Kategorie-Archiv: Aktuelles

Wir trauern um Kardinal Meisner

* 25.12. 1933 + 05.07.2017

Das Erzbistum Köln trauert um Joachim Kardinal Meisner, emeritierter Erzbischof von Köln. Er starb am 5. Juli im Alter von 83 Jahren während seines Urlaubs in Bad Füssing. Kardinal Meisner war von 1989 bis 2014 Erzbischof des Erzbistums Köln. Zuletzt lebte der Kardinal in der Domstadt. Wir gedenken seiner am Freitag, 7. Juli 2017 in der zweiten Stunden im Rahmen einer Eucharistiefeier mit der Jahrgangsstufe 8.

Am 25. Dezember 1933 wurde Joachim Meisner in Breslau, Deutsch Lissa, als zweiter von vier Brüdern geboren. Seine Eltern Hedwig und Walter Meisner, führten ein Einzelhandelsgeschäft, bis der Vater im Krieg fiel und die Familie 1945 zu Fuß und mit der Bahn vor der Roten Armee fliehen musste. Die Familie kam schließlich in Körner bei Mühlhausen in Thüringen an. Dort machte er 1948 seinen Schulabschluss und begann eine Lehre als Bankkaufman. In der Schule wurde der katholische Meisner in der überwiegend evangelisch geprägten Umgebung wegen seiner vielen schulfreien Feiertage beneidet. 1956 absolvierte er über das Norbertuswerk in Magdeburg das Abitur. Im selben Jahr begann er ein Studium der Philosophie und Theologie in Erfurt, das er sechs Jahre später erfolgreich abschloss. 

Am 8. April wurde der junge Theologe in Neuzelle von Bischof Ferdinand Piontek, Apostolischer Administrator von Görlitz, zum Diakon geweiht. Am 22. Dezember 1962 erfolgte in Erfurt die Weihe zum Priester durch Weihbischof Josef Freusberg aus Erfurt. 1963 arbeitete er zunächst als Kaplan in Heiligenstadt (St. Ägidien), ab 1966 dann in Erfurt (St. Crucis). Als Rektor im Caritasverband Erfurt betreute von 1966 bis 1975 er das Referat „Kirchliche Dienste”. Gleichzeitig bereitete Meisner seine theologische Promotion vor, bis er 1969 dann zum Dr. theol. an der Gregoriana in Rom ernannt wurde. 

Meisners Bischofsweihe fand am 17. Mai 1975 statt, ernannt wurde er zum Weihbischof in Erfurt/Meiningen und zum Titularbischof von Vina. Fünf Jahre später, am 25. April, wurde er zum Bischof von Berlin berufen. Die Amtseinführung fand am 17. Mai 1980 in Berlin statt. Meisner ließ sich in all den Jahrzehnten in der DDR nie von den Kommunisten beeindrucken und bemühte sich als Bischof besonders um die Aussöhnung mit Polen, Tschechen und Slowaken.

Den Vorsitz der Berliner Bischofskonferenz übernahm Meisner am 7. September 1982. Nur wenige Monate später, am 5. Januar 1983 wurde Meisner zum Kardinal ernannt und am 2. Februar des gleichen Jahres wurde er im Konsistorium zu Rom schließlich zum Kardinal erhoben. Damit übernahm Meisner auch weltkirchliche Mitverantwortung: Im Vatikan war er Mitglied der Kongregation für die Bischöfe; der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnungen; der Kongregation für den Klerus des Päpstlichen Rates für Gesetzestexte; der Präfektur für die wirtschaftlichen Angelegenheiten des Heiligen Stuhls; des Kardinalrates zum Studium der organisatorischen und wirtschaftlichen Fragen des Apostolischen Stuhls und des Obersten Komitees der Päpstlichen Missionswerke. 

Nachdem er acht Jahre lang Bischof im geteilten Berlin war, folgt am 20. Dezember 1988 die letzte „Versetzung“ für Kardinal Meisner. Der Papst ernannte ihn zum Erzbischof von Köln. Am 1. Fastensonntag des Jahres, dem 12. Februar 1989, wurde er ins Amt eingeführt. Nach Köln habe er nie gewollt, betonte Kardinal Meisner immer wieder. Bei der Feier zur Emeritierung im Jahr 2014 gab er sich aber versöhnlich „da wo man nicht hin will, da ist man richtig.“

In der Deutschen Bischofskonferenz übernahm er oft wichtige Aufgaben. Er war Vorsitzender der Liturgiekommission und der Unterkommission für Mittel- und Osteuropa; Vorsitzender der Solidaritätsaktion Renovabis, des Osteuropa-Hilfswerks der Katholischen Kirche; Mitglied der Kommission Weltkirche und schließlich Präsident der Bischöflichen Kommission „Ecclesia celebrans“. 

