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Musikproduzenten im PU

Eine eigene Version eines bekannten Musikstücks bzw. Popsongs zu gestalten ist das Ziel im Projektunterricht (PU) Musik bei Martin Kirchharz. Dazu analysieren die Schülerinnen und Schüler zunächst mit Hilfe der Noten die Struktur des Stückes und überlegen sich dann, wie sie damit arbeiten können. Ihr Instrument dabei: ein iPad und das Programm Garage Band.

Während eine Jungengruppe im Nachbarraum Stimmübungen macht, um ihren Song selbst zu singen, tippt eine Mädchengruppe die Melodie von „The Hanging Tree“ ins Programm. Dazu sollen noch Klavier, Gitarre, Bass und Schlagzeug kommen – alles elektronisch. Für die Schüler ist das schon „recht schwierig, aber es macht großen Spaß!“

„Musik Sein“  ist der Titel, den eine andere Gruppe ihrer Arbeit zugrunde legt – Schlagzeug soll noch dazu und die Akkorde im Hintergrund sollen lauter erklingen. Ob sich zu „Closer“ eigener Gesang gesellen soll? Oder reicht es, das Klavier einzuspielen? Mit diesen Fragen beschäftig sich eine Mädchengruppe. Allen gemeinsam ist: Sie nehmen die Musiktitel jetzt ganz anders wahr und sind mit Eifer dabei, ihr eigenes Stück daraus zu entwickeln.

Werkstatt-Atmosphäre begeistert

Vogelhäuschen, Kaninchenställe, Weihnachtsdekoration, Tritthocker – die Bandbreite an Produkten, die im PU Holzwerken entstehen, ist groß. Karl Krahé leitet den Kurs, in dem Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Ideen mit Hilfe von Werkzeug umsetzen.

Eine Gruppe hat sich vorgenommen, Gummischießpistolen zu bauen. Mit Hilfe einer Anleitung sowie Schnittmustern, die sie auf YouTube gefunden haben, sägen die Schüler maschinell die nötigen Teile aus Holz aus. Andere arbeiten vor allem mit Laubsägen. Buchstaben auszusägen für den Abschied einer Klassenkameradin ist das Ziel – oder einen Halter fürs Tablet zu konstruieren.

Die Schülerinnen und Schülern finden die Arbeit mit Holz „höchst interessant.“ „Das ist mal was ganz anderes als sonst im Unterricht.“ Die Mädchen und Jungen sind sich einig: „Das macht großen Spaß!“ Und dass sie schließlich ein fertiges Produkt mitnehmen können, gefällt ihnen ganz besonders.

Fantastische Marionetten

Voller Ideen waren die Schülerinnen im Projekt Marionettenbau von Kerstin Clasen. Einige gestalteten Fabelwesen wie Einhorn oder Troll, andere nahmen sich ihr Hobby zum Vorbild und bauten beispielsweise eine Ballerina als Marionette, wieder andere schufen ganz neue Wesen wie Phantasievögel.

Die Köpfe wurden aus Papiermaché gestaltet und bemalt, Hände, Füße und Körper sind z.B. ebenfalls aus Papiermaché oder Schwamm oder ummanteltem Draht. Die Schülerinnen bemalten sie anschließend oder bezogen sie mit Stoff, bei einigen Marionetten kamen auch Filz oder Wolle zum Einsatz. Dicke mit Heißkleber befestigte Kordel schafft die beweglichen Verbindungen. Ein einfaches Fadenkreuz aus Holz dient zur Führung der Figuren. 

 

Vom Standbild zum Stück

„Ich will das Einhorn spielen“ – mit diesem Satz, den Birgit Beier immer wieder zu hören bekam, war die Idee für das Stück ihres Projektunterrichts im letzten Halbjahr geboren. Ihr Kurs erstreckt sich in der Regel über zwei Quartale. In dieser Zeit gestalten die Schülerinnen und Schüler Standbilder – ähnlich einem Bild aus einer Theaterinszenierung oder einer Statue –, aus denen sie Miniszenen entwickeln und schließlich ein Stück kreieren. Diesmal geht es also um ein Einhorn und das Thema Genmutation.

