Kategorie-Archiv: Naturwissenschaften

Wettbewerb „bio-logisch“: Mitmachen lohnt sich!

Annika Reska und Hannah Sucker (6b) gewannen für ihre guten Leistungen beim Schülerwettbewerb „bio-logisch“ des Landes Nordrhein-Westfalen die Teilnahme am Regionaltag für die Klassenstufen 5 bis 6  im Regierungsbezirk Köln. Unter dem Titel „Fossilien find’ ich gut!“ verbrachten sie am 18.Oktober 2017 einen erlebnisreichen Tag  in Nettersheim/Eifel.  

Renate Neffgen
Fotos: Norbert Marxen

 

Feuer und Flamme

Drei Grundschulklassen aus Wormersdorf und  Merzbach arbeiteten am Donnerstag, 23. November 2017 begeistert mit Schülern der 8. Klassen bzw. 9. Klassen sowie den Biologie- und Chemielehrern Karl Krahé, Tina Kressel, Cornelia Otremba, Patricia Schäffer und Heribert Wald zum Thema Feuer. Die Projekte sind Bestandteil der landesweiten Initiative „Zukunft durch Innovation“ (ZdI) zur Stärkung der Naturwissenschaften.

Dass man manche Flüssigkeiten gar nicht berühren muss, um sie zum Brennen zu bringen, überraschte die Viertklässler aus Merzbach. Sie erstellten Hypothesen zu diversen Fragen, beispielsweise warum und wie ein Holzfeuer oder eine Kerze brennen und wie sich eine Flamme wieder löschen lässt. Heribert Wald und Tina Kressel gaben ihnen anhand von Experimenten Antworten.

Mit Unterstützung von Neuntklässlern bauten Schülerinnen und Schüler aus Merzbach Dampfschiffe. Cornelia Otremba und Patricia Schäffer zeigten ihnen, wie es geht. „Was könnte ich verändern, damit es noch besser fährt?“: Dieser Frage ging die Gruppe gemeinsam nach. Und zu Hause in der Badewanne kann dann weiter experimentiert werden, das kleine Boot mit Hilfe von Wasserdampf in Bewegung zu setzen.

Karl Krahé und sein Team führte ebenfalls etliche Experimente zum Thema Feuer mit Grundschülern aus Wormersdorf durch. Hier ging es um entzündliche Dämpfe, das Anzünden eines Streichholzes und das Löschen durch Entzug von Sauerstoff. Mit Schutzbrillen ausgerüstet hatten unsere Besucher große Freude am Forschen rund um Feuer und Flamme.

„Berlin liegt an der Nordsee!“

Mit der kühnen Behauptung, Berlin liege an der Küste, hatten sich die Schülerinnen und Schüler des Differenzierungskurses BioGeoChemie der Jahrgangsstufe 9 auseinanderzusetzen. Der Wissenschaftsladen Bonn spielte mit den Schülerinnen und Schülern am 25. September ein Planspiel, in dem es um die fiktive Neugestaltung der Schulkantine ging – und mit der Frage, was Gewässer damit zu tun haben, auch wenn sie nicht in unmittelbarer Nähe liegen.

Zertifizierter Fisch, Reduzierung und Recycling von Verpackungsmüll, die Problematik von aus Reinigungsmitteln stammender Mikroplastik in Gewässern sowie die Länge von Transportwegen waren Themen, mit der sich der Kurs beschäftigte. Im Planspiel schlüpften die Schülerinnen und Schüler in unterschiedliche Rollen von Interessensvertretern, die bei der Planung einer neuen Kantine miteinander diskutieren: Lehrer, die Frau aus der Bauverwaltung, der Mann von Hygieneinstitut, die Vertreterin der örtlichen Umweltinitiative, der Koch. Sie argumentierten aus einer fremden Perspektive und vertraten (möglicherweise) eine andere Meinung als die eigene. Sie alle unter einen Hut zu bekommen und gemeinsam eine Lösung zu finden, war das Ziel des Planspiels.

Indem Fürsprecher für gesunde, abwechslungsreiche Ernährung oder für die Außendarstellung der Schule auf Vertreter für erschwingliche Mahlzeiten oder Verfechter des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit traten, erkannte die Gruppe, wie wir mit unserem Konsum und unserem Verhalten den Zustand der Meere und Ozeane beeinflussen, auch wenn wir weit weg von diesen Gewässern wohnen – wenn auch nicht unbedingt in Berlin.

Helmut Gaßmann

Wie ein Medikament entsteht

Den Weg von einer Idee bis zum zugelassenen Medikament konnten die beiden BioChemie-Differenzierungskurse der Jahrgangsstufe 9 anhand eines Vortrags von Dr. Eva-Maria Krüdewagen nachvollziehen. Die Leiterin einer Forschungsgruppe Medikamentenentwicklung der Abteilung für die Entwicklung von Tiermedikamenten bei Bayer, Leverkusen war auf Einladung von Biologielehrerin Andrea Schulte am 8. Mai 2017 zu Gast und erklärte den Schülerinnen und Schülern die einzelnen Stufen.

Zwischen zehn und zwölf Jahre vergingen, bis ein Medikament entwickelt sei und alle Tests durchlaufen habe, so dass es vermarktet werden könne. „Von zigtausend Präparaten im Screening kommt nur eins durch“, erläuterte die studierte Tierärztin. Die durchschnittlichen Entwicklungskosten für ein Tiermedikament betrügen 45 bis 60 Millionen Euro. Eine einzige Zecke koste im Einkauf 6,50 Euro, ein Floh 25 Cent – und davon würden sehr viele benötigt.

