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UniStem Day: Stammzellentag an der Uni Bonn

Die Schülerinnen und Schüler der drei Q2-Leistungskurse Biologie nahmen am Internationalen UniStem Day der Universität Bonn teil, ausgerichtet vom Institut für Rekonstruktive Neurobiologie unter der Leitung von Prof. Oliver Brüstle und dem Kompetenznetzwerk Stammzellforschung NRW. Ziel dieses Tages ist es, das an den Schulen vermittelte Wissen zu Fragen der Stammzellforschung zu vertiefen und Einblicke in die aktuelle Forschungspraxis zu ermöglichen.

Geboten wurden wissenschaftliche Vorträge, Laborführungen im „Life & Brain Center“ und im Institut für Rekonstruktive Neurobiologie der Uniklinik sowie kleine Praktika in den Laboren – beispielsweise zur Isolierung der eigenen DNA.

Mit Skype-Schaltungen zu zwei weiteren Standorten des UniStem Days, den Universitäten von Neapel und Ancona, „wollten wir den Schülern zeigen, dass sie Teil einer europaweiten Aktion sind“, so  Dr. Tanja Schmandt, die für die Koordination in Bonn zuständig war. In acht Ländern haben laut Veranstalter rund 27.000 Schüler und Studenten an dem einmal im Jahr stattfindenden Aktionstag teilgenommen.

Informatikkurs programmiert Roboter

„Gegen das Team aus Polen waren wir zu 90 Prozent im Ballbesitz“, berichtet Informatiklehrer Björn Palmert auf dem Roboter Cup in Sankt Augustin. Zwei Teams unserer Schule waren im Februar dort angetreten, um mit ihren Robotern so viele Tore wie möglich zu erzielen und durch ein Labyrinth fahren zu lassen. Sie landeten schließlich im Mittelfeld. Die zwei Tage waren für alle Beteiligten aufregend und anstrengend. Jede Pause wurde genutzt, um die Roboter umzuprogrammieren, nach Fehlern zu suchen oder sie stabiler zu bauen.

Die Grundlagen für die Arbeit mit den Lego-Robotern, die vom Förderverein angeschafft wurden, eignen sich die Schüler im Informatik-Unterricht in Klasse 8 an. Dies bildet den Einstieg ins Programmieren. „Allerdings schafft das Lego-Programm das nicht, was wir an Anforderungen an unserer Roboter haben. Daher programmieren wir in NXC“, so Palmert. Auch Informatiklehrerin Beate Hoffmann nutzt die Roboter im Unterricht mit den Mädchen. Beim Cup waren die Schülerinnen allerdings noch nicht vertreten.

Auch außerhalb des Unterrichts sind die Roboter im Einsatz; Palmert leitet eine AG, die durch die Landesinitiative Zukunft durch Innovation (ZDI) gefördert wird. Hier fand die dreimonatige Vorbereitung auf den Cup statt. Ein Team aus Neuntklässlern und ein Oberstufenteam gingen begeistert an den Start. „Man benötigt schon eine hohe Frustrationstoleranz, weil immer wieder Fehler auftauchen“, weiß Palmert. „Wenn dann aber ein Spiel bei einem Wettbewerb gewonnen wird, ist die Freude unsagbar groß.“ Das war in Sankt Augustin deutlich zu sehen.

Nachhaltigkeit lernen von den Wikingern

Der BioGeoChemie-Differenzierungskurs der Stufe 8 beschäftigte sich mit dem Leben der Wikinger und machte sich auf diese Weise klar, was es mit den Begriffen Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung auf sich hat. Die vom Wissenschaftsladen (WiLa) Bonn angebotene Veranstaltung „Expedition Grönland“ verdeutlichte den 30 Schülerinnen und Schülern, wie die Wikinger in Grönland über Jahrhunderte hohe Ansprüche an die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen stellten. Das länderübergreifende Projekt besteht aus theoretischen Einheiten und praktischen Übungen; es wird von der Europäischen Union durch das Programm Erasmus+, ein Programm für Bildung, Jugend und Sport der Europäischen Union, gefördert.

