Kategorie-Archiv: Exkursionen

„Überhaupt nicht depressiv!“: Studienfahrt nach London

William Blakes „London“ ist 1794 eine Stadt des Unglücks, des Leidens, der Depression, der sozialen Ungerechtigkeiten. 223 Jahre später erscheint die britische Metropole den Besuchern – trotz oder wegen des beschlossenen und in Kürze vollzogenen Brexits? – als eine multi-kulturelle, vielseitige, dynamische, optimistische,  effizient funktionierende Großstadt. Lea Hölz und Marco Klein (Jahrgangsstufe 10) fanden die Menschen hilfsbereit, freundlich und nett und die öffentlichen Verkehrsmittel perfekt: „Wir mögen die U-Bahn und das DLR-System. In kürzester Zeit kann man überall hinkommen.“ Elza Shala (Jgst. 10) betont die kulinarischen Vorteile: „In London kann man eine Vielzahl von Gerichten probieren, die man in Deutschland nicht unbedingt vorfinden kann.“ Und Martin Ehrhard (Jgst. 10) ist beeindruckt von den vielen historisch bedeutsamen Sehenswürdigkeiten und der hohen Museumsdichte.

Während ihrer Studienfahrt nach London war dementsprechend die „Must-Do“-Liste für die Schülerinnen und Schüler des Rheinbacher St. Joseph-Gymnasiums mit den Führungen durch den „Tower of London“ – inklusive der Inspektion der englischen Kronjuwelen – sowie durch die „Houses of Parliament“ als auch mit der Projektarbeit in diversen Museen – „The Museum of London“, „Tate Modern“ „National Portrait Gallery“ und „Kensington Palace“ – anspruchsvoll gefüllt.

Marlene Genn und Bernhard Vogt, beide Englischlehrkräfte am Rheinbacher St. Joseph-Gymnasium, gaben den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, über die schulfreie Karnevalszeit die Metropole des Vereinigten Königreiches zu erkunden. Dabei sind für die Mitreisenden neben den bekannten klassischen Sehenswürdigkeiten und Institutionen neuere und exotischere Attraktionen Londons im Angebot, zum Beispiel der „Sky Garden“, der höchste Park Londons, auf den drei obersten Stockwerken (35 bis 37) des wegen seiner Form als „Walkie Talkie“ bezeichneten Wolkenkratzers in der Fenchurch Street mit einem wunderbaren Überblick über die britische Hauptstadt.

Oder „The Crystal“ in den Docklands, einem interaktiven Museum, das die nachhaltigsten Techniken für Häuser präsentiert und selbst nutzt. Nach eingehenden Informationen über die Probleme, die das Stadtleben in der Zukunft mit sich bringen wird, z. B. Bevölkerungswachstum, Energieversorgung, massentaugliche Transportsysteme, Sicherheitsansprüche, konnten die Schülerinnen und Schüler in einer Computersimulation versuchen, eine Stadt für 40 Jahre ökologisch, ökonomisch, kulturell und sozial aufrecht zu erhalten.

Die frei gestaltbaren Stunden nutzten die SJG-Reisenden, um individuellen Interessen zu nachzugehen. Die „Oxford Street“ und „Camden Town“ sind dabei die Anlaufstellen für jene, die glauben, Powershoppen sei eine unverzichtbare touristische Disziplin, während Sportinteressierte dem berühmten Wembley-Stadion oder dem zu den Olympischen Spielen 2012 erbauten „Queen Elizabeth Olympia Park“ einen Besuch abstatten. Zur Regeneration oder bei dem seltenen Fehlen von eigenen Plänen ist das Hostel ein ruhiger Ort zum Entspannen und zum Aufladen neuer Energie für die Stadt.

