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Bilderschau des Kunst LKs

Eine Ausstellung des Kunst- Leistungskurses Q2 von Rainer Pilartz war kürzlich im Foyer zu sehen. Die 13 Schülerinnen und Schüler sichteten gemeinsam ihre Werke aus den vergangenen Schuljahren und stimmten sich im Kurs darüber ab, was sie der Schulöffentlichkeit zeigen wollten. Dabei entstand ein Querschnitt durch Stile und Techniken, mit denen sich die jungen Künstler auseinandergesetzt haben. Natürlich lag auch der Aufbau der Ausstellung in den Händen des Kurses.

Bildergalerie

Die Schülerinnen und Schüler wollten ihre Bilder für sich sprechen lassen – wie sie es im Unterricht gelernt hätten. „Das Bild malt sich selbst“, zitiert Lina Engbrocks ihren Kunstlehrer. Das habe sie sich zu Herzen genommen. Allerdings sei das sei im Unterricht nicht immer ganz leicht gewesen, meint Annika Mieklitz: „Man muss sich den Vorgaben beugen – egal, ob man den Stil mag oder nicht.“ Beim Sichten der Bilder zeigten sie sich erstaunt, welche Ergebnisse sich schließlich erzielen ließen – auch mit ihnen zuvor unbekannten Techniken.

Annika Reichstein zieht als Fazit: „Kunst als LK zu wählen war sehr gut. In unserem kleinen Kurs herrschte eine prima Atmosphäre und wir konnten gut miteinander diskutieren.“ Barbara Sievernich ergänzt: „Wir konnten tätig sein, haben Impulse erhalten und dabei viel gelernt. Das war eine prima Zeit!“

Experiment „Welle“ auf der Bühne

„Stärke durch Disziplin! Stärke durch Gemeinschaft! Stärke durch Aktion!“ – so lauten die Parolen des Theaterstücks „Die Welle“, aufgeführt vom Literaturkurs der Q1 unter der Leitung von Barbara Haas. Die Aufführungen fanden am  9. und 11. Juni statt.

„Die Welle“ ist der Name eines Experiments von Frau Müller, welches jedoch außer Kontrolle gerät. Musterschülerin Laura merkt früh, dass „Die Welle“ mehr als nur ein Schülerprojekt ist. Außenseiter Theodor wird Teil der Gemeinschaft und geht mit immer mehr Begeisterung an die Sache heran. Das Projekt findet ein tragisches Ende, als Frau Müller ihren Schülern vergegenwärtigt, wessen Anhänger sie wirklich sind. Außerdem verdeutlicht sie, dass eine Gruppe, wie sie es im Nationalsozialismus schon gegeben hat, recht leicht gegründet ist und das man dadurch seine moralischen Grundsätze schnell ändert.

Die Aufführungen waren stets gut besucht und endeten mit langem Applaus. Der Kurs war mit viel Engagement dabei.

Saskia Bartsch

„Olymp Tag und Nacht“ – Theater der Q1

Der Literaturkurs der Q1 von Ursula Herberhold spielte am 25. und 26. Juni „Olymp Tag und Nacht“ nach einer Vorlage von Beate Haeckl. Antike und Moderne treffen darin aufeinander und verbinden sich zu einer olympischen TV-Komödie.

Die völlig zerstrittenen und frustrierten griechischen Götter wenden sich an die Medienmonopolistin Ricarda Binger und fordern ihre eigene große Fernsehshow. Doch Binger, Chefin der Walhalla-AG und glühende Verehrerin germanischer Mythologie, lässt sie höhnend abblitzen. Daraufhin soll die unerfahrene Dokumentarfilmerin Jenny eine glanzvolle Dokumentation über die Götter drehen, doch diese Herausforderung wird durch Eitelkeit, Streit und Intrigen innerhalb der olympischen Familie zur schier unlösbaren Aufgabe.

Die Schülerinnen und Schüler hatten Spaß, Antike und Moderne miteinander zu verknüpfen, in andere Rollen zu schlüpfen und ihr Publikum zu unterhalten.