Kardinal Meisner erhielt zahlreiche öffentliche Ehrungen, so wurde ihm 1996 die Ehrendoktorwürde der Universität Breslau verliehen und 2005 die der Katholischen Universität Lublin. Meisner war Ehrenbürger der polnischen Stadt Trzebnica und Levoca. Die Tschechische Republik verlieh ihm den Orden des Weißen Löwen III. Klasse. 2003 erhielt er das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland mit Stern und Schulterband.

In den vielen Jahrzehnten seines Lebens, machte Meisner immer wieder folgende Erfahrung: Dem Glaubenden und der Kirche wie ihren Amtsträgern „weht der Wind ins Gesicht“. Um des Evangeliums und der Menschen willen vertrat er auch Positionen, die ihm Kritik einbringen. 

Auf die spannende Gottesfrage hat er sich nicht nur mit Leib und Seele eingelassen, sondern auch auf die Spannungen, die damit in einer pluralistischen Gesellschaft verbunden sind. Dies machte ihn zu einem der profiliertesten Vertreter der Kirche nicht nur in Deutschland und zu einem gefragten Gesprächspartner – wobei er seine Beiträge nicht den Erwartungen des Publikums anpasst, sondern immer das Ziel vor Augen hat, aus einem unerschütterlichen Glauben heraus Christus berührbar zu machen. 

Auf die Frage, was ihn in seiner Amtszeit in Köln am meisten beeindruckt habe, antworte Kardinal Meisner bei der feierlichen Abschiedsfeier „unvergesslich bis heute ist die Nacht auf dem Marienfeld. 

Sein bischöfliches Motto „unsere Hoffnung für Euch steht fest“ aus dem 2. Korintherbrief (1,7) war gleichzeitig auch der Titel des letzten Fastenhirtenbriefes, den er anlässlich seiner Emeritierung als Erzbischof am 28. Februar 2014 als Abschiedsbrief an die Gemeinden im Erzbistum Köln richtete.

Alle Aufgaben, die ihm im Laufe seines Lebens in der Kirche übertragen wurden, hat sich Joachim Kardinal Meisner mit einer bewundernswerten Gründlichkeit und Gewissenhaftigkeit und einem restlosen Einsatz gewidmet.

Was er tat, wusste er bei Gott geborgen.

Pressemitteilung des Erzbistums Köln

Circus Abigalli – Der Jahrgang 2017 hat die Manege verlassen

Nach einem festlichen Gottesdienst in der Pallottikirche, den die Schülerinnen und Schüler unter das Thema „Auf neuen Wegen“ gestellt hatten, erhielten unsere Abiturientinnen und Abiturienten am 30. Juni 2017 in der SJG-Sporthalle ihre Abiturzeugnisse. Dort stand das Motto „Circus Abigalli – wenn ich du wäre, hätte ich Abi“ im Vordergrund.

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Sich verändern, einen neuen Lebensabschnitt beginnen und dabei nicht vergessen, dass man ein von Gott gewünschtes Wesen ist, das gerufen wird zu handeln und etwas zu verändern – diese Gedanken lagen der Messe, die Schülerinnen und Schüler gestaltet hatten, zugrunde. Der Stufenchor sowie Hannah und Ursula Grüne sangen, Musiklehrer Herbert Vennemann spielte Orgel, weitere Abiturientinnen und Abiturienten trugen Texte vor. Pater Schacknies und Pfarrerin Gudrun Schlösser richteten ebenfalls Worte an die Festgemeinde.