                                           ( Foto: Kåre Hendriksen)

Genetik-Praktika in der Q1

Das mobile Schülerlabor „Science to Class“ arbeitete mit zwei Biologie-Leistungskursen der Q1 sowie interessierten Schülerinnen und Schülern aus weiteren Grundkursen: Während es in den Leistungskursen um den genetischen Fingerabdruck ging, beschäftigten sich die Grundkurse mit Plasmidpräparation und Restriktionsanalyse.

Im Vordergrund standen praktische Übungen wie Pipettieren, die Methode der Polymerase-Kettenreaktion (PCR), um DNA zu vervielfältigen, oder die Elektrophorese, das heißt die Wanderung von Molekülen in einem elektrischen Feld zur Trennung unterschiedlich langer DNA-Fragmente. Durch das Praktikum wurden die im Unterricht theoretisch behandelten Prozesse für die Lerngruppen greifbarer.

Finanziert wurden die Labortage durch die Landesinitiative „Zukunft durch Innovation“ (ZdI), welche die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik (MINT) unterstützt.

Exkusion ins Neanderthal-Museum

Interessante Einblicke in die Entwicklung der Hominiden erhielten die drei Biologie-Leistungskurse der Q2 bei ihrer Exkursion ins Neanderthal-Museum, Mettmann. Praxisorientiert arbeiteten die Schülerinnen und Schüler an Schädelnachbildungen aus den letzten sieben Millionen Jahren, die sie zeitlich einordnen sollten. Dabei wurde der Fokus besonders auf Merkmale wie beispielsweise das Hinterhauptsloch, die Größe des Gehirnschädels oder die Anordnung der Zähne gesetzt. Nachdem alle Schädel vorgestellt wurden, lag ein kleiner „Stammbusch“ der Hominiden auf dem Tisch – darunter auch Nachbildungen von bekannten Schädeln wie von „Lucy“, eines weiblichen Australopithecus afarensis. Auf diese Weise konnten die Schülerinnen und Schüler die Arbeit der Paläoanthropologen nachvollziehen und sich auch auf diese Weise aufs Abitur vorbereiten.

Einblicke in Fossilien

Angelina Namislo und Sonja Thiel, beide 7b, sowie Annika Jüngling, 6a, gewannen beim „bio-logisch!“-Wettbewerb einen Ausflug ins Nettersheimer Naturerlebnisdorf. Sie erhielten dort mit anderen Schülerinnen und Schülern aus Nordrhein-Westfalen Einblicke, wie Fossilien entstehen und welche häufigen Arten es gibt – und machten sich selbst auf den Weg, Fossilien zu finden, die sie schließlich auch bearbeiten
mussten, um die versteinerten Lebewesen sichtbar zu machen.

Forschendes Lernen

„Forschendes Lernen“ heißt unser neues Projekt, mit dem begabte Schülerinnen und Schüler gefördert werden sollen. Insgesamt 28 Mädchen und Jungen der Klassen 6 und 7 nehmen derzeit daran teil und bearbeiten selbst gewählte Themen entweder aus dem mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen oder dem sprachlich-künstlerischen Bereich. Zunächst wurde ihnen die Arbeitsweise erklärt. „Die Schülerinnen und Schüler arbeiten hoch motiviert an ihren Forscher-Themen, recherchieren fleißig mit uns im Computerraum und lesen auch zu Hause weiter“, berichten Gabi Pesch und Dr. Helmut Gaßmann, die das Forschende Lernen koordinieren. Außer den beiden betreuen Heribert Wald und Frank Rollmann die jungen Forscher.

Jacob Hering, 6d, arbeitet beispielsweise über die Sehenswürdigkeiten in London. „Es macht Spaß, sich mit einem Sachthema zu beschäftigen und etwas Eigenes zu produzieren.“ Anna Hanßen, 7b, findet es sehr gut, dass sie sich selbst aussuchen kann, auf welche Weise sie sich über ihr Thema „Salzwasser in der Nord- und in der Ostsee“ informieren kann. Ihre Arbeitspartnerin Katja Krancke sei gerade im Medienzentrum unterwegs, um passende Bücher auszuleihen, während sie im Internet recherchiert.