„Die Abteilung“ bei Spotlight

Das Theaterstück „Die Abteilung“, geschrieben von unserem Abiturienten Jonas Wiede und aufgeführt von der Theater AG der Q2 unter der Leitung von Ursula Herberhold, war zum Schülertheater-Festival „Spotlight“ ins Pantheon eingeladen worden. Die Truppe zeigte im fast ausverkauften Saal erneut ihr Gruselstück, das auf dem Film „The Ward“ basiert,  und zeigte sich in Hochform.

Leider hat die Jury dann jedoch nicht den „Kobold“, den Preis für das beste Stück, an unsere Schülerinnen und Schüler verliehen. Dennoch: Unter den sieben besten Inszenierungen in Bonn und Umland gelandet zu sein ist für sich schon eine Auszeichnung. In der Urkunde zur Nominierung heißt es: „Besonders hervorzuheben ist, dass dieses Stück von Jonas Wiede (…) geschrieben und mit enormen Einsatz mit der Gruppe zur Aufführung gebracht worden ist. Der Zuschauer spürt, welche Faszination Angst und Horror ausüben können, die ‚Zwangsjacke, des Wahnsinns‘ (so steht des im informativen Programmheft) wird erfahrbar. Die Gruppe schafft dies mit einem raffiniert auf vier Schauplätze verteilten Bühnenbild, atmosphärisch dichter Musik und angemessen aggressiver Lichtregie.“

 

Musikalischer Austausch mit Rhinebeck

Vom 13. bis zum 26. Juli sind Musiker aus Rhinebeck bei uns zu Gast. Die amerikanische Gruppe, 35 Jugendlichen und 17 Erwachsene, wohnt bei Familien, die Kinder am SJG oder am Städtischen Gymnasium haben und ebenfalls musikalisch aktiv sind. Ziel des seit 1978 bestehenden Austausches ist es, in gemeinsamer musikalischer Arbeit interkulturelle Kontakte zu knüpfen und Einblick in das Leben des Gastlandes zu nehmen.

Am letzten Schultag wird die deutsch-amerikanische Bigband gemeinsam musizieren, am 22. Juli spielen sie ein Konzert in der Stadthalle und am 23. Juli gestalten die Musiker gemeinsam eine Messe in Maria Laach.

Unsere deutsche Gruppe wird im nächsten Jahr zu Beginn der großen Ferien einen Gegenbesuch in Rhinebeck/NY antreten.

Begeisterte Leserin mit YouTube-Kanal

„Ich möchte meine Begeisterung für Bücher mit anderen teilen“ – dieser Wunsch von Elena Wenzel, EF, gab die Motivation für ihren eigenen Literatur-Kanal „elliesbuecherwelt“ auf YouTube. Darin stellt sie vor, was sie gerade gelesen hat. Angebote für Werbeverträge hat sie auch schon erhalten, aber: „Ich will nicht gekauft werden. Der Kanal soll auf meiner Meinung gründen“, so die 16-Jährige. Daher steht der Beruf Youtuberin für sie auch nicht auf der Wunschliste. Auch einen wiki-Blog betreibt sie: elenasbuecherwelt.blogspot.de

Elena sucht allerdings nicht nur den virtuellen Kontakt zu anderen Leserinnen und Lesern, sondern auch den realen: Sie leitet mit Christoph Ahrweiler, Inhaber der Buchhandlung Kayser, den Leseclub „Read & Meet“, in dem sich Jugendliche im Alter von 14 bis 19 Jahren treffen, um Buchtipps auszutauschen.

Musikproduzenten im PU

Eine eigene Version eines bekannten Musikstücks bzw. Popsongs zu gestalten ist das Ziel im Projektunterricht (PU) Musik bei Martin Kirchharz. Dazu analysieren die Schülerinnen und Schüler zunächst mit Hilfe der Noten die Struktur des Stückes und überlegen sich dann, wie sie damit arbeiten können. Ihr Instrument dabei: ein iPad und das Programm Garage Band.

