Archiv für den Autor: Berit Keiser

„Berlin liegt an der Nordsee!“

Mit der kühnen Behauptung, Berlin liege an der Küste, hatten sich die Schülerinnen und Schüler des Differenzierungskurses BioGeoChemie der Jahrgangsstufe 9 auseinanderzusetzen. Der Wissenschaftsladen Bonn spielte mit den Schülerinnen und Schülern am 25. September ein Planspiel, in dem es um die fiktive Neugestaltung der Schulkantine ging – und mit der Frage, was Gewässer damit zu tun haben, auch wenn sie nicht in unmittelbarer Nähe liegen.

Zertifizierter Fisch, Reduzierung und Recycling von Verpackungsmüll, die Problematik von aus Reinigungsmitteln stammender Mikroplastik in Gewässern sowie die Länge von Transportwegen waren Themen, mit der sich der Kurs beschäftigte. Im Planspiel schlüpften die Schülerinnen und Schüler in unterschiedliche Rollen von Interessensvertretern, die bei der Planung einer neuen Kantine miteinander diskutieren: Lehrer, die Frau aus der Bauverwaltung, der Mann von Hygieneinstitut, die Vertreterin der örtlichen Umweltinitiative, der Koch. Sie argumentierten aus einer fremden Perspektive und vertraten (möglicherweise) eine andere Meinung als die eigene. Sie alle unter einen Hut zu bekommen und gemeinsam eine Lösung zu finden, war das Ziel des Planspiels.

Indem Fürsprecher für gesunde, abwechslungsreiche Ernährung oder für die Außendarstellung der Schule auf Vertreter für erschwingliche Mahlzeiten oder Verfechter des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit traten, erkannte die Gruppe, wie wir mit unserem Konsum und unserem Verhalten den Zustand der Meere und Ozeane beeinflussen, auch wenn wir weit weg von diesen Gewässern wohnen – wenn auch nicht unbedingt in Berlin.

Helmut Gaßmann

Chemie LK beim NanoBio-Wettbewerb erfolgreich

Der Chemie LK aus der Q2 von Bernhard Gellrich hat mit seinem Film über ein Muskelexperiment die Jury des Schulwettbewerbs NanoBio begeistert. Die Schülerinnen und Schüler kamen mit ihrem Beitrag auf den zweiten Platz. Sie experimentierten mit Angelschnur und entwickelten daraus einen künstlichen Muskel – nach weiterer Forschung beispielsweise  für den Einsatz von Prothesen.

Die NanoSchoolBox, die der Deutsche Verband Nanotechnologie als Preis gestellt hatte, wurde direkt im Chemieraum ausprobiert: Die Schülerinnen und Schüler experimentierten mit Bärlappspuren, einer Heilpflanze. Die kleine Rakete lässt sich im Zeitlupen-Video bestaunen.

Theater-Abo am SJG

Wie in jedem Jahr bieten wir in Zusammenarbeit mit der Theater-Gemeinde Bonn der Schulgemeinschaft einen besonderen Zugang zur Bonner Musik- und Theaterwelt: Wir stellen ein buntes Abonnement zusammen, das ganz auf unsere Schule zugeschnitten ist. Es umfasst zunächst vier Veranstaltungen: „Amadeus“, „Die Physiker“, „Löcher oder das Geheimnis von Green Lake“ sowie die Oper „Turandot“. Das Ballett „Der Nussknacker“ kann als Zusatz gegen Aufpreis mitgebucht werden.

Unsere Zielgruppe sind die Schüler und Schülerinnen der Klassen 8 bis 12. Die Jugendlichen können zudem Freunde und Freundinnen – auch von anderen Schulen –, Geschwister und Eltern mit anmelden. Das Abonnement kostet für Jugendliche 41 Euro, für Erwachsene 87, 50 Euro. 

Interessierte melden sich bitte an, indem sie den ausgefüllten Abschnitt vom Flyer abtrennen und ihn im Lehrerzimmer bzw. bei Frau Beier oder Frau Herlach abgeben. Eine Anmeldung über Mail oder telefonisch im Sekretariat ist leider nicht möglich. Anmeldeschluss ist am 2. Oktober 2017.

Wir wünschen viel Spaß in den Theatern Bonns! Die Abonnenten im letzten Jahr hatten ihn!

Birgit Beier

zum Flyer: 

Nie mehr Alkohol, nie mehr Heroin!

Wolfgang Kiehl, ehemaliger Leistungssportler und Rugby-Bundesligaspieler, sprach am 13. September 2017 zu und mit Schülern unserer 8. Klassen über seine Heroinsucht – zunächst in Form eines Vortrags, dann innerhalb einer Fragestunde. Die Veranstaltung war Bestandteil der  Suchtprävention für die Achtklässler. Kiehl erzählte vom schlechten Verhältnis zu seinen Eltern und seinem Auszug aus der elterlichen Wohnung im Alter von 16, die „wie eine Befreiung“ für ihn gewesen sei. Der Kontakt zu anderen Sportlern – er spielte auch Handball und Fußball – reichte ihm nicht. „Ich habe Leute gesucht, die anders ticken“; solche Menschen fand er und geriet immer tiefer ins Drogenmilieu.

Mit 14 hatte Kiehl begonnen zu rauchen, mit 15 Alkohol zu trinken, dann kam das Kiffen hinzu, es folgten LSD und Heroin. Dank einer Langzeittherapie hat er den Entzug geschafft – Alkohol und Tabletten sind für ihn jetzt tabu, denn er will sich von jeglichen Suchtmitteln fernhalten.