„In meinen Augen ist London eine hyperaktive, stressige Stadt. Jeder scheint in Hektik zu sein, es ist laut. voll und wuselig, ich ziehe die Kleinstadt vor“, denkt Nicolas Kaufmann über die Studienfahrttage hinaus. Die wenigen anderen kritischen Stimmen wegen gefühlt langer Fußwege ohne standesgemäße Sitzpausen fallen bei der allgemeinen Anerkennung für das effiziente und funktionierende U-Bahn- und Bussystem Londons kaum ins Gewicht. Die Schülerinnen und Schüler waren auf jeden Fall begeistert von dem Besuch an der Themse: „London ist eine atemberaubende Stadt mit tollen Sehenswürdigkeiten, die auf jeden Fall einen zweiten Besuch wert sind“, fasst Alexander Olzem (Jgst. 11) die Tour zusammen. „Fantastisches Programm,  Glück mit dem Wetter, kein Regen“, lobt Luca Leone (Jgst. 10). „Wir haben viel über London erfahren“, schätzt Tim Melsbach (Jgst. 10) den Mehrwert einer Studienfahrt, „selbst wenn man glaubte, durch das Lehrbuch schon informiert zu sein, durch die Experteninformation vor Ort gab es immer noch etwas dazu zu lernen.“

Nicolas Kaufmann, Yannik Eßer (Jgst. 11 – 2016/17)

„An amazing audience“

0 Students in front of the Museum of LondonStudienfahrt nach London: “A place with different faces, history and 21st century combined, multi-cultural” (Linda Jakob), “great for a holiday” (Karolin Engels), “high skyscrapers, historic palaces, green spaces galore, efficient public transport” (Timo Dederichs), “diverse, exciting and interesting” (Sarah Schmidt), ”polite people always willing to help” (Felicia Stahlhut, Tom Georgi) “patriotic and old traditions, a little bit weird sometimes, though” (Hannah Grüne) sind nur einige wenige der vielen positiven Charakterisierungen, die die Reisenden für ihr Studienfahrtziel fanden.

Im Oktober kurz vor den NRW-Herbstferien 2016 unternahmen die 36 Schülerinnen und Schüler der Leistungskurse Englisch der Jahrgangsstufe 12 des Erzbischöflichen St. Joseph-Gymnasiums Rheinbach ihre letzte Studienfahrt, um an außerschulischen Lernorten die abiturrelevanten Unterrichtsinhalte zu vertiefen und die Möglichkeit zu nutzen, selbständig Verantwortung zu übernehmen. In Form von Referaten und Präsentationen wurde der Unterrichtsstoff durch die Kursteilnehmerinnen und –teilnehmer auf- und vorbereitet, durch Expertengespräche sowie durch Vorlesungen und Vorträge von Spezialisten vor Ort vertieft als auch durch Arbeitsblätter, Protokolle und Reflexionsphasen im Sinne der anstehenden mündlichen Prüfungen nachbereitet und überprüft.

Dass sich die Englischleistungskurse von Waltraud Nestler und Bernhard Vogt mit London ein englischsprachiges Ziel ausgewählt hatten, das mit seinem reichhaltigen Angebot an Lernsituationen die verpflichtenden Abiturthemen umfassend abdeckt, bedarf eigentlich nicht einer besonderen Erwähnung.

Mit dem Bus ging es frühmorgens nach Calais, von dort aus mit der Fähre nach Dover und, nicht  ohne Dover Castle besucht zu haben, weiter nach London.

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Lesen Sie hier den gesamten Beitrag: An amazing audience – press release – Plate, Schmidt, Stahlhut + pics

„Mosi and IWM“: Klasse 9d in Manchester

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Die Klasse 9d des Erzbischöflichen Sankt-Joseph Gymnasiums unternahm im Rahmen der für die neunte Jahrgangsstufe vorgesehenen Bildungsfahrt eine Reise nach Manchester, England. Für fünf Tage besuchten die Schüler unter der Leitung ihrer Klassenlehrerin Elizabeth Weckes und ihres Deutschlehrers Bernhard Vogt die klassischen Sehenswürdigkeiten und Lernstationen des englischen Nordens: unter anderem “Old Trafford“, das Stadion von Manchester United, das ,,Museum of Science and Industry‘‘, das ,,Imperial War Museum‘‘ und das „People’s History Museum“ in Manchester sowie “York Minster‘‘. Hier der komplette Bericht: Manchester2016_Klassenfahrt9d

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Pflanzen und Tiere als Partner, Konkurrenten und Parasiten

DSCN0785Die Interaktion zwischen Pflanzen und Tieren, aber auch die Flora und Fauna der Tropen waren die interessantesten Themen  einer Exkusion der Biologie-Leistungskurse von Frau Otremba und Herrn Dr. Gaßmann in den Botanischen Garten Bonn.

