Kategorie-Archiv: Aktuelles

Moderne Inszenierung von „Die Welle“

„Stärke durch Disziplin! Stärke durch Gemeinschaft! Stärke durch Aktion! Diesen Spruch musst du beherrschen, wenn du ein Teil der Welle werden willst.“ Im bekannten Theaterstück „Die Welle“ setzen sich die Schülerinnen und Schüler des Literaturkurses der Jahrgangsstufe 11 mit Frau Haas mit dem Phänomen der Verführung durch die Masse auseinander.

Frau Müller führt in ihrem Projektkurs ein gewagtes Experiment durch, wobei der Außenseiter Theodor Klein endlich einen Platz in der Gruppe findet, die Beziehung von Laura und David auf die Probe gestellt wird und vieles mehr geschieht.

Auf die Meinung der Schüler wird massiv Einfluss genommen.

„Glaubt ihr, eine Diktatur wäre in der heutigen Zeit nicht mehr möglich?“ fragt der Literaturkurs der Jahrgangsstufe 11 und präsentiert eine moderne Adaption der „WELLE“: am Freitag, 9. Juni,  um 19 Uhr und Sonntag,  11. Juni,  um 18 Uhr in der Aula des SJGs. Einlass ist jeweils eine halbe Stunde vorher und kostenlos.

Wir freuen uns, euch mit Stolz unsere Bewegung zu präsentieren…

Preisträger Känguru-Wettbewerb

„Die Beteiligung war enorm: In diesem Jahr haben fast 75 Prozent unserer Schülerinnen und Schüler der Stufen 5 bis 9 mitgemacht, einige Klassen sogar komplett“, berichtet Mathematik-Lehrerin Gisela Wefers-Johnston, die den Internationalen Mathematik-Wettbewerb am SJG organisiert. Jetzt wurden die Besten mit Preisen geehrt.

Die volle Punktzahl zu erhalten ist nahezu unmöglich, und auch die vorgegebene Zahl von Punkten für den ersten Preis ist hoch. Nicolas Beninde, 5e, hat dies jedoch geschafft. Über einen zweiten Preis freuen sich Tobias Brüchmann, 6d, und Mendel Balog, 9e. Elena Zavelberg, 5b, Lena von Ooyen, 5c, Carolina Tilgner, 6a und Tommy Riediger, 8a erhielten für ihren Test so viele Punkte, dass sie mit dem dritten Preis ausgezeichnet werden konnten.

Auch für den weitesten Kängurusprung – eine Serie fehlerfrei gelöster Aufgaben – gab es Auszeichnungen. Nicolas Befinde, 5e, Tobias Brüchmann, 6d, und Marcel Brambeer, 12, waren dabei besonders erfolgreich.

Aber nicht nur die Ausgezeichneten zählen zu den Gewinnern. „Mich freut, dass einige Schülerinnen und Schüler, die sonst nicht zu den Besten in Mathe zählen, im Känguru-Wettbewerb Plätze im oberen Drittel erreichen. Das stärkt ihr Selbstbewusstsein: Sie kommen mit den Aufgaben, die logische Kombinationsgabe erfordern, gut klar.“

Den Preisträgern sprach Schulleiter Michael Bornemann seine Anerkennung für die hervorragende Leistung aus: „Darauf dürft ihr stolz sein und das auch zeigen!“

 

Von Reading nach Rheinbach

Seit Mittwochnachmittag, 7. Juni 2017 sind unsere Austauschschüler aus Reading in Rheinbach. 18 Jungen des Gymnasiums aus der Nähe von London besuchen bis zum 12. Juni Schüler aus den Klassen 8 und 9, nehmen mit ihnen am Unterricht teil und lernen das Rheinland ein wenig kennen: Bonns Innenstadt, der Drachenfels und eine Tour durch Düsseldorf stehen auf dem Programm. Außerdem ist ein Fußballturnier geplant.

Bereits in vier Wochen erkunden die jetzigen Gastgeber die Umgebung von Reading und lernen das englische Schulsystem kennen.