Anschließend ging es in der SJG-Sporthalle weiter. Das Orchester „sul ponticello“ unter der Leitung von Michael Küßner eröffnete die Entlassfeier mit Händels Allegro festivo aus der Oper „Rinaldo“. Ellen Schüller ergriff das Wort im Namen der Eltern und erinnerte an den Beginn der Oberstufe und damit den Beginn der Organisation der Abitur-Feierlichkeiten, welche die Schülerinnen und Schüler gut bewältigt hätten – und an den Lernprozess auf dem Weg zum Abitur. „Wenn wir meinten, es wäre nötig, haben wir euch unterstützt.“ Eltern hätten Tränen getrocknet, einen Schubs in die richtige Richtung gegeben, und nun sei es an der Zeit, die Kinder auch loslassen zu können. Gemeinsam besang der Elternchor stolz später seine Sprösslinge: „Ihr seid die Champions für heute“.

Eine weitere Gesangseinlage kam von Isabel Weiß: „Imagine“ von John Lennon, bevor die Stufenleiter Barbara Haas, Cornelia Otremba und Johannes Wagner das Wort ergriffen. „Das Leben ist kein Ponyhof, mach einen Zirkus draus“ – mit diesem Aufruf begann ihre Rede. Sie verglichen sich mit Dompteuren wilder Löwen in Stufenversammlungen, erinnerten daran, dass die Schülerinnen und Schüler durch Feuerreifen springen mussten und Entschuldigungsbögen mit Zaubertinte versehen hätten. Während Johannes Wagner die Oberstufenzeit mit einem Sportwettkampf verglich, in dem der Teamgedanke eine große Rolle spielt, kam Barbara Haas auf das Faible der Schülerinnen und Schüler fürs Showbusiness zu sprechen und schilderte den Verlauf der Sekundarstufe II als den eines Dramas in fünf Akten – unter anderem mit Exposition, Höhepunkt und schließlich Happy End. Cornelia Otremba sah die vergangen Jahre als verhaltensbiologisches Experiment: Besitzen die Männchen und Weibchen des Jahrgangs die ausreichende Reife, um in die freie Wildbahn entlassen zu werden? Sie erläuterte ihre Versuchsbeobachtungen und kam zu dem Schluss, es handle sich um vernunftbegabte Wesen, die ausgewildert werden dürften.

Diesen Gedanken nahmen die Abiturienten Catherine Plate und Yannik Sturm in ihrer Rede auf. Nun würden sie nach einer prägenden Schulzeit die kleine Manege verlassen und in größere Manege der großen, weiten Welt ziehen. Sie bedankten sich für die Fürsorge der Lehrerinnen und Lehrer und die Unterstützung im allen Lebensfragen.

Schulleiter Michael Bornemann wandte sich als „neuer Zirkusdirektor“ an die Zuhörerinnen und Zuhörer. Er verwies auf die Übungsbereitschaft der jungen Artisten, sprich Abiturientinnen und Abiturienten, und das nötige Vertrauen in eigene Talente. Er dankte den Oberstufen- und Jahrgangsstufenleitern sowie dem Kollegium dafür, sie beraten zu haben, dass sie die bestmögliche Leistung erzielen konnten. Den Schülerinnen und Schülern dankte er für ihr Engagement, den Eltern für ihr Vertrauen. Abschließend rief er dazu auf, den heutigen „Singularien“, zu denen wir im Zuge der Digitalisierung laut Buchautor Christoph Kucklick würden, den Gemeinschaftsgedanken entgegenzusetzen, aus dem Glauben zu schöpfen und für die Menschen als Ebenbilder Gottes einzustehen.

Zum Schluss wurden noch besondere Leistungen honoriert. Mit der Durchschnittsnote 1,0 schlossen ab: Judith Bernhardt, Marcel Brambeer, Celia Hartmann, Fabian Ketter, Jonas Wiede, Lennert Wüst und Viola Merk, die anschließend einen Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft sowie einen Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker erhielt. Damit wurde auch Fabian Ketter ausgezeichnet. Yvonne Waschko, Vorsitzende des Fördervereins, ehrte die Sanitäterinnen Miriam Bestehorn und Viola Merk,  für ihr musikalisches Engagement wurden neben Viola Merk Isabel Weiß, Lea Baur, Josephine von Plettenberg und Anne Müller sowie Felicia Stahlhut, Frederike Sporleder, Fabian Ketter, Celia Hartmann und Julian Beißel geehrt.