Am Mittwoch, 22. Juni , hatten sich die Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Unterrichtsreihe Ökologie auf den Weg in die Bundesstadt gemacht. Dort wurden die interessierten Schülerinnen und Schüler von zwei fachkundigen Führern freundlich empfangen. Während der beiden Führungen wurde inhaltlich  besonders viel Wert auf die Interaktion zwischen Pflanzen und Tieren gelegt. Es wurden sowohl regionale Beispiele wie das Zusammenspiel zwischen dem Großen Wiesenknopf, dem Wiesenknopf-Ameisenbläuling und der Trockenrasen-Knotenameise thematisiert, aber auch Abstecher in die Flora und Fauna der Tropen sowie der Wüste ließen die Schülerinnen und Schüler über den berühmten Tellerrand hinausblicken. Nach den Führungen gab es noch Zeit, um einen weiteren Einblick in die Vielfalt des Botanischen Gartens zu erhalten. „Ein Ausflug in dieser Art und Weise wird bestimmt mit folgenden Biologieleistungskursen wiederholt werden“, kommentiert der Koordinator für die Naturwissenschaften am St. Joseph-Gymnasium, Dr. Helmut Gaßmann.

Judith Bernhardt, Lea Tschauder

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Wissenschaftsmesse unter den Augen von Beethoven

04_ff21c00f6cExkursion des SJG zum Wissenschaftszelt „Wasserwelten” auf dem Bonner Münsterplatz

Unter der Leitung von Dr. Helmut Gaßmann verlegte der Bio/Geo/Chemie-Kurs der Jahrgangsstufe 8 des SJG den Unterricht in das auf dem Bonner Münsterplatz aufgebaute Wissenschaftszelt “Wasserwelten”. Da der Kurs das Thema Wasser bearbeitete, war die Exkursion eine willkommene Ergänzung zu den Unterrichtsinhalten. Ökologisch korrekt ging es mit dem Zug nach Bonn, um im Wissenschaftszelt an ausgewählten Stationen mit dem Schwerpunkt Wasser zu arbeiten. Wissenschaftler der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität, der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und anderer Organisationen demonstrierten spannende Versuche, bei denen die Schülerinnen und Schüler auch selbst mitwirken durften. Vorab konnten sich die Schüler mit frischem Wasser, welches es gratis an einem zum Wissenschaftszelt gehörenden Wasserstand gab, versorgen.

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Die Hochschule Bonn Rhein-Sieg präsentierte die Möglichkeit der Wassersäuberung durch Ozon. Unter Strom gesetzte Kapseln, die in einen mit Wasser gefüllten Glasbecher getaucht werden, produzieren Ozon. Das Ozon zersetzt zunächst die Schadstoffe aus dem Wasser und dann sich selbst. Je nach Masse und Grad der Verschmutzung, dauert der Vorgang unterschiedlich lange. Diese Art der Wasserreinigung könnte z. B. bei Expeditionen im Urwald und anderen unzugänglichen Gegenden genutzt werden. „Die Desinfektion des Wassers durch Ozon ist besser als durch Chlor, doch wird für jede Desinfektion eine Stromquelle benötigt,“ zeigte Biologe Roman Grimming Vor- und Nachteile der Methode auf.

Dass die Informationstechnologie nicht nur zur Nutzung von Notebooks und Smartphones dient, zeigte das Fraunhofer-Institut für intelligente Analyse- und Informationssysteme. Hierbei wurden Roboter-Anwendungen zur Reparatur von Kanalsystemen, welche in Deutschland eine beachtliche Länge von etwa 500 000 km erreichen, sowie Informationstechnologie für die Binnenschifffahrt vorgestellt. Mit Computer unterstützten Berechnungsmodellen können Frachtladungen der Schiffe an die zu erwartenden Pegelstände der Flüsse und die Durchfahrtshöhen der Brücken angepasst werden.