HERZKLOPFEN „on stage“

Am Freitag, 9. Juni kommen die schönsten Gedichte aus dem Rheinbacher Lyrikwettbewerb HERZKLOPFEN auf die Bühne des Stadttheaters – darunter auch Texte unserer Schüler. Beginn der Veranstaltung ist um 18 Uhr.

Über 200 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene der elf Rheinbacher Schulen hatten in diesem Frühjahr Gedichte eingereicht und zu der Frage Stellung genommen: „Wofür schlägt dein Herz?“. Drei Wochen lang waren die Texte in den Geschäften der Innenstadt ausgestellt. Die Fachjury um Autorin Heidi Möhker und Kulturamtsleiterin Dr. Ruth Fabritius sowie tausende Besucher haben die für sie schönsten Gedichte in den drei Altersgruppen ausgewählt. Zusammen mit ihren Verfassern werden sie nun bei HERZKLOPFEN „on stage“ präsentiert und geehrt. Durch den Abend führen der 27-jährige Poetry-Slammer Julius Esser und die 17-jährige Mara Kuprat von der Schülervertretung des Städtischen Gymnasiums.

Dank einer Spende der Kreissparkasse Köln und des besonderen Einsatzes des Rheinbacher Kulturamts ist der Eintritt ist frei. Spenden für das Herzklopfen-Projekt und die literarische Nachwuchsarbeit von RHEINBACH LIEST e.V. werden erbeten.

 

Vortrag über Albanien

„Es gibt immer einen Weg“ – mit dieser Überzeugung, dass sich die Hoffnung lohnt, beeindruckte Schwester Christina unsere Neuntklässler, als sie von ihrer Arbeit in Albanien erzählte. Sie lebt seit 14 Jahren im Norden des Landes in der Nähe von Shkodêt und gehört dem Orden Spirituelle Weggemeinschaft in der Schweiz an. Ihr Vortrag am 12. Mai 2017 war Bestandteil der diesjährigen Pfingstaktion von Renovabis, die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa. In diesem Jahr steht sie unter dem Thema „Bleiben oder gehen? Menschen im Osten Europas brauchen Perspektiven!“

Elena Stötzel, Diözesanvorsitzende des Bundes der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) im Erzbistum Köln, moderierte die Veranstaltung, bei der die Jugendlichen vieles über Albanien, aber auch über den Lebensweg von Schwester Christina wissen wollten. Sie erfuhren von der Ambulanz, die im Kloster eingerichtet ist, da das Gesundheitssystem nicht funktioniere. „Die einzige Struktur, die funktioniert, ist die Korruption. Gewalt als Strafe ist auch in der Schule üblich. In den ländlichen Regionen fehlt es an Lehrern und Ärzten, denn sie sind in die Städte gezogen – und so ziehen viele Menschen hinterher“, umreißt sie die Problematik Albaniens, wo rund 90 Prozent der Menschen arbeitslos seien. Die Angebote des Klosters für Jugendliche, die Hilfe für Kranke und auch der Einsatz bei politischen Fragen habe das Kloster daher zu einem Anziehungspunkt für viele Menschen in der Region gemacht.

Auch das Thema Blutrache kam zur Sprache – in Albanien eine übliche Form der Vergeltung. Die Schülerinnen und Schüler zollten Schwester Christina Respekt, als sie auf die Frage, ob sie nicht Angst habe, anwortete: „Ich bin schon etliche Male mit der Waffe bedroht, worden, aber ich lebe ja noch!“ Sie sei beeindruckt von jungen Menschen, die regelmäßig ins Kloster kämen und entschieden, nicht wie so viele andere als Erntehelfer im Drogenanbau zu arbeiten, oder die sich für Gerechtigkeit einsetzten. Trotz des Mülls, an den sie sich nie gewöhnen werde, und ständiger Stromausfälle habe sie ihren Traumjob gefunden. „Die Menschen lieben ihre Heimat und wollen gern bleiben – aber sie wünschen sich natürlich auch, dass sie gut leben können.“

Weitere Informationen über die Arbeit von Schwester Christina finden Sie hier.

