Archiv für den Autor: Berit Keiser

Musikalischer Austausch mit Rhinebeck

Vom 13. bis zum 26. Juli sind Musiker aus Rhinebeck bei uns zu Gast. Die amerikanische Gruppe, 35 Jugendlichen und 17 Erwachsene, wohnt bei Familien, die Kinder am SJG oder am Städtischen Gymnasium haben und ebenfalls musikalisch aktiv sind. Ziel des seit 1978 bestehenden Austausches ist es, in gemeinsamer musikalischer Arbeit interkulturelle Kontakte zu knüpfen und Einblick in das Leben des Gastlandes zu nehmen.

Am letzten Schultag wird die deutsch-amerikanische Bigband gemeinsam musizieren, am 22. Juli spielen sie ein Konzert in der Stadthalle und am 23. Juli gestalten die Musiker gemeinsam eine Messe in Maria Laach.

Unsere deutsche Gruppe wird im nächsten Jahr zu Beginn der großen Ferien einen Gegenbesuch in Rhinebeck/NY antreten.

Begeisterte Leserin mit YouTube-Kanal

„Ich möchte meine Begeisterung für Bücher mit anderen teilen“ – dieser Wunsch von Elena Wenzel, EF, gab die Motivation für ihren eigenen Literatur-Kanal „elliesbuecherwelt“ auf YouTube. Darin stellt sie vor, was sie gerade gelesen hat. Angebote für Werbeverträge hat sie auch schon erhalten, aber: „Ich will nicht gekauft werden. Der Kanal soll auf meiner Meinung gründen“, so die 16-Jährige. Daher steht der Beruf Youtuberin für sie auch nicht auf der Wunschliste. Auch einen wiki-Blog betreibt sie: elenasbuecherwelt.blogspot.de

Elena sucht allerdings nicht nur den virtuellen Kontakt zu anderen Leserinnen und Lesern, sondern auch den realen: Sie leitet mit Christoph Ahrweiler, Inhaber der Buchhandlung Kayser, den Leseclub „Read & Meet“, in dem sich Jugendliche im Alter von 14 bis 19 Jahren treffen, um Buchtipps auszutauschen.

Musikproduzenten im PU

Eine eigene Version eines bekannten Musikstücks bzw. Popsongs zu gestalten ist das Ziel im Projektunterricht (PU) Musik bei Martin Kirchharz. Dazu analysieren die Schülerinnen und Schüler zunächst mit Hilfe der Noten die Struktur des Stückes und überlegen sich dann, wie sie damit arbeiten können. Ihr Instrument dabei: ein iPad und das Programm Garage Band.

Während eine Jungengruppe im Nachbarraum Stimmübungen macht, um ihren Song selbst zu singen, tippt eine Mädchengruppe die Melodie von „The Hanging Tree“ ins Programm. Dazu sollen noch Klavier, Gitarre, Bass und Schlagzeug kommen – alles elektronisch. Für die Schüler ist das schon „recht schwierig, aber es macht großen Spaß!“

„Musik Sein“  ist der Titel, den eine andere Gruppe ihrer Arbeit zugrunde legt – Schlagzeug soll noch dazu und die Akkorde im Hintergrund sollen lauter erklingen. Ob sich zu „Closer“ eigener Gesang gesellen soll? Oder reicht es, das Klavier einzuspielen? Mit diesen Fragen beschäftig sich eine Mädchengruppe. Allen gemeinsam ist: Sie nehmen die Musiktitel jetzt ganz anders wahr und sind mit Eifer dabei, ihr eigenes Stück daraus zu entwickeln.

Werkstatt-Atmosphäre begeistert

Vogelhäuschen, Kaninchenställe, Weihnachtsdekoration, Tritthocker – die Bandbreite an Produkten, die im PU Holzwerken entstehen, ist groß. Karl Krahé leitet den Kurs, in dem Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Ideen mit Hilfe von Werkzeug umsetzen.

Eine Gruppe hat sich vorgenommen, Gummischießpistolen zu bauen. Mit Hilfe einer Anleitung sowie Schnittmustern, die sie auf YouTube gefunden haben, sägen die Schüler maschinell die nötigen Teile aus Holz aus. Andere arbeiten vor allem mit Laubsägen. Buchstaben auszusägen für den Abschied einer Klassenkameradin ist das Ziel – oder einen Halter fürs Tablet zu konstruieren.