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Einer der Höhepunkte der Wissenschaftsschau war eine Anlage der Deutschen Luft und Raumfahrt Gesellschaft (DLR) zur Aufzucht von Tomaten in einer künftigen Marsstation. Der besondere Clou dieser Anlage ist das Recycling menschlichen Urins zur Düngung von Tomatenpflanzen. Mit dem hier vorgestellten, sehr einfachen Verfahren soll es den Wissenschaftlern zukünftiger Marsmissionen ermöglicht werden, sich weitgehend selbst zu ernähren. Dabei wird der Urin über spezielle Filter geleitet, der Harnstoff und der hierin enthaltene Stickstoffanteil als Düngemittel abgetrennt und zusammen mit dem übrig bleibenden Wasser durch Pumpen den Pflanzen zugeführt. Licht- und Wärmequellen sorgen für die notwendige Energie zum Wachstum der Nahrungsmittel. Ein erster Test im Weltraum soll laut den Angaben der Mitarbeiter der DLR im nächsten Sommer stattfinden.

Der Ausflug und die Führung durch das Wissenschaftszelt waren sehr informativ und eine Bereicherung für den Unterricht. “Ich fand es gut, dass wir so viel ausprobieren konnten”, so Leon Fix (8d). Obwohl es sehr laut und unruhig im gesamten Zelt zuging, da die einzelnen Stationen nicht richtig von einander abgetrennt waren, wurden alle Themen gut und anschaulich erklärt.

Helmut Gaßmann würde diese Art der Unterrichtsergänzung jederzeit wiederholen: “Es wurde vieles gezeigt, was man so im Unterricht nicht mit einem Versuch erklären könnte. Außerdem hat mir gefallen, dass alle Schülerinnen und Schüler interessiert bei der Sache waren.”

Konrad Hering, Mauritz Mügge (8d)

Ausflug in das „Wissenschaftscafé“

DSCN9721Außerschulische Lernorte – da fehlt man im regulären Unterricht, weil man sich einmal mit dem „Leben danach“ (….. dem Abitur) und den wichtigen Dingen beschäftigt, die, zwar zum Fach gehören, aber doch in der Schule meist nicht ohne Weiteres bearbeitet werden können. So geschehen am Freitag, 12. Februar, an dem die drei Biologie-Leistungskurse der Stufe 11 (Q1) mit ihrer Lehrerin Cornelia Otremba und ihren Lehrern Michael Ovelhey und Dr. Helmut Gaßmann zum Campus Klein-Altendorf „pilgerten“,   Weiterlesen

„Sailing on the sea of knowledge“ oder: Nager im Parlament

03 Canary WharfMan kann vieles von dieser Studienfahrt nach London behaupten, nur eines nicht: dass die Schülerinnen und Schüler gefaulenzt haben: Jeden Morgen früh aufstehen, jeden Tag gefühlt unendliche Kilometer laufen, jeden Tag jede Menge Arbeitsaufträge, Übungen und Programmpunkte – Langeweile fühlt sich anders an. Kein Wunder: Es warteten neben den Klassikern – wie der Tower Bridge, dem Tower of London und Big Ben auch die „Hidden Hotspots“, die die Lehrer Marlene Genn und Bernhard Vogt ihren Studienfahrerinnen und Studienfahrern empfehlen konnten. Weiterlesen

Lord Uxbridge und sein Holzbein: Leistungskurse Deutsch 2 und Englisch 3 in Brüssel und Waterloo

05a Fun with flagsEinmal mitten in der Woche im Plenarsaal in Brüssel auf den Plätzen des diplomatischen Korps zu sitzen und das originale Holzbein von Lord Uxbridge betrachten zu können, hätten Schülerinnen und Schüler des Sankt-Joseph-Gymnasiums und des Vinzenz-Pallotti-Kollegs in Rheinbach nicht in ihren kühnsten Träumen gedacht. Am Mittwoch, dem 11. November 2015, wurden diese Träume wahr. Die Q1-Deutsch- und Englisch-Leistungskurse unter der Leitung von Bernhard Vogt und Johannes Wagner verbrachten einen Unterrichtstag in Brüssel, um das EU-Parlament und in Waterloo das Wellington-Museum über die Schlacht von 1815 zu besuchen.