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Sensationelle Leichtathletik-Erfolge

Mit je einer Mannschaft in allen vier Altersklassen bei den Mädchen und den Jungen startete das St. Joseph-Gymnasium am 13. Juni 2017 erstmalig mit acht Mannschaften im Siegburger Angerstadion bei den Leichtathletik-Kreismeisterschaften und maß sich mit den anderen Schulen des Rhein-Sieg-Kreises. Am Ende stand eine erstaunliche Bilanz: Fünfmal erster Platz  (WK IV Mädchen und Jungen, WK III Mädchen und Junggen, WK I Mädchen), zweimal zweiter Platz (WK I und II Jungen) und einmal dritter Platz (WK II Mädchen). Herzlichen Glückwunsch!

Daniela Roggendorf

 

Ein Satz wird zu einer Geschichte: Lesung von Anne Freytag

Beim Einkaufen fiel Anne Freytag, als sie neben dem Kühlregal stand, ein Satz ein, der sie nicht mehr los ließ: „Ich suche einen Freund zum Sterben.“ Aus ihm machte die Jugendbuchautorin ihren Roman „Mein bester letzter Sommer“, aus dem sie am 23. Juni 2017 vor Schülerinnen und Schülern der Klassen 8 und 9 las. Auch ihr neues Buch „Den Mund voll ungesagter Dinge“ stellte sie ihnen vor. Der Kontakt zur Autorin entstand durch die Buchhandlung Kayser, die sich auch an den Kosten beteiligte.

„Ich bin 17 Jahre alt und werde nie 18 werden“ – mit dieser Situation der Hauptfigur aus „Mein bester letzter Sommer“ sahen sich die jungen Zuhörerinnen und Zuhörer konfrontiert. Tessa ist mit einem schweren Herzfehler zur Welt gekommen und hat das Gefühl, zu wenig gelebt zu haben. Sie möchte noch so viel wie möglich erleben, wünscht sich „Momente , in denen die Zeit still steht“ – und lernt Oskar kennen, dem sie davon erzählt, dass ihr nur noch wenige Wochen bleiben. Vom Verhalten ihrer Mutter ist sie enttäuscht: „Ich sterbe und die stärkt Servietten“.

Im Roman „Den Mund voll ungesagter Dinge“ geht es um die 17-jährige Sophie aus Hamburg, die mit ihrem Vater und dessen Lebensgefährtin nach München zieht und sich dort in die gleichaltrige Alex verliebt. Auch daraus las Anne Freytag Passagen den Jugendlichen vor und erzählte, wie einige in ihrem Verlag anfangs Probleme mit der Handlung hatten. Für sie hätten die Charaktere ihrer Bücher jedoch ihr Eigenleben – und so habe sich auch diese Geschichte weiter entwickelt, so dass Alex kein Junge, wie ursprünglich geplant, sondern ein Mädchen sei. „Eine Figur macht mit der Zeit, was sie will“, erklärte die Autorin. „Wir haben dann auch manchmal Streit.“

Die Schülerinnen und Schüler wollten wissen, wie lange Freytag an einem Roman arbeite. Beim ersten seien das nach der Leseprobe dreieinhalb Monate gewesen. Und woher sie ihre Inspiration nehme? „Das Leben als solches liefert mir meine Ideen. Außerdem soziale Medien und Nachrichten. Aber am wichtigsten ist der erste Satz, der mir einfällt, um den sich eine Geschichte spinnt.“ Ihr Konzept geht auf, jedenfalls erhielt Anne Freytag für ihre vorgestellten Geschichten die volle Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler.

Forsch und forschend

Vor einer großen Zuhörerschar präsentierten die 28 Teilnehmer des „Forschenden Lernens“ am 20. Juni 2017, womit sie sich im vergangenen halben Jahr auseinandergesetzt haben. An Stellwänden und Infoständen informierten sie die Gäste oder hielten selbstbewusst Vorträge.

Nach einer Einstimmung durch das Junge Orchester unter der Leitung von Michael Küßner stellten die Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 6 und 7 ihre Forschung vor. Ein Teil der Gruppe hatte sich mit englischer oder französischer Sprache, Literatur und Lebensweise beschäftigt. So bot der Roman „Le Secret de Monsieur Wang“ diverse Möglichkeiten der Auseinandersetzung – unter anderem mit dem Thema Zuwanderung und Integration. Frank Rollmann, der mit den Schülerinnen Angelina Namislo, Amelie Busch und Esther Fink gearbeitet hatte, zeigte sich erfreut über deren hohe Motivation.