Während eine Jungengruppe im Nachbarraum Stimmübungen macht, um ihren Song selbst zu singen, tippt eine Mädchengruppe die Melodie von „The Hanging Tree“ ins Programm. Dazu sollen noch Klavier, Gitarre, Bass und Schlagzeug kommen – alles elektronisch. Für die Schüler ist das schon „recht schwierig, aber es macht großen Spaß!“

„Musik Sein“  ist der Titel, den eine andere Gruppe ihrer Arbeit zugrunde legt – Schlagzeug soll noch dazu und die Akkorde im Hintergrund sollen lauter erklingen. Ob sich zu „Closer“ eigener Gesang gesellen soll? Oder reicht es, das Klavier einzuspielen? Mit diesen Fragen beschäftig sich eine Mädchengruppe. Allen gemeinsam ist: Sie nehmen die Musiktitel jetzt ganz anders wahr und sind mit Eifer dabei, ihr eigenes Stück daraus zu entwickeln.

Werkstatt-Atmosphäre begeistert

Vogelhäuschen, Kaninchenställe, Weihnachtsdekoration, Tritthocker – die Bandbreite an Produkten, die im PU Holzwerken entstehen, ist groß. Karl Krahé leitet den Kurs, in dem Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Ideen mit Hilfe von Werkzeug umsetzen.

Eine Gruppe hat sich vorgenommen, Gummischießpistolen zu bauen. Mit Hilfe einer Anleitung sowie Schnittmustern, die sie auf YouTube gefunden haben, sägen die Schüler maschinell die nötigen Teile aus Holz aus. Andere arbeiten vor allem mit Laubsägen. Buchstaben auszusägen für den Abschied einer Klassenkameradin ist das Ziel – oder einen Halter fürs Tablet zu konstruieren.

Die Schülerinnen und Schülern finden die Arbeit mit Holz „höchst interessant.“ „Das ist mal was ganz anderes als sonst im Unterricht.“ Die Mädchen und Jungen sind sich einig: „Das macht großen Spaß!“ Und dass sie schließlich ein fertiges Produkt mitnehmen können, gefällt ihnen ganz besonders.

Fantastische Marionetten

Voller Ideen waren die Schülerinnen im Projekt Marionettenbau von Kerstin Clasen. Einige gestalteten Fabelwesen wie Einhorn oder Troll, andere nahmen sich ihr Hobby zum Vorbild und bauten beispielsweise eine Ballerina als Marionette, wieder andere schufen ganz neue Wesen wie Phantasievögel.

Die Köpfe wurden aus Papiermaché gestaltet und bemalt, Hände, Füße und Körper sind z.B. ebenfalls aus Papiermaché oder Schwamm oder ummanteltem Draht. Die Schülerinnen bemalten sie anschließend oder bezogen sie mit Stoff, bei einigen Marionetten kamen auch Filz oder Wolle zum Einsatz. Dicke mit Heißkleber befestigte Kordel schafft die beweglichen Verbindungen. Ein einfaches Fadenkreuz aus Holz dient zur Führung der Figuren. 

 

Vom Standbild zum Stück

„Ich will das Einhorn spielen“ – mit diesem Satz, den Birgit Beier immer wieder zu hören bekam, war die Idee für das Stück ihres Projektunterrichts im letzten Halbjahr geboren. Ihr Kurs erstreckt sich in der Regel über zwei Quartale. In dieser Zeit gestalten die Schülerinnen und Schüler Standbilder – ähnlich einem Bild aus einer Theaterinszenierung oder einer Statue –, aus denen sie Miniszenen entwickeln und schließlich ein Stück kreieren. Diesmal geht es also um ein Einhorn und das Thema Genmutation.

Die Aufführung bilde zwar den Schlusspunkt, so Birgit Beier, viel wichtiger sei aber der kreative Prozess, mit dem die Schülerinnen und Schüler dorthin gelangten. „Ein wesentlicher Aspekt ist die Stärkung der Persönlichkeit – durch diverse Übungen aus dem Theaterbereich lernen sich die Jugendlichen anders wahrzunehmen und ihre Identität zu bilden.“ Das kommt an: Mit viel Spaß frieren die Schülerinnen und Schüler ihre Bewegung ein, sprechen Zungenbrecher und üben sich in unterschiedlicher Mimik und arbeiten pantomimisch. All dies ist in ihr Theaterstück „Monster
oder Superstar“ eingeflossen, bei dessen Produktion sie mit großem Engagement bei der Sache waren. Den Eltern wurde es am 12. Juli vorgeführt, die Aufführung für die Schülerinnen und Schüler der Stufe 8 findet in der letzten PU-Stunde statt.