Über den Unterricht, den sie durch das Projekt verpassen, müssen sich die Schülerinnen und Schüler selbstständig informieren und die Inhalte erarbeiten. Die Ergebnisse ihres Forschenden Lernens werden am 20. Juni der Schulgemeinschaft präsentiert.

 

Was wirklich wichtig ist: Besinnungstage Q2

Die Jahrgangsstufe Q2 verbrachte drei Tage mit der Leitfrage, was wirklich wichtig ist im Leben. Ein Großteil der Stufe war in Jünkerath untergebracht, ein weiterer Teil in Bad Münstereifel. Parallel dazu fand erstmalig eine Fahrt mit SJG-Schülern nach Auschwitz  statt.

Jede Gruppe setzte sich auf ihre Art vor den Karnevalstagen mit der Leitfrage auseinander: Gospelchor, Trommeln, Schnitzen, Malen, Torten backen, Filme, Mountainbike fahren, Klettern, Yoga und Körperwahrnehmung standen zur Auswahl. Was gibt mir Halt, woraus schöpfe ich Kraft, was ist Wirklichkeit, wie nehme ich mich wahr und wie die anderen, wie lasse ich meinen Gedanken freien Lauf? Unter anderem diese Fragen lagen der Arbeit in den Gruppen mit Reflexionseinheiten zugrunde und bestimmten die Morgen- und Abendandachten sowie die Abschlussmessen.

Menschen begegnen, Arbeitsalltag kennen lernen

Sie erlebten Dankbarkeit für ihre Hilfe, teilten Schicksale und freuten sich über die Lebenslust kranker oder behinderter Menschen: Die Schülerinnen der Q1 verbrachten die ersten drei Wochen des Jahres in sozialen Institutionen. Für die Jungen galt in diesem Schuljahr noch die Regelung des VPK, sie absolvierten statt des Sozialpraktikums ein Berufspraktikum.

Die Praktikumsberichte zeigen die Vielfalt der Tätigkeiten beispielsweise in Seniorenheime, Kindergärten, Krankenhäusern oder integrativen Schulklassen sowie in großen und kleinen Betrieben. Einige der Erfahrungen flossen in den Ökumenischen Gottesdienst ein, den die Jahrgangsstufe nach dem Praktikum mit Pater Schacknies und Pfarrerin Schlösser feierte. Wie schwierig es ist, sich im Pflegealltag Zeit für Patienten zu nehmen, wie nah einem die Reanimation eines Säuglings gehen kann, wie schön es aber auch zu sehen ist, wie viel Freude viele Menschen am Leben haben, wurde darin thematisiert. Koordiniert wurden die Praktika von Martin Stoffel und Frank Rollmann.

Armut begegnen

Ist jemand, der Hartz IV bezieht, arm? Was bedeutet es, in Deutschland arm zu sein? Wie arm sind Flüchtlinge? Diesen Fragen ging die Klasse 8a im katholischen
Religionsunterricht von Angela Mainka nach und suchte konkrete Antworten nicht nur im Internet, sondern in der direkten Begegnung. Bei einem Besuch im Sozialzentrum in der Keramikerstraße in Rheinbach erfuhren die Mädchen, dass der Georgsring e.V. gebrauchte Möbel abholt, lagert und an Menschen ausliefert, die diese Möbel brauchen können. Ein besonders wichtiger Anlaufpunkt für viele Menschen, die nur wenig Geld haben, ist „Die Tafel“. Dort werden von Supermärkten gespendete Lebensmittel an Bedürftige weitergegeben. Eine Fahrradwerkstatt repariert gespendete Fahrräder und macht sie verkaufsfertig. Besonders beeindruckt hat die Mädchen die Kleiderstube der Caritas, wo ständerweise Kleidungsstücke, Schuhe und Hüte nicht nur auf Bedürftige, sondern auch auf modemutige Kunden warten. Die Einnahmen werden unbürokratisch an Menschen in besonderen Notlagen weitergegeben. In einer Begegnung mit Doris Kübler, ehemaliger Lehrerin am SJG, gewannen die Mädchen außerdem einen Einblick in die Lebenssituation der Flüchtlinge in Rheinbach.

Angela Mainka