradwerkstatt repariert gespendete Fahrräder und macht sie verkaufsfertig. Besonders beeindruckt hat die Mädchen die Kleiderstube der Caritas, wo ständerweise Kleidungsstücke, Schuhe und Hüte nicht nur auf Bedürftige, sondern auch auf modemutige Kunden warten. Die Einnahmen werden unbürokratisch an Menschen in besonderen Notlagen weitergegeben. In einer Begegnung mit Doris Kübler, ehemaliger Lehrerin am SJG, gewannen die Mädchen außerdem einen Einblick in die Lebenssituation der Flüchtlinge in Rheinbach.

Angela Mainka

 

 

 

 

Neuer Austausch mit Reading

Das SJG hat Kontakt zu einer englischen Jungenschule geknüpft: dem alten und renommierten Gymnasium in Reading bei London. So bieten wir in diesem Jahr erstmals einen Englischaustausch nur für Jungen an; angesprochen sind die Jahrgangsstufen 8 und 9. Die englischen Schüler sind vom 7. bis zum 12. Juni in Rheinbach zu Gast, der Gegenbesuch ist für den 6. bis 11. Juli 2017 geplant. „Wir hoffen natürlich, dass der neue Austausch ein dauerhafter wird“, so Englisch-Lehrerin Rosina Schäfgen, Koordinatorin des Austausches. Einige Teilnehmer werden in der Woche unseres Besuches dort im Internat untergebracht sein und sich am Wochenende dann in den Familien aufhalten, andere werden ausschließlich in Familien untergebracht sein. Infos zur Schule: hier.

www.readingschool.co.uk

Besuch aus Thailand und Mexiko in der 5d

Die Klasse 5d erhielt Mitte Februar Besuch von zwei Austauschschülern: Earth aus Thailand besucht die 10. Klasse des SJG, Romina aus Mexiko die 10. Klasse des Städtischen Gymnasiums. Beide waren bzw. sind Gastkinder der Familie Bachler, der Kontakt war vom Rotary Club in Rheinbach vermittelt worden. Earth und Romina berichteten den Schülern viel über ihr Heimatland – über verschiedene Städte, Sitten und Gebräuche und landestypisches Essen. Alles hinterlegten sie mit Bildern und kleinen Filmen in einer Power-Point-Präsentation, so dass es den Jungen leicht fiel, sich das Leben in Mexiko bzw. Thailand vorzustellen. Bei den Essensbildern – gerade bei den Tapas aus Mexiko – lief der Klasse das Wasser im Mund zusammen. Die Schüler stellten angeregt Fragen an beide Austauschschüler und zeigten ein großes Interesse.               Vera Träbert

Irischer Gast in der 9a

Die irische Studentin Muireann O`Brien kam als Gast in Angela Mainkas Englischunterricht der 9a – vermittelt durch die Initiative „Europa macht Schule“ des DAAD. In vier Stunden wurde in fröhlicher Mischung von Deutsch und Englisch über den Nationalsport der Iren, Hurling, geredet, über Geschichte, Landschaft, Politik und nicht zuletzt die Sprache Irish. Außerdem entstand ein Film, in dem ein Karnevalstanz genauso seinen Platz hat wie der irische Nationalheld Cuchulainn und die Frage, warum man am Ende eines Hurlingspiels nicht „God save the Queen“ singen darf. Ein irischer Tanz, den Klassenlehrerin Daniela Roggendorff im Sportunterricht eingeübt hat, beschließt den Film. Wir freuen uns auf den Projektabschluss, einen Besuch beim DAAD, wo wir andere Schülerinnen und Schüler kennen lernen werden, die ebenfalls am Projekt teilgenommen haben und den Film vorstellen werden.
Angela Mainka

Fastenaktion: Schau dein Leben an

Unsere diesjährige Aktion in der Fastenzeit setzt sich mit Steinen und Brocken, die im Weg liegen, auseinander – Ereignisse oder Begegnungen, Charaktereigenschaften oder Enttäuschungen, unerfüllte Träume oder durchkreuzte Pläne. Die Einladung lautet: „Schau dein Leben ehrlich an; entscheide, was wirklich wichtig ist; nimm dir einen konkreten „Stein“ vor – und arbeite daran. Das heißt konkret, sieben Wochen auf etwas bewusst zu verzichten: auf Facebook, Meckern oder Süßigkeiten beispielsweise. Diesen „Sieben Wochen ohne“ stehen „Sieben Wochen mit“ gegenüber: Die Zeit, die frei wird, wollen wir anderen oder anderem zugute kommen: stets Danke sagen, beten oder hilfsbereit sein.

Weitere Steine, mit denen sich Schülerinnen und Schüler beschäftigen, sind die Stolpersteine, die in Rheinbach verlegt worden sind und noch verlegt werden. An einige von ihnen sowie an Widerstandskämpfer im Dritten Reich erinnert eine Ausstellung, die vor dem Mariensaal zu sehen ist.