01a Vor dem EU Parlament

 

 

 

 

 

 

 

Die Präsentation von Christoph John, Referent des deutschsprachigen Besucherdienstes im EU-Parlament, bestätigte die bereits im Unterricht erarbeiteten Ergebnisse über den Aufbau des EU-Parlaments und die Funktion der EU-Institutionen. Die EU hat 28 Mitgliedsstaaten, aus denen insgesamt 751 Abgeordnete aus 196 Parteien im Parlament sitzen. Aus Deutschland sind das 96 Abgeordnete aus 15 Parteien, was bedeutet, dass jeder Abgeordnete 830.000 deutsche Bürger vertritt. Auf ihnen liegt also eine immense Verantwortung.

04 Im Plenarsaal

 

 

 

 

 

 

 

Die Abgeordneten haben ein Mandat für 5 Jahre, in dieser Zeit können sie keinem anderen Parlament angehören. Die Abgeordneten verbringen meist 2 Wochen eines Monats in Brüssel und eine Woche in Straßburg, wo sie an Plenarsitzungen teilnehmen. Den restlichen Monat verbringen sie in ihrem Wahlkreis, um den Kontakt zu ihren Wählern aufrecht zu erhalten. Die Abgeordneten, die hier während einer Sitzung sprechen wollen, haben lediglich 1 bis 2 Minuten Redezeit, währenddessen wird das Gesprochene in die 23 Amtssprachen übersetzt.

03 Seminar

 

 

 

 

 

 

 

Im „Musée Wellington“ zur Schlacht der europäischen Allianz von u. a. Großbritannien, Russland und Preußen gegen Napoleon bei Waterloo am 18. Juni 1815 wurde den Kursen von dem Museumsexperten viel Hintergrundwissen weitergegeben, was zu einer ziemlich abwechslungsreichen Unterrichtsstunde führte. Er erzählte von der Niederlage Napoleons und dem Sieg des, wie er meinte, politisch viel kompetenteren und humaneren Herzog von Wellington, der zwar General war, aber sich auch um die Absurdität kriegerischer Auseinandersetzungen seine Gedanken machte: „A victory is the greatest tragedy in the world, except a defeat“.

12 Wellington Museum

 

 

 

 

 

 

 

Am Ende der Führung im Wellington-Museum prägte der Vortragende mit seinem unnachahmlich sympathischen Englisch-Akzent des Franzosen noch einmal den Schülerinnen und Schülern des Englisch-LK ein: „English is the most important language in the world!“, was deren Lehrer sichtlich erfreute.

14 Wellington Museum

 

 

 

 

 

 

 

Das Protokoll von Felicia Stahlhut (Lk E3) vermerkt zu dem eingangs erwähnten Lord Uxbridge: “He was wounded in the battle and he did not cry during the amputation. Afterwards he had three false legs made, one for walking, one for horseback riding, one for dancing” und schließt den Unterrichtstag in Brüssel ab unter „Any other business“: „Mr. Vogt thanked the class for their patience during the talks, he was not pleased about our lack of participation during the seminar in the European Parliament, though.“ Und Cara Semroch (Lk D2) fasst zusammen: „Um 15:00 Uhr fuhren alle Anwesenden um vieles gebildeter mit dem Bus nach Rheinbach. Sie kamen dort um 17:45 Uhr an und fanden, dass es ein gelungener, sehr lehrreicher Arbeitstag war.“

Hannah Grüne (Jgst. 11 – LK D2)

Artikel als pdf-Datei: LK E _ Lk D_ Brüssel 2015

„… never a dull moment“ – Besuch in London

01 Queensway - Simon Meyer, Nicole Metzler, Lea BaurWährend des Besuchs einer Delegation des Vinzenz-Pallotti-Kollegs und des St.-Joseph-Gymnasiums in London standen – unter der Leitung der Lehrer Marlene Genn und Bernhard Vogt – zahlreiche Arbeitsbesuche in der „Bank of England“, dem „Museum of London“ oder auch der „Tate Modern“ auf dem Programm.

