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IBO_LogoEva Watrinet und Justin Simons aus der Jahrgangsstufe 12 (Q2) sowie Eleonora Hazin (Jahrgungsstufe 11, Q1) gehören zu den 40 besten Schülern Nordrhein-Westfalens bei der diesjährigen Internationalen Biologie-Olympiade (IBO). Zwei von ihnen wurden für ihre Leistungen in der zweiten Runde des anspruchsvollen Wettbewerbs in Bochum geehrt. Hier ihr Bericht:

Am 19. Januar haben wir, Eva Watrinet und Justin Simons, uns mit unseren Bio-Leistungskurs-Lehrern Herrn Herzog und Herrn Gaßmann auf den Weg nach Bochum in das Planetarium zur Ehrung der Top 40 Kandidaten aus NRW der Internationalen Biologie Olympiade gemacht. Die IBO ist ein jährlich wiederkehrender Schülerwettbewerb, der der Förderung biologisch interessierter und talentierter Schülerinnen und Schüler dient. Sie will einerseits kreatives Denken beim Lösen biologischer Probleme fördern, andererseits freundschaftliche Beziehungen zwischen jungen Menschen aus verschiedenen Ländern entwickeln.

Wir hatten, zusammen mit etlichen anderen Mitschülern von SJG und VPK,  die erste Runde, die aus 4 Aufgaben  verschiedener Bereiche der Biologie bestand, erfolgreich absolviert und waren zur 2. Runde angetreten. Dort mussten wir innerhalb von 2 Stunden eine Klausur bearbeiten, die es „in sich hatte“. In dieser Runde kamen wir beide und Eleonora Hazin aus der Stufe 11 unter die besten 40 Schülerinnen und Schüler aus NRW und wurden zur Feierstunde in das Planetarium Bochum eingeladen.        
Die IBO-Landesbeauftragten Ulrike Hölting begrüßte uns im Planetarium. Anschließend wurden wir durch Herrn Holtschneider von der Bezirksregierung Düsseldorf, Frau Hinz von der Bayer Science & Education Foundation und Herrn Dr. Pilling von der Bayer Bergkamen geehrt.

Preisträger bei der Internationalne Biolgoei-Olympiade 2016: Eva Watrinet und Justin Simons.
Eva Watrinet (2.v.l.) und Justin Simons (4.v.l.) wurden in Bochum für ihre herausragenden Leistungen bei der Internationalen Biologie-Olympiade ausgezeichnet. Begleitet wurden sie von ihren Biologie-Lehrern Tobias Herzog (3.v.l.) und Dr. Helmut Gaßmann (5.v.l.).

Die besten Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich für die 3. Auswahlrunde in Kiel qualifizieren konnten, berichteten von einem mehrtägigen Landeseminar, an dem sie teilgenommen hatten. In diesem Jahr lag der Schwerpunkt auf praktischen Übungen, um die Schüler auf die anstehende 3. Runde vorzubereiten.
Im Anschluss hörten wir einen hochinteressanten Vortrag über mögliches Leben im All. Durch Projektion wurde im Planetarium der jeweils aktuelle Sternenhimmel demonstriert. Danach gingen wir auf eine „virtuelle Raumfahrt“ zum Mars. Ein eindrucksvolles Erlebnis!       
Nach diesem Vortrag wurde von Herrn Holtschneider die Preisverleihung durchgeführt.
SJG und VPK wurden aufgrund der hohen Erfolgsquote der Teilnehmer besonders erwähnt.  Hingewiesen wurde auf die den Biologen bekannte „K-Strategie“, die hier besagen sollte, dass ziemlich viele Schülerinnen und Schüler, die an der ersten Runde teilgenommen hatten, auch die zweite Runde erreichten.
Als Preise erhielten wir mehrere hochwertige Biologiebücher, eine Powerbank und Schreibzubehör. Gesponsert wird die IBO NRW durch den Bayer-Konzern. Dieser bekundete ebenfalls Interesse daran, die Olympioniken z.B. für zukünftige duale Studiengänge zu gewinnen. Beim abschließenden Lunch bestand Gelegenheit, sich mit den anderen Teilnehmern auszutauschen.

Eva Watrinet, Januar 2016

Alle erfolgreichen Teilnehmer unserer Schulen an der zweiten Runde der Internationalen Biologie-Olympiade 2016 (in alphabetischer Reihenfolge):

Kieran Didi, Annika Händeler, Eleonora Hazin, Daria Hirschmann, Eva Metzen, Anna Schröder, Justin Simons, Eva Watrinet, Stephanie Windemuth, Cathrin Zimmermann

Herzlichen Glückwunsch!!! 

Helmut Gaßmann

Weitere Infos unter: http://www.biologieolympiade.de/  oder http://www.biologieolympiade-nrw.de/index.html

Das St. Joseph-Gymnasium setzt sich in besonderer Weise für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, die so genannten MINT-Fächer, ein. Im Februar wird dies durch eine Urkunde bestätigt: Unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz wird unsere Schule am
16. Februar 2016 auf der Bildungsmesse didacta in Köln als „MINT-freundliche Schule“ geehrt und darf anschließend das MINT-Siegel tragen.