Wie die Entwicklung konkret aussieht, machte Dr. Eva-Maris Krüdewagen anhand eines Medikaments gegen Zecken und Flöhe klar – die Tiere hatte sie genauso wie Bandwürmer zur Anschauung dabei. Weitere Themen ihres 90-minütigen Vortags waren Tierversuche in der Human- und Tiermedizin sowie ethische Grundsätze für die medizinische Forschung am Tier. Außerdem stellte sie den Schülerinnen und Schülern Adoptionsprogramme für Versuchstiere vor. Auch über die vielfältigen Berufe in der Pharmaindustrie erfuhren sie viel Wissenswertes. Ihre Reaktion auf die Veranstaltung: „interessant – aber merkwürdig, dass man so distanziert und sachlich über Tierversuche sprechen kann“. Dr. Krüdewagen verdeutlichte, dass auf 199 Tiere, die für die Ernährung der Menschen geschlachtet würden, nur eins komme, das für Versuche genutzt würde – gejagte Tiere, Fischfang und Schädlingsbekämpfung seien dabei noch nicht eingerechnet.

Momos Auftritt vor der Presse

momo-gaDie Redakteure vom General-Anzeiger waren von Momo ganz begeistert. In der Ausgabe vom 13. Januar 2017 ist ein langer Bericht über unseren Schulhund erschienen. Redakteur Mario Quadt besuchte die Klasse 6b in einer Hundestunde und stellt in seinem Artikel das Schulhund-Konzept vor. Als die Online-Redaktion von dem geplanten Artikel erfuhr, eroberte Momo auch dort die Herzen der Mitarbeiter. So ist zusätzlich ein Film von Simon Bartsch, Sebastian Meltz und Karsten Lettau entstanden.

Genetischer Fingerabdruck aus der Mundschleimhaut

Labor2Ein Tag im Labor und dennoch in der Schule – das konnten Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 erleben. Dr. Ina Siebenkotten und Dr. Dagmar Assadsolimani waren zum wiederholten Mal mit ihrem mobilen Labor „Science to Class“ zu Gast und leiteten die insgesamt fast 70 Nachwuchsbiologen der drei Biologie-Leistungskurse und einiger Grundkurse dabei an, ihren genetischen Fingerabdruck herzustellen.

 

Dieses Projekt fand am Freitag, 22.4., Montag, 25.4. und Dienstag, 26.4.2016 statt. Neben den Versuchsanweisungen erhielten die Schülergruppen vielfältige Einblicke in die Laborarbeit, außerdem informierten die beiden Biologinnen über mögliche Berufsbilder für die zukünftigen Naturwissenschaftler. Bei ihrem Experiment isolierten die Schülerinnen und Schüler DNA aus Zellen ihrer eigenen Mundschleimhaut, vermehrten sie in einem Thermocycler mithilfe der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) und analysierten sie mittels Gelelektrophorese, einem Verfahren, mit dem man Moleküle zur Identifikation voneinander trennen kann. Außerdem beschäftigten sie sich mit der Frage, wo der genetische Fingerabdruck zum Einsatz kommt.

Labor3

„Was wir mit den Schülergruppen analysieren, sagt nichts über mögliche Krankheiten oder Charaktereigenschaften aus“, betonte Dr. Ina Siebenkotten. „Wir nehmen uns nur einen Genort vor; für einen Vaterschaftstest beispielsweise sind acht Orte nötig.“ Vielmehr gehe es darum, exemplarisch die Vorgehensweise kennen zu lernen und auf diese Weise an wissenschaftliches Arbeiten heranzuführen. Sie freute sich über die rege Mitarbeit der Elftklässler; die wiederum fanden die Zeit im Labor eindrucksvoll und erklärten: „So etwas kann man wiederholen!“

Finanziert wurden die Labortage durch die Landesinitiative „Zukunft durch Innovation“ (ZdI).

Weitere Infos: http://www.science-to-class.de/

Wir sind MINT

MINTDie Schulgemeinschaft weiß schon lange, dass sich das SJG für naturwissenschaftliche Fächer in besonderer Weise einsetzt; jetzt ist dies sogar besiegelt: Wir dürfen mit der Plakette „„MINT-freundliche Schule“ werben. Unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz erhielt die Schule auf der Bildungsmesse „Didacta“ in Köln in der vergangenen Woche die Urkunde.

MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Eine Schule, die das Siegel erhält, muss einen umfangreichen Kriterienkatalog abdecken – das hat das SJG mit seinem schulinternen Lehrplan, den naturwissenschaftlichen AGs, der erfolgreichen Teilnahme an diversen Wettbewerben, Projekten und Kooperationen mit der Wirtschaft unter Beweis gestellt.

Als ausgezeichnete „MINT-freundliche Schule“ profitiert das SJG nun von einem aus Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Schulen bestehenden Netzwerk. Auf diese Weise werden die Schülerinnen und Schüler schon früh an potenzielle Arbeitsplätze herangeführt und kommen mit naturwissenschaftlichen Forschern in Kontakt.

MINT-SJG

Dr. Helmut Gaßmann (2. v.l.) und Cornelia Otremba nehmen als Vertreter des St. Joseph-Gymnasiums die MINT-Auszeichnung an. Der Schule wird als Partner die Dienstleistungsgesellschaft für Informatik mbH, Bonn zur Seite gestellt, hier vertreten durch Thomas Michel (2.v.r.). Thomas Sattelberger, Vorsitzender „MINT Zukunft schaffen“ (l.) und Stefan Ginthum, LEGO Education (r.) gratulierten.