Auch Gabriele Pesch, die gemeinsam mit Helmut Gaßmann das „Forschende Lernen“ organisiert, hebt die Begeisterung der Schülerinnen und Schüler hervor, die ihnen besonders kurz vor der Präsentation einen Energieschub verliehen habe.

Die Gäste konnten einiges über Sherlock Holmes und die Sehenswürdigkeiten in London erfahren und lernten, dass die britische Küche doch besser sei als ihr Ruf, was auch am von Lena Grammes selbst gebackenem Shortbread zu schmecken war. Außerdem erfuhren sie durch den Vortrag von Lena Knoop, welchen Fragen sie sich in Bezug auf den Roman „Bob – No Ordinary Cat“ gestellt hatte.

Die Schülerinnen und Schüler, die mit Helmut Gaßmann oder Heribert Wald im naturwissenschaftlichen Bereich geforscht haben, zeigten Experimente und erläuterten ihre Forschung anhand von Postern im persönlichen Gespräch. Der Einfluss der Massentierhaltung auf das Trinkwasser war beispielsweise Thema der Arbeit von Thoralill Quadflieg. Caroline Schwierznik und Anna Nolden beschäftigten sich mit Schlammwasser-Filtration, um die Qualität verschiedener Filter zu untersuchen, während Henrike Czekala und Miriam Holzapfel trüben Apfelsaft zentrifugierten. Miká Rönn sprach unterstützt von einer Powerpoint-Präsentation über die Destillation von Kupfersulfat. Frieda Otremba hatte sich historischen Klebstoff vorgenommen und verbrannte Birkenrinde, um nur einige Beispiele zu nennen.

Den Abschluss bildete die Präsentation von Katja Krancke und Anna Hanßen über ihre Forschung zur Nord- und Ostsee. Sie erklärten unter anderem, wie Wellen entstehen, und verglichen den Salzgehalt der beiden Gewässer. Ihre Meer- und Strandfotos schufen Urlaubsstimmung an dem heißen Sommerabend.

Im nächsten Schuljahr werden wieder Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 6 und 7 am „Forschenden Lernen“ teilnehmen, zusätzlich wird es parallel zum Projektunterricht einigen Achtklässlern angeboten – mit gesellschaftswissenschaftlichem und künstlerischem Schwerpunkt.

In Stein gemeißelte Erinnerungen an Abiturienten

Die Abiturienten dieses  und des vergangenen Jahres haben ihre Erinnerungssteine verlegen lassen. „Circus Abigalli“ und „Abiriss“ führen den Abiweg vor dem Neubau weiter. 

Damit stellen die Abiturienten jeweils ihr Motto vor und wollen ein Denkmal an ihre Schulzeit schaffen. Unsere diesjährigen Abiturienten schauten sich den Stein gemeinsam vor dem von ihnen ausgerichteten Lehreressen an und waren mit der Arbeit des Steinmetzes zufrieden. Für sie ist die Schulzeit jedoch noch nicht ganz zu Ende: Am Montag, 19. Juni 2017 erfahren sie die Ergebnisse ihrer Prüfungen und ob sie eine Nachprüfung absolvieren müssen. Am 30. Juni erhält der erste aus Jungen und Mädchen gemischte Abiturjahrgang seine Abiturzeugnisse.

„Abiriss“ steht auf dem Stein, der  von den ehemaligen Schülerinnen und Schülern in Auftrag gegeben worden war – das Motto lehnt sich an die Schließung des Vinzenz-Pallotti-Kollegs zum Ende des vergangenen Schuljahres an. Die damaligen Elternvertreter Elke Tomkowitz-Werner und Pat D’Arcy freuen sich mit den ehemaligen Schülerinnen und Schülern über das Denkmal auf dem St. Joseph-Gelände – und darüber, dass das VPK-Gebäude noch steht!