MINT

Um diese Auszeichnung zu erhalten, müssen diverse Kriterien erfüllt sein – beispielsweise in Bezug auf den schulinternen Lehrplan, die Vernetzung mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen und die Förderung der Schüler und Schülerinnen im naturwissenschaftlichen Denken durch Projekte.

„Die Arbeit mit reinen Mädchen- und Jungengruppen in Unter- und Mittelstufe bietet gerade für den naturwissenschaftlichen Unterricht den Vorteil, dass sich die jeweiligen Begabungen besser entfalten können. Dies belegen auch empirische Untersuchungen. Die in Unter- und Mittelstufe erworbene Kompetenz und das Selbstvertrauen bilden die Grundlage dafür, sich im gemischten Oberstufenunterricht zu behaupten. Außerdem werden insbesondere Mädchen ermutigt, ihren Beruf in einem breiteren Spektrum zu suchen“, heißt es in der erfolgreich eingereichten Bewerbung für die Ehrung. Darüber hinaus spielt auch die Stundentafel eine Rolle: Abweichend vom allgemeinen Lehrplan des Landes NRW werden Physik und Chemie (ab Klasse 8) und Biologie in der Mittelstufe durchgängig unterrichtet, um eine Kontinuität im Lernprozess zu erzielen. Auch die angebotenen Wahlpflichtkurse Biologie/Chemie („Gesundheit-Krankheit“), BioGeoChemie („Boden-Wasser-Luft-Energie“) und Informatik stärken das MINT-Profil des SJG. Darüber sind die vielen naturwissenschaftlichen AGs sowie die Beteiligung an ZdI-Projekttagen („Zukunft durch Innovation“) und die regelmäßige Teilnahme an diversen Wettbewerben der verschiedenen mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer zu nennen.

Weitere Informationen zur Initiative „MINT-freundliche Schule“ unter http://www.mintzukunftschaffen.de/mint-freundliche-schulen.html.

 

 

IMG_7663Wie wird ein Hund zum Blindenführhund? Dieser Frage gingen zwei fünfte Klassen am Freitag, 30. Oktober nach – aber nicht anhand eines Lehrbuchs oder eines Films, sondern aus nächster Nähe und ganz praktisch: In einer Doppelstunde war Hündin Leila zu Gast am SJG. Biologielehrerin Cornelia Otremba bereitet den einjährigen braunen Labrador Retriever ehrenamtlich auf die Ausbildung zum Blindenführhund vor. Die Blindenführhundschulen arbeiten mit Paten zusammen, die die Sozialisierung und Ausbildung des Welpen im ersten Lebensjahr übernehmen.

Im Rahmen der Blindenführhundausbildung lernt ein solcher Hund rund 40 Kommandos, von denen Junghund Leila bereits zehn sicher beherrscht. So konnten noch nicht alle Kommandos des Blindenführhundes vorgeführt werden, aber dass neben „Sitz!“ und „Platz!“ auch Anweisungen wie „Such Zebra!“ (Such den Zebrastreifen!) von Bedeutung sein können, wurde der Schülergruppe schnell klar. Schließlich solle der Hund die Augen des Blinden ersetzen, so C. Otremba. „Im Straßenverkehr genauso wie im Berufsleben.“

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Zum einen erfuhren die Mädchen und Jungen, wie der Hund einzelne Kommandos erlernt, zum anderen wurde ihnen bewusst gemacht, wie sie sich einem Blindenführhund gegenüber im Alltag verhalten sollen. „Blindenführhunde besitzen ein Geschirr mit Haltebügel und Leine; tragen sie dieses, haben sie ‚Arbeitszeit’ und dürfen nicht von fremden Personen angefasst oder gestört werden, da sie sich auf ihre Arbeit konzentrieren müssen. Es dürfen ihnen keine Fehler unterlaufen, da das sonst ein großes Unfallrisiko für den Blinden darstellt“, erklärte C. Otremba den aufmerksamen Fünftklässlern. Auch weitere Einsatzgebiete des Labradors wie die Jagd, Begleitung von Behinderten sowie als Therapie- oder Schulhund waren Thema der Hundestunde.IMG_7597

Leila eroberte schnell die Herzen der Mädchen und Jungen, wünschen sich doch viele von ihnen solch einen Familienhund. In der Hundestunde lernten sie unter anderem, wie man einen Hund begrüßen oder streicheln sollte, und welche Merkmale ihm als Fleischfresser mit Raubtiergebiss zuzuordnen sind. In einem Experiment untersuchten die Schülerinnen und Schüler das Fressverhalten und die bevorzugte Nahrung des Hundes. Frisst ein Fleischfresser wirklich nur Fleisch? (siehe dazu den Kurzfilm)

Nur ungern ließen die beiden Klassen Leila wieder gehen – in der Hoffnung, dass sie nach ihrer Ausbildung ein Seelenfreund eines blinden Menschen werde.

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