Besonders die Art, wie dem Besucher die Objekte und Inhalte präsentiert werden, unterscheidet sich stark von den deutschen Museen. Vieles ist digital und interaktiv aufbereitet, so dass Schülerin Mona Schappert schwärmt: “One of the most interesting destination was “The Crystal”, an interactive museum about urbanization and sustainable energy development.  It is located in the east of London in the Royal Victoria Docks. Run and owned by German electronics company Siemens, the building offers high-tech interior equipment. This goes from toilets able to flush themselves to interactive learning games operated by huge touch screens.02 Bank
In addition to that, cards with an individual identifying code are given out to visitors, enabling them to unlock special content and features as well as showing them which places they still have not visited. Even more notable than the displays on modern technology is the fact that the building draws almost all of the energy it needs to operate heating, light and sanitary services from renewable energy sources, most prominently from plants producing energy from wind power as well as solar energy from helio-electric appliances located at the top of the building’s roof. After exploring all different corners of the museum, we proceeded to take the “Emirates Air Line”, a cable car connection spanning the river Thames between Greenwich Peninsula and the Royal Docks, the slow flight offering breathtaking, spectacular sights of London all around.”
09 Tower of London group2Ein Moment, der ebenso in Erinnerung bleiben wird, ist die „Ceremony of the Keys“. Dieses aufwendig und eindrucksvoll zelebrierte Verschließen der Tore des Tower of London findet unter vollkommen dunklem Nachthimmel und in den spektakulär beleuchteten Mauern der alten Festung statt und belegt den englischen Sinn für Traditionen.
Wenn auch Lukas Voos (Jahrgangsstufe 11) durchaus aus Ungeduld und Gereiztheit der Hauptstadtbewohner im Umgang mit Fremden konstatieren musste, attestieren Lioba Lehmann und Simon Meyer (beide Jgst. 10) den Menschen, denen sie in London begegnet sind, „Offenheit Freundlichkeit, Rücksichtnahme, Respekt, Höflichkeit und Hilfsbereitschaft“.

18 Crystal - DLR„London ist vollkommen anders, eine sehr ordentliche Stadt, kaum Müll, viel Überwachung und Sicherheit“, fand Jonas Mecke (11) nicht nur das gesamte Ambiente, sondern auch das Einkaufen spannender als in Deutschland: „Überall eingespartes Personal, überall Kassen ohne Kassierer.“ „Die Stadt ist der perfekte Mix aus Moderne und Geschichte“, halten Lisa Lugauer (10) und Max Metternich (10) London für eine atemberaubende, abenteuerliche Großstadt. „Ein Muss für jeden. Wir haben längst noch nicht alles gesehen. Paddington Bear hat recht: One of the nicest things about London it that there is never a dull moment”.

Mona Schappert, Jonas Wiede (Jahrgangsstufe 10)

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Spaciger Ausflug: Weltraum – Fantasie, Wirklichkeit, Ausblick

02 7D vor Bundeskunsthalle Weltraumspaziergang der 7d in der Bundeskunsthalle

Seit Jahrhunderten fasziniert der Weltraum die Menschheit. Viele Fragen über Sternentstehung, Lebewesen im All etc. konnten bereits durch Forschungen und menschliche Anwesenheit im Weltall beantwortet werden, doch gab und gibt es noch sehr viel Unerklärliches und Ungeklärtes. Mit den vielfältigen Aspekten der Weltraumforschung und den menschlichen Vorstellungen über das All beschäftigten sich die Ausstellung „Outer Space – Faszination Weltraum“ in der Bundeskunsthalle in Bonn und die Klasse 7d des Sankt-Joseph-Gymnasiums aus Rheinbach unter Leitung von Klassen-, Englisch- und Kunstlehrerin Elizabeth Weckes und Deutschlehrer Bernhard Vogt.