Die Schülerinnen und Schülern finden die Arbeit mit Holz „höchst interessant.“ „Das ist mal was ganz anderes als sonst im Unterricht.“ Die Mädchen und Jungen sind sich einig: „Das macht großen Spaß!“ Und dass sie schließlich ein fertiges Produkt mitnehmen können, gefällt ihnen ganz besonders.

Fantastische Marionetten

Voller Ideen waren die Schülerinnen im Projekt Marionettenbau von Kerstin Clasen. Einige gestalteten Fabelwesen wie Einhorn oder Troll, andere nahmen sich ihr Hobby zum Vorbild und bauten beispielsweise eine Ballerina als Marionette, wieder andere schufen ganz neue Wesen wie Phantasievögel.

Die Köpfe wurden aus Papiermaché gestaltet und bemalt, Hände, Füße und Körper sind z.B. ebenfalls aus Papiermaché oder Schwamm oder ummanteltem Draht. Die Schülerinnen bemalten sie anschließend oder bezogen sie mit Stoff, bei einigen Marionetten kamen auch Filz oder Wolle zum Einsatz. Dicke mit Heißkleber befestigte Kordel schafft die beweglichen Verbindungen. Ein einfaches Fadenkreuz aus Holz dient zur Führung der Figuren. 

 

Vom Standbild zum Stück

„Ich will das Einhorn spielen“ – mit diesem Satz, den Birgit Beier immer wieder zu hören bekam, war die Idee für das Stück ihres Projektunterrichts im letzten Halbjahr geboren. Ihr Kurs erstreckt sich in der Regel über zwei Quartale. In dieser Zeit gestalten die Schülerinnen und Schüler Standbilder – ähnlich einem Bild aus einer Theaterinszenierung oder einer Statue –, aus denen sie Miniszenen entwickeln und schließlich ein Stück kreieren. Diesmal geht es also um ein Einhorn und das Thema Genmutation.

Die Aufführung bilde zwar den Schlusspunkt, so Birgit Beier, viel wichtiger sei aber der kreative Prozess, mit dem die Schülerinnen und Schüler dorthin gelangten. „Ein wesentlicher Aspekt ist die Stärkung der Persönlichkeit – durch diverse Übungen aus dem Theaterbereich lernen sich die Jugendlichen anders wahrzunehmen und ihre Identität zu bilden.“ Das kommt an: Mit viel Spaß frieren die Schülerinnen und Schüler ihre Bewegung ein, sprechen Zungenbrecher und üben sich in unterschiedlicher Mimik und arbeiten pantomimisch. All dies ist in ihr Theaterstück „Monster
oder Superstar“ eingeflossen, bei dessen Produktion sie mit großem Engagement bei der Sache waren. Den Eltern wurde es am 12. Juli vorgeführt, die Aufführung für die Schülerinnen und Schüler der Stufe 8 findet in der letzten PU-Stunde statt.

Wege zum Trickfilm

Wie viel Arbeit nötig ist, damit ein Trickfilm entstehen kann, war den meisten Schülerinnen und Schülern zu Beginn des Projektunterrichts bei Renate Neffgen nicht klar. Sie hatten jedoch viel Freude dabei, ihre Stop-Motion-Filme mit Hilfe des iPads und der so genannten Trickboxx zu drehen, und waren mit den Ergebnissen sehr zufrieden.

Dabei wurden verschiedene Wege zum Trickfilm erprobt. Die Filmemacher erstellten Figuren aus Pappe oder Knetgummi und ließen sich von ihnen zu einer Handlung inspirieren. Dann bewegten sie die Figuren in der Trickboxx und fotografierten jeden Bewegungsschritt – beispielsweise eines Elefanten, der umherwandert, eines Monsters, das sich in eine Prinzessin verwandelt, oder zweier Kämpfer. Es durfte auch politisch oder gruselig werden. Aber auch echte Personen, Alltagsgegenstände und Spielzeuge wurden zu Trickfilmhelden. Geräusche und Musik unterstützten oder wurden sogar zum tragenden Element, wie im Musikclip zum Song „O.K.“, der aus rechtlichen Gründen nicht veröffentlicht werden kann. 