„Die Abteilung“ im Pantheon

Das von unserem Q2-Schüler Jonas Wiede geschriebene Theaterstück „Die Abteilung“ ist beim Schultheaterfestival Spotlights im Pantheon zu sehen. Die Theater AG unter der Leitung von Ursula Herberhold freut sich, das auf dem Film „The Ward“ basierende Stück am Mittwoch, 5. Juli 2017 in Bonn aufführen zu dürfen. Beginn ist um 19 Uhr, Karten gibt es beim Pantheon in Bonn und an der Abendkasse. Schüler zahlen vier, Erwachsene sieben Euro. Die packende Produktion hatte die Jury, die das Festivalprogramm zusammengestellt hat, überzeugt. Weitere Informationen  hier 

Politiker auf dem Podium

Der Leistungskurs Sozialwissenschaften der Q1 von Martin Stoffel veranstaltete am Montag, 12. Juni eine Podiumsdiskussion mit den Politikern Bettina Bähr-Losse (SPD), Michael Droste (Die Linke), Martin Metz (Bündnis 90/Die Grünen) und Dr. Norbert Röttgen (CDU). Lea Hoffmeister und Felix Schmitz moderierten die Veranstaltung, an der die gesamte EF und Q1 teilnahmen.

Im Vordergrund standen Fragen der Bildungspolitik – zum Beispiel, ob eine einheitliche Regelung der Schulzeit bis zum Abitur nicht sinnvoll wäre. Während Michael Droste klar für G9 plädierte, sprach sich Martin Metz für eine Flexibilität der Schulen aus. Bettina Bähr-Losse betonte, wie wichtig es sei, Ruhe in die Diskussion zu bringen. Norbert Röttgen unterstützte ihr Anliegen, innerhalb des Föderalismus dennoch eine Schulmobilität zu gewährleisten, schließlich zögen etliche Familien um, was mit einem Schulwechsel einhergehe. Wichtiger sei allerdings, dass mehr Geld für Bildung ausgegeben werde. Martin Metz kritisierte in diesem Zusammenhang, dass zu wenig Geld vom Bund an die Länder für die Bildungspolitik gezahlt werde. Norbert Röttgen wies auf das Engagement der Bundesregierung für Forschung und Wissenschaft hin.

Weitere Diskussionspunkte waren unter anderem die Gleichberechtigung von Frauen und Männern im Berufsleben – dafür wollen sich alle eingeladenen Politiker einsetzen –, die Flüchtlingspolitik und die Zukunft der Europäischen Union. Droste machte auf die Asylgesetze der Bundesregierung aufmerksam und monierte, dass Flüchtlinge immer wieder mit Kriminalität in Verbindung gebracht würden. Röttgen hingegen stellte das Handeln Deutschlands als Vorbild für Europa dar; dabei bezog er sich auf die Willkommenskultur. Allerdings stünden wir mit der Integrationsfrage vor einer der „größten gesellschaftlichen Herausforderungen“. Parallelgesellschaften seien zu verhindern. Bettina Bähr-Losse sieht die Ursachen für Flucht im Vordergrund der Politik und mahnte an, die Entwicklungspolitik sei gescheitert. „Die Probleme waren ganz weit weg, ganz plötzlich sind sie vor unserer Haustür“, so die SPD-Politikerin. Martin Metz rief dazu auf, unseren Wohlstand, den wir auf Kosten anderer Menschen erlangt hätten, zu teilen.

Die Stärkung der Europäischen Union lag den Politikern der CDU, SPD und der Grünen am Herzen. Der Blick müsse dabei ausgeweitet werden auf die Stellung Europas in der Welt, so Röttgen. Droste hingegen erklärte, die EU müsse überdacht werden.

Zum Schluss stellten die Moderatoren den Politikern die Frage, wie sie junge Menschen für Politik begeistern wollten. „Mischt euch ein“, forderte Bettina Bähr-Losse das Publikum auf. „Folgt niemandem, der euch einfache Antworten verspricht!“. Röttgen ermunterte die Schülerinnen und Schüler, ihr „Herz zuöffnen für das, was an Ungerechtigkeit und Leid in dieser Welt ist.“ Michael Droste rief dazu auf, sich zu bilden. „Hinterfragt, was ihr lernt, denkt nach!“ Und Martin Metz gab den Zuhörern mit auf den Weg, selbst zu handeln: „Es gibt keinen, der für euch alles regelt.“ Nach Ansicht Norbert Röttgens leben wir in der wahrscheinlich politischsten Zeit seit dem Zweiten Weltkrieg, wie er zu Beginn der Diskussion anmerkte – das Engagement der jungen Generation wünschen sich dabei alle Parteienvertreter, wie in der eineinhalbstündigen Veranstaltung deutlich wurde. Im Anschluss durften die Schülerinnen und Schüler einen der vier Kandidaten wählen; dabei ging Martin Metz mit 34,4 Prozent als Sieger vor Norbert Röttgen mit 30,3 Prozent hervor.