Die Aufführung bilde zwar den Schlusspunkt, so Birgit Beier, viel wichtiger sei aber der kreative Prozess, mit dem die Schülerinnen und Schüler dorthin gelangten. „Ein wesentlicher Aspekt ist die Stärkung der Persönlichkeit – durch diverse Übungen aus dem Theaterbereich lernen sich die Jugendlichen anders wahrzunehmen und ihre Identität zu bilden.“ Das kommt an: Mit viel Spaß frieren die Schülerinnen und Schüler ihre Bewegung ein, sprechen Zungenbrecher und üben sich in unterschiedlicher Mimik und arbeiten pantomimisch. All dies ist in ihr Theaterstück „Monster
oder Superstar“ eingeflossen, bei dessen Produktion sie mit großem Engagement bei der Sache waren. Den Eltern wurde es am 12. Juli vorgeführt, die Aufführung für die Schülerinnen und Schüler der Stufe 8 findet in der letzten PU-Stunde statt.

Wege zum Trickfilm

Wie viel Arbeit nötig ist, damit ein Trickfilm entstehen kann, war den meisten Schülerinnen und Schülern zu Beginn des Projektunterrichts bei Renate Neffgen nicht klar. Sie hatten jedoch viel Freude dabei, ihre Stop-Motion-Filme mit Hilfe des iPads und der so genannten Trickboxx zu drehen, und waren mit den Ergebnissen sehr zufrieden.

Dabei wurden verschiedene Wege zum Trickfilm erprobt. Die Filmemacher erstellten Figuren aus Pappe oder Knetgummi und ließen sich von ihnen zu einer Handlung inspirieren. Dann bewegten sie die Figuren in der Trickboxx und fotografierten jeden Bewegungsschritt – beispielsweise eines Elefanten, der umherwandert, eines Monsters, das sich in eine Prinzessin verwandelt, oder zweier Kämpfer. Es durfte auch politisch oder gruselig werden. Aber auch echte Personen, Alltagsgegenstände und Spielzeuge wurden zu Trickfilmhelden. Geräusche und Musik unterstützten oder wurden sogar zum tragenden Element, wie im Musikclip zum Song „O.K.“, der aus rechtlichen Gründen nicht veröffentlicht werden kann. 

Die Zeitplanung hat in den meisten Fällen funktioniert, „beim nächsten Mal würden wir allerdings noch strukturierter arbeiten“, so Kaya. Vika denkt, dass man eventuell „etwas schneller arbeiten könnte“ – insgesamt habe das Projekt aber gut geklappt. 

Die Links zu den Filmen finden Sie hier:

Ocean Chase,  Pacman der Film, Auftrag der Feuerwehr,  Das magische Getränk,  Ok, Dumbo 2, Rosalinde und ihre Freunde

 

Ideen für unseren Anbau

Die Schülerinnen und Schüler des Q1-Kunstkurses von Norbert Hansen haben sich Gedanken darüber gemacht, wie der Neubau des SJG um einen Bau erweitert werden bzw. auch mit dem Altbau verbunden werden könnte. Sie sind sich einig: Hell soll er sein und ungewöhnlich.

So erinnert Philipps Entwurf an ein Stadion, Alina gestaltet einen riesigen Aufenthaltsraum mit großer Glasfront und Angelina denkt an ein Glasdach. Victoria hat den Bau als so genanntes Green Building geplant – mit Fassadenbegrünung, die für ein gutes Klima sorgt, Solardach und Nutzgarten. Marvin hat sich Gedanken über die Frage gemacht, wie das Gebäude zugleich hell, aber nicht heiß ist: Er konzipierte gewölbte Wände mit Metallfilm. 

Grüne Dachterrassen, Parkplätze, ein großes Foyer, ungewöhnlich geschnittene Klassenräume und eine ansprechende Front zum Stadtpark hin waren weitere Merkmale der unterschiedlichen Entwürfe.

Schulleiter Michael Bornemann ließ sich die Entwürfe erklären und zeigte sich beeindruckt von den Ideen der Schülerinnen und Schüler. Es sei deutlich geworden, dass sie sich einen Bau wünschten, der als Verbindung zwischen Alt- und Neubau diene, eine gute Arbeitsatmosphäre durch gute Beleuchtung schaffe, aber auch ausreichend Raum für Entspannung biete. 

Die Modelle sollen im nächsten Schuljahr im Schulgebäude ausgestellt und kurz erläutert werden.

UniStem Day: Stammzellentag an der Uni Bonn

Die Schülerinnen und Schüler der drei Q2-Leistungskurse Biologie nahmen am Internationalen UniStem Day der Universität Bonn teil, ausgerichtet vom Institut für Rekonstruktive Neurobiologie unter der Leitung von Prof. Oliver Brüstle und dem Kompetenznetzwerk Stammzellforschung NRW. Ziel dieses Tages ist es, das an den Schulen vermittelte Wissen zu Fragen der Stammzellforschung zu vertiefen und Einblicke in die aktuelle Forschungspraxis zu ermöglichen.