01 7D vor Bundeskunsthalle

 

Bereits die 32 cm große Masterkopie der 3600 Jahre alten „Himmelsscheibe von Nebra“, einer Darstellung der Himmelsvorstellung der damaligen Menschen zur Bestimmung von Zyklen des bäuerlichen Jahres, und ein Originalstück des 4,6 Milliarden Jahre alten „Donnersteins“ von Ensisheim zeugen vom vorwissenschaftlichen Umgang mit dem All. Der Meteorit, der 1492 aus dem All auf der Erde einschlug, wurde von den Menschen als eine Gottesstrafe und böses Omen gewertet, in Ketten gelegt und in einer Kirche aufgehängt.

07 7D Abreise

Der Aufbruch des Menschen in das Weltall, das Wettrennen zwischen der Sowjetunion und den USA, um durch ihre technische Überlegenheit die Vormachtstellung ihrer jeweiligen politischen Systeme zu belegen, wurde eindrucksvoll und lautstark dokumentiert durch einen Raketenstart auf Großleinwand, dessen Schluss-Countdown die Besucher alle 20 Minuten genüsslich mitzählen konnten.

Weitere Exponate, die Raumanzüge von Juri Gagarin, dem ersten Menschen im Weltall 1961, oder von Neil Armstrong, dem ersten Menschen auf dem Mond 1969, sowie der Nachbau der internationalen Raumstation ISS bezeugen die fortschreitende Eroberung des Weltraumes durch den Menschen.

05 7D arbeitswillige SchülerWeitere Überlegungen zu den Umständen und zum Leben im All und auf anderen Sonnensystemen stellen Künstler auf Bildern, in Romanen und in Filmen an. So bevölkern konsequenterweise der zurückgelassene und von Heimweh geplagte Außerirdische „ET“ – the Extra Terrestrial von 1982 –, der abfalleimergroße „Star Wars“-Roboter R2D2 (1977)  mit dem menschenähnlichen 3-CPO, der R2D2s Pfeiftöne übersetzen kann, ein Monster aus dem Film „Alien“ (1979) und das Modell der „Enterprise“  aus der Science Fiction-Serie „Star Trek“ (2009) einen Ausstellungsraum.

20 Haase Oliver Himmelsscheibe von Nebra „Eine Animation zeigt auf, wie gefährlich vermüllt der erdnahe Weltraum bereits durch unkontrollierte Raketen- und Satellitenteile ist“, sieht Ben Schluckebier kritische Aspekte der Weltraumeroberung. Die „Sonnenuhr“ des Künstlers Gianni Motti vermittelte Oliver Haase und Florian Heinrich ein mulmiges Gefühl. „Sie zählt die ca. 5 Milliarden Jahre, die der Menschheit verbleiben, bevor die Sonne die Erde einsaugen und verbrennen wird, rückwärts und ruft dem Besucher die Vergänglichkeit unseres Sonnensystems und somit das Ende allen Lebens ins Bewusstsein.“

06 7D NachbereitungDie Sternenkugel des japanischen Künstlers Hiroyuki Masuyama – aus Kirschbaumholz und edel poliert – hatte es nicht nur wegen ihrer Begehbarkeit und nicht nur Justus Potten und Jonathan Flatten angetan: „In das Holz sind viele kleine Löcher gebohrt, die genau der Position der Sterne am Himmel entsprechen. Ist die Kugel geschlossen, haben die Insassen den Eindruck, den Sternenhimmel zu sehen, selbst Astronaut zu sein und ein bisschen Schwerelosigkeit zu erleben“.

24 Muegge Mauritz RaumschiffDie Zeit nach der Führung durch Kunsthistorikerin Julia Lemke nutzten die Schüler, ihre Lieblingsstücke noch einmal anzuschauen und gemäß der Aufgabenstellung ihrer Kunstlehrerin abzuzeichnen.

22 Zahn Leo Raumschiff21 NN R2D2„Die Zeichnungen  bilden den Einstieg in das neue Thema „Weltall“ des Kunstunterricht und im Fach Deutsch wird der Ausflug als Grundlage dienen, sich im Berichte-Schreiben zu üben“, stellte Mauritz Mügge wieder die Verbindung zwischen einem etwas anderen, dafür aber umso spannenderen und abwechslungsreicheren Unterrichtstag und der schulischen Routine her.

 

Autorenkollektiv der 7D / Bernhard Vogt