Klassische Architektur, moderne Technologie, hervorragende Integration: Zehn Tage in Ungarn

„Unsere Zeit in Ungarn war sehr aufregend und interessant. Besonders gefielen uns die Ausflüge nach Budapest und der Besuch der Pferdeshow“, äußert sich Louisa Kern (9c) über ihren Besuch in Ungarn. „Denn so nah kommt man Ungarn nicht, wenn man nicht dort mit den Ungarn lebt“. Eine Gruppe von Schülerinnen und Schüler des St. Joseph-Gymnasiums aus Rheinbach war für zehn Tage zu Gast im ungarischen Kecskemét. In der 110.000 Einwohner großen Stadt, die cirka  90 Kilometer südlich von Budapest entfernt liegt, ist das Piaristen Gymnasium beheimatet, das bereits seit 1995 mit dem Vinzenz-Pallotti-Kolleg und nun mit dem St. Joseph-Gymnasium sein traditionelles Austauschprogramm durchführt.

Herzlich von den ungarischen Gastgebern begrüßt, ging es für alle deutschen Gymnasiasten zu ihren Gastfamilien, wo sie die nächsten zehn Tage untergebracht waren. Man war schon einigermaßen mit einander bekannt: schon im Vorfeld hatte es rege E-Mail-Kommunikation zwischen den Rheinbacher Gästen und ihren Gastgebern gegeben.


Schulleiter Pater Attila Nagy SchP hieß die deutschen Schülerinnen und Schüler herzlich willkommen und beantwortete zusammen mit József Talmácsi, dem verantwortlichen Koordinator für den Austausch, gerne ihre Fragen zu seiner Schule und Ungarn allgemein. Danach ging es für die deutsche Delegation sofort in den Unterricht. Die Teilnahme an verschiedenen Unterrichtsstunden in Deutsch, Englisch und Chemie war auch für die weiteren Tage Teil des Programms.

Zur Vorbereitung auf Ungarn hatten alle Schülerinnen und Schüler unter der Leitung von Johannes Wagner und Bernhard Vogt, beides Lehrkräfte am SJG, verschiedene ungarn-kundliche Themen bearbeitet und ihren Mitschülern vorgetragen, zudem wurden Power-Point-Präsentationen vorbereitet, die wiederum den Schülerinnen und Schülern des Piaristengymnasiums in Kecskemét ein Bild von Rheinbach und vom Sankt-Joseph-Gymnasium vermitteln sollten. Dabei taten sich für Alexa Scheben (9a) einige bemerkenswerte Erkenntnisse auf: „Das Gymnasium ist ein sehr gediegenes, altes, guterhaltenes Gebäude, aber die Schule ist modernisierter in der Technik, die Unterrichtsgestaltung ist dem entsprechend anders, denn den ungarischen Schülerinnen und Schülern stehen z.B. jederzeit Smartboards, Tablets und Smartphones zur Verfügung, in der gesamten Schule kann man WLAN empfangen, und die Lehrkräfte nutzen die Technologie in ihrem Unterricht.“

Das Wochenende verbrachten die Rheinbacher Gäste mit ihren Austauschschülerinnen bzw. -schülern bei deren Familien und erkundeten die Sehenswürdigkeiten, Attraktionen und Schönheiten der ungarischen Tiefebene. „Unsere gastbegebenden Familien nahmen uns sehr herzlich auf. Wir fühlten uns jederzeit sehr gut sowohl in die Austauschgruppe als auch in die Klassen während der Unterrichtsarbeit integriert“, bedankt sich Daniel Burgdorf (9d) im Namen aller deutschen Schülerinnen und Schüler für die außerordentlich gute Betreuung und Organisation in Ungarn.

Neben dem regelmäßigen Besuch von Unterrichtsstunden und dem Anfertigen von Protokollen stand ein Besuch des Mercedes-Benz-Werks von Kecskemét, ein Tagesausflug nach Budapest mit Fahrt auf der Donau und der Besuch des ungarischen Parlaments sowie eine Besichtigung des Kecskeméter Rathauses und der Musiksammlung Leskowsky, der größten in Ungarn, auf dem Programm.