Das erste SJG-Musikfestival

„Untitled“ heißt das Stück, das die fürs Festival gegründete Band aus der 8e auf die Bühne brachte – passend zum Bandnamen „Diskussionsbedarf“. Mats Groß, Titus Freiberg und Tobias Ließem ernteten auf dem ersten SJG-Musikfestival am Samstag, 10. Juni, viel Applaus für die Eigenkomposition von Mats Groß.

Eröffnet wurde der Abend durch die Q1-Abiband 2018; Hannah Bürger, Alina Hilger, Fabio Erken, Philippe Henk und Sarah Ruf coverten Songs von unter anderen Ed Sheeran und David Guetta . Sarah Ruf und Hannah Bürger traten außerdem als Duett auf – mit selbst gemachten Playback.

Die EF-Band „Mareyma“, Reinhild Osterheld, Marlies Theuerkauf und Marie Rauls, gab auch zwei eigene Kompositionen zum Besten – „Angel with a broken heart“ und „How much time“ begeisterten die Zuhörer.

Kurzfristig war die Band von Mathematik-Lehrerin Isabell Steffens eingesprungen: „Last Temptation“ spielte eigene Rockmusik und fand damit großen Zuspruch. Den Abschluss des Festivals bildete die Lehrerband: Martin Kirchharz, Bernhard Naber, Linda Inkmann, Isabell Steffens, Michael Küßner, Andreas Wiedemann und Michael Bornemann traten als neue Formation auf und durften nicht ohne Zugabe gehen. „Eternal Flame“ wurde wiederholt, nachdem weitere Coversongs – ebenfalls von Ed Sheeran und von Shocking Blue sowie der „Twenty Flight Rock“ zu hören waren.

Für den reibungslosen Ablauf in der Technik sorgte unsere Technik-AG, die am digitalen Mischpult im Einsatz war. Schülerinnen aus der Q1 versorgten das Publikum mit Getränken und Hotdogs.

Im nächsten Schuljahr soll es wieder ein Musikfestival geben. „Neue Bands sind herzlich willkommen“, betont Musiklehrer Martin Kirchharz, der das Festival organisiert hat.

Ehrung bei „HERZKLOPFEN on stage“

Insgesamt 23 junge Preisträger des Rheinbacher Lyrik-Wettbewerbs „Herzklopfen“ präsentierten am Freitag, 9. Juni vor 180 Besuchern im Stadttheater ihre Gedichte und wurden feierlich geehrt. Unsere Schülerinnen Lara Arsenovic, Amy Briesemann, Angelina Namislo und Sofia Olbrich freuten sich über ihre Preise.

Poetry-Slammer Julius Esser moderierte die Gedichte-Gala zusammen mit SGR-Schülersprecherin Mara Kurrat, Rheinbachs Bürgermeister Stefan Raetz, Schirmherr des Herzklopfen-Projekts, überreichte den Preisträgern Buch- und Einkaufsgutscheine. Er erinnerte an die drei Wochen, in denen die weit über 200 Gedichte von Schülerinnen und Schülern bis 22 Jahre in rund 140 Schaufenstern von Geschäften und Institutionen der Innenstadt ausgestellt waren: „Als Bürgermeister bin ich stolz auf Euch und froh, auf ganz spezielle Art zu erfahren, was euch beschäftigt.“

Lara Arsenovic erhielt einen dritten Platz der Publikumswertung in der Altersgruppe I für ihr Gedicht „Eragon“. Amy Briesemann erreichte die ersten drei Plätze in der Publikumswertung in ihrer Altersklasse II. Sie beginnt beispielsweise einen Text mit dem Satz: „Und wenn du nicht mehr schwimmen kannst, dann schwimm ich für uns beide …“ Sophia Olbrich nahm von Buchhändler Christoph Ahrweiler den Sonderpreis der Buchhandlung Kayser entgegen mit einem eindrucksvoll gesprochenen Text über ihre Liebe zu Büchern und der Buchhandlung: „Ich werde kommen und euch lesen, Buch für Buch.“

Weitere Informationen zum Wettbewerb und den Preisträgern finden Sie hier auf der Internetseite von „Rheinbach liest“.

Rheinbach liest und SJG