Kiehl stellte den Schülerinnen und Schülern vor, welche Auswirkungen Drogen haben. Es seien eben nicht nur die vermeintlich positiven wie höhere Konzentration und Kreativität, sondern auch deren Gegenteil könne eintreten. Wie ein LSD-Trip denn aussehe, wollten die Schüler wissen. „Du siehst Sternschnuppen oder Bäume beginnen zu sprechen“, erläuterte Kiehl. „Das Problem ist, wenn du nicht mehr sehen willst, was du siehst, oder nicht mehr hören willst, was du siehst, kannst du es nicht abschalten.“

Er warnte die aufmerksamen Zuhörer vor möglichen bleibenden Schäden, die er zum Glück nicht davongetragen habe. Auch gegen das angesagte Shisharauchen sprach Kiehl sich aus. „Irgendwann reicht euch das dann nicht mehr, es wird langweilig, ihr wollt etwas anderes ausprobieren.“

Ob er noch Kontakt zu den alten Freunden habe, war eine weitere Frage der Schüler. „Die liegen fast alle unter der Erde.“ Den Schülern gefiel der flapsige Ton Kiehls; sie hörten gut zu, welche Gefahren mit Drogen verbunden sind und wie radikal Kiehl alles ablehnt, was deren Konsum erleichtern könnte.

Erfolgreiche Facharbeit über Ornamente

Sigrid Neffgen, Q2, beschäftigt sich gerne mit Mustern, insbesondere mit Ornamenten. In ihrer Facharbeit hat sie die „Parkettierungen und die 17 Ornamentgruppen in der islamischen Kunst“ untersucht – und wurde dafür mit dem Hans-Riegel-Preis ausgezeichnet. Sie erhielt den dritten Preis im Fach Mathematik. „Die Arbeit ist mathematisch tiefgängig“, lobt Mathematiklehrer Björn Palmert das Werk seiner Schülerin. „Sigrid hat viel dafür recherchiert – im Internet, aber auch sehr viel in Büchern und diese als Quellen angegeben.“

20 Gutachter der Universität bewerteten die eingereichten Arbeiten und bestimmten die ersten drei Plätze. Im Festsaal der Bonner Universität nahmen die Preisträger am 6. September ihre Auszeichnung von Vertretern der Dr. Hans-Riegel-Stiftung entgegen. Für ihren dritten Platz erhielt Sigrid Neffgen 200 Euro. Sie freut sich über die positive Resonanz auf ihre Arbeit.

Wieder Gold für Sarah

Sarah Liegmann, EF, konnte ihre Stellung als Kickboxerin in der Welt untermauern: Sie hat zwei Goldmedaillen und eine Silbermedaille aus Irland mitgebracht: Unsere Schülerin wurde im August in Killarny Weltmeisterin im Vollkontakt Kickboxen, Weltmeisterin im Leichtkontakt Kickboxen und erkämpfte sich mit dem deutschen Jugendteam die Silbermedaille. Wir gratulieren!

 

 

 

 

Bilderschau des Kunst LKs

Eine Ausstellung des Kunst- Leistungskurses Q2 von Rainer Pilartz war kürzlich im Foyer zu sehen. Die 13 Schülerinnen und Schüler sichteten gemeinsam ihre Werke aus den vergangenen Schuljahren und stimmten sich im Kurs darüber ab, was sie der Schulöffentlichkeit zeigen wollten. Dabei entstand ein Querschnitt durch Stile und Techniken, mit denen sich die jungen Künstler auseinandergesetzt haben. Natürlich lag auch der Aufbau der Ausstellung in den Händen des Kurses.

Bildergalerie

Die Schülerinnen und Schüler wollten ihre Bilder für sich sprechen lassen – wie sie es im Unterricht gelernt hätten. „Das Bild malt sich selbst“, zitiert Lina Engbrocks ihren Kunstlehrer. Das habe sie sich zu Herzen genommen. Allerdings sei das sei im Unterricht nicht immer ganz leicht gewesen, meint Annika Mieklitz: „Man muss sich den Vorgaben beugen – egal, ob man den Stil mag oder nicht.“ Beim Sichten der Bilder zeigten sie sich erstaunt, welche Ergebnisse sich schließlich erzielen ließen – auch mit ihnen zuvor unbekannten Techniken.

Annika Reichstein zieht als Fazit: „Kunst als LK zu wählen war sehr gut. In unserem kleinen Kurs herrschte eine prima Atmosphäre und wir konnten gut miteinander diskutieren.“ Barbara Sievernich ergänzt: „Wir konnten tätig sein, haben Impulse erhalten und dabei viel gelernt. Das war eine prima Zeit!“

Experiment „Welle“ auf der Bühne

„Stärke durch Disziplin! Stärke durch Gemeinschaft! Stärke durch Aktion!“ – so lauten die Parolen des Theaterstücks „Die Welle“, aufgeführt vom Literaturkurs der Q1 unter der Leitung von Barbara Haas. Die Aufführungen fanden am  9. und 11. Juni statt.

„Die Welle“ ist der Name eines Experiments von Frau Müller, welches jedoch außer Kontrolle gerät. Musterschülerin Laura merkt früh, dass „Die Welle“ mehr als nur ein Schülerprojekt ist. Außenseiter Theodor wird Teil der Gemeinschaft und geht mit immer mehr Begeisterung an die Sache heran. Das Projekt findet ein tragisches Ende, als Frau Müller ihren Schülern vergegenwärtigt, wessen Anhänger sie wirklich sind. Außerdem verdeutlicht sie, dass eine Gruppe, wie sie es im Nationalsozialismus schon gegeben hat, recht leicht gegründet ist und das man dadurch seine moralischen Grundsätze schnell ändert.

Die Aufführungen waren stets gut besucht und endeten mit langem Applaus. Der Kurs war mit viel Engagement dabei.

Saskia Bartsch

„Olymp