Am letzten Tag durften die SJG-ler vormittags an den Abiturfeierlichkeiten des Pianisten-Gymnasiums teilnehmen: die drei Klassen der Jahrgangsstufe 12 verabschieden sich von der Schule, die Abiturientinnen und Abiturienten erhalten symbolisch Proviant für ihren weiteren Weg und ziehen in einer Prozession an Eltern und Verwandten vorbei zu all den Stationen in der Schule, die sie vier Jahre lang als selbstverständlich erlebt haben.

Im Juli kommen die Ungarn nach Rheinbach. „Wir hoffen, dass wir dann den ungarischen Gästen einen genau so tollen Aufenthalt bieten können, wie wir ihn in Ungarn hatten, und wir mit unseren Austauschschülerinnen und -schülern wieder eine so spannende und lehrreiche Zeit wie in Ungarn miteinander verbringen können“, freut sich Mauritz Mügge (9d) auf das Wiedersehen in Deutschland.

Mauritz Mügge (9d – 2016/17)

Wie ein Medikament entsteht

Den Weg von einer Idee bis zum zugelassenen Medikament konnten die beiden BioChemie-Differenzierungskurse der Jahrgangsstufe 9 anhand eines Vortrags von Dr. Eva-Maria Krüdewagen nachvollziehen. Die Leiterin einer Forschungsgruppe Medikamentenentwicklung der Abteilung für die Entwicklung von Tiermedikamenten bei Bayer, Leverkusen war auf Einladung von Biologielehrerin Andrea Schulte am 8. Mai 2017 zu Gast und erklärte den Schülerinnen und Schülern die einzelnen Stufen.

Zwischen zehn und zwölf Jahre vergingen, bis ein Medikament entwickelt sei und alle Tests durchlaufen habe, so dass es vermarktet werden könne. „Von zigtausend Präparaten im Screening kommt nur eins durch“, erläuterte die studierte Tierärztin. Die durchschnittlichen Entwicklungskosten für ein Tiermedikament betrügen 45 bis 60 Millionen Euro. Eine einzige Zecke koste im Einkauf 6,50 Euro, ein Floh 25 Cent – und davon würden sehr viele benötigt.

Wie die Entwicklung konkret aussieht, machte Dr. Eva-Maris Krüdewagen anhand eines Medikaments gegen Zecken und Flöhe klar – die Tiere hatte sie genauso wie Bandwürmer zur Anschauung dabei. Weitere Themen ihres 90-minütigen Vortags waren Tierversuche in der Human- und Tiermedizin sowie ethische Grundsätze für die medizinische Forschung am Tier. Außerdem stellte sie den Schülerinnen und Schülern Adoptionsprogramme für Versuchstiere vor. Auch über die vielfältigen Berufe in der Pharmaindustrie erfuhren sie viel Wissenswertes. Ihre Reaktion auf die Veranstaltung: „interessant – aber merkwürdig, dass man so distanziert und sachlich über Tierversuche sprechen kann“. Dr. Krüdewagen verdeutlichte, dass auf 199 Tiere, die für die Ernährung der Menschen geschlachtet würden, nur eins komme, das für Versuche genutzt würde – gejagte Tiere, Fischfang und Schädlingsbekämpfung seien dabei noch nicht eingerechnet.

U18-Wahl

Einige Sozialwissenschaft-Kurse aus der Mittel- und Oberstufe haben sich an der landesweiten U18-Wahl am 3. Mai 2017 beteiligt. Sie wurde in den Kursen vorbereitet, indem sich die Schülerinnen und Schüler mit den Wahlprogrammen der Parteien auseinandergesetzt haben. „Die Wahl ist ein Anlass, um über politische Inhalte ins Gespräch zu kommen. Das wollen wir fördern“, so Sowissenschaften-Lehrerin Irene Pullen. Außerdem erhielten Politiker auf diese Weise eine Rückmeldung, inwiefern ihre Programme auch bei jungen Menschen ankommen. Die Auszählung der Wahl erfolgt in unserem Bezirk durch die Stadt Rheinbach. Irene Pullen wird die Ergebnisse der U18-Wahl mit denen der Landtagswahl vergleichen.