Geboten wurden wissenschaftliche Vorträge, Laborführungen im „Life & Brain Center“ und im Institut für Rekonstruktive Neurobiologie der Uniklinik sowie kleine Praktika in den Laboren – beispielsweise zur Isolierung der eigenen DNA.

Mit Skype-Schaltungen zu zwei weiteren Standorten des UniStem Days, den Universitäten von Neapel und Ancona, „wollten wir den Schülern zeigen, dass sie Teil einer europaweiten Aktion sind“, so  Dr. Tanja Schmandt, die für die Koordination in Bonn zuständig war. In acht Ländern haben laut Veranstalter rund 27.000 Schüler und Studenten an dem einmal im Jahr stattfindenden Aktionstag teilgenommen.

Informatikkurs programmiert Roboter

„Gegen das Team aus Polen waren wir zu 90 Prozent im Ballbesitz“, berichtet Informatiklehrer Björn Palmert auf dem Roboter Cup in Sankt Augustin. Zwei Teams unserer Schule waren im Februar dort angetreten, um mit ihren Robotern so viele Tore wie möglich zu erzielen und durch ein Labyrinth fahren zu lassen. Sie landeten schließlich im Mittelfeld. Die zwei Tage waren für alle Beteiligten aufregend und anstrengend. Jede Pause wurde genutzt, um die Roboter umzuprogrammieren, nach Fehlern zu suchen oder sie stabiler zu bauen.

Die Grundlagen für die Arbeit mit den Lego-Robotern, die vom Förderverein angeschafft wurden, eignen sich die Schüler im Informatik-Unterricht in Klasse 8 an. Dies bildet den Einstieg ins Programmieren. „Allerdings schafft das Lego-Programm das nicht, was wir an Anforderungen an unserer Roboter haben. Daher programmieren wir in NXC“, so Palmert. Auch Informatiklehrerin Beate Hoffmann nutzt die Roboter im Unterricht mit den Mädchen. Beim Cup waren die Schülerinnen allerdings noch nicht vertreten.

Auch außerhalb des Unterrichts sind die Roboter im Einsatz; Palmert leitet eine AG, die durch die Landesinitiative Zukunft durch Innovation (ZDI) gefördert wird. Hier fand die dreimonatige Vorbereitung auf den Cup statt. Ein Team aus Neuntklässlern und ein Oberstufenteam gingen begeistert an den Start. „Man benötigt schon eine hohe Frustrationstoleranz, weil immer wieder Fehler auftauchen“, weiß Palmert. „Wenn dann aber ein Spiel bei einem Wettbewerb gewonnen wird, ist die Freude unsagbar groß.“ Das war in Sankt Augustin deutlich zu sehen.

Nachhaltigkeit lernen von den Wikingern

Der BioGeoChemie-Differenzierungskurs der Stufe 8 beschäftigte sich mit dem Leben der Wikinger und machte sich auf diese Weise klar, was es mit den Begriffen Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung auf sich hat. Die vom Wissenschaftsladen (WiLa) Bonn angebotene Veranstaltung „Expedition Grönland“ verdeutlichte den 30 Schülerinnen und Schülern, wie die Wikinger in Grönland über Jahrhunderte hohe Ansprüche an die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen stellten. Das länderübergreifende Projekt besteht aus theoretischen Einheiten und praktischen Übungen; es wird von der Europäischen Union durch das Programm Erasmus+, ein Programm für Bildung, Jugend und Sport der Europäischen Union, gefördert.

                                           ( Foto: Kåre Hendriksen)

Genetik-Praktika in der Q1

Das mobile Schülerlabor „Science to Class“ arbeitete mit zwei Biologie-Leistungskursen der Q1 sowie interessierten Schülerinnen und Schülern aus weiteren Grundkursen: Während es in den Leistungskursen um den genetischen Fingerabdruck ging, beschäftigten sich die Grundkurse mit Plasmidpräparation und Restriktionsanalyse.

Im Vordergrund standen praktische Übungen wie Pipettieren, die Methode der Polymerase-Kettenreaktion (PCR), um DNA zu vervielfältigen, oder die Elektrophorese, das heißt die Wanderung von Molekülen in einem elektrischen Feld zur Trennung unterschiedlich langer DNA-Fragmente. Durch das Praktikum wurden die im Unterricht theoretisch behandelten Prozesse für die Lerngruppen greifbarer.

Finanziert wurden die Labortage durch die Landesinitiative „Zukunft durch Innovation“ (ZdI), welche die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik (MINT) unterstützt.