Die Zeitplanung hat in den meisten Fällen funktioniert, „beim nächsten Mal würden wir allerdings noch strukturierter arbeiten“, so Kaya. Vika denkt, dass man eventuell „etwas schneller arbeiten könnte“ – insgesamt habe das Projekt aber gut geklappt. 

Die Links zu den Filmen finden Sie hier:

Ocean Chase,  Pacman der Film, Auftrag der Feuerwehr,  Das magische Getränk,  Ok, Dumbo 2, Rosalinde und ihre Freunde

 

Ideen für unseren Anbau

Die Schülerinnen und Schüler des Q1-Kunstkurses von Norbert Hansen haben sich Gedanken darüber gemacht, wie der Neubau des SJG um einen Bau erweitert werden bzw. auch mit dem Altbau verbunden werden könnte. Sie sind sich einig: Hell soll er sein und ungewöhnlich.

So erinnert Philipps Entwurf an ein Stadion, Alina gestaltet einen riesigen Aufenthaltsraum mit großer Glasfront und Angelina denkt an ein Glasdach. Victoria hat den Bau als so genanntes Green Building geplant – mit Fassadenbegrünung, die für ein gutes Klima sorgt, Solardach und Nutzgarten. Marvin hat sich Gedanken über die Frage gemacht, wie das Gebäude zugleich hell, aber nicht heiß ist: Er konzipierte gewölbte Wände mit Metallfilm. 

Grüne Dachterrassen, Parkplätze, ein großes Foyer, ungewöhnlich geschnittene Klassenräume und eine ansprechende Front zum Stadtpark hin waren weitere Merkmale der unterschiedlichen Entwürfe.

Schulleiter Michael Bornemann ließ sich die Entwürfe erklären und zeigte sich beeindruckt von den Ideen der Schülerinnen und Schüler. Es sei deutlich geworden, dass sie sich einen Bau wünschten, der als Verbindung zwischen Alt- und Neubau diene, eine gute Arbeitsatmosphäre durch gute Beleuchtung schaffe, aber auch ausreichend Raum für Entspannung biete. 

Die Modelle sollen im nächsten Schuljahr im Schulgebäude ausgestellt und kurz erläutert werden.

SPUN 2017: Schülerplanspiel der United Nations

Claudia Zeyen, Laura Zimmermann, Marvin Alberts und Felix Schmitz, alle Q1, vertraten vom 14. Juni bis zum 18. Juni 2017 beim Planspiel SPUN die Föderative Republik Brasilien. Sie schlüpften in die Rolle eines Delegierten und debattierten – angelehnt an die Arbeit der United Nations – über verschiedenste Themen, erarbeiteten in Ausschüssen Resolutionen, hielten spontane Reden und überlegten gemeinsam, wie sich die Welt besser gestalten lässt.

Auf der Tagesordnung des von Schülern für Schülern organisierten Spiels standen dabei zum Beispiel die Rechte indigener Völker, der illegale Organhandel, die Verschmutzung der Weltmeere durch Plastikmüll oder die internationale Terrorismusbekämpfung.

Die vier Q1-Schüler betrachten die Teilnahme am Planspiel als sehr bereichernd. Sie stellten fest, wie überzeugend sie reden können, und wie viel ihnen die Gespräche mit anderen Teilnehmern gegeben haben.

Erfahrungsberichte werden im Jahrbuch zu lesen sein!

Claudia Zeyen, Laura Zimmermann

Chemiekurs analysiert „Kölnisch Wasser“

Wir, Schülerinnen Schüler des Chemiekurses von Herrn Wald aus der EF, haben am 6. Juli 2017 eine Exkursion zur Hochschule in Rheinbach gemacht.

Dort empfing uns der wissenschaftliche Mitarbeiter Dr. Peter Kusch, um uns das Verfahren der Gaschromatographie mit einem angeschlossenen Massenspektrometer näher zu bringen. Mit dieser Technik haben wir das Parfüm „Kölnisch Wasser“ analysiert und konnten die einzelnen Duftstoffkomponenten sowohl namentlich als auch quantitativ bestimmen. Der Vortrag war interaktiv gestaltet, sodass es uns möglich war, Teile des Analyseverfahrens selber zu übernehmen, wodurch wir einen guten Einblick erhalten und den Exkurs mit Interesse verfolgen konnten.

Julia-Christin Denke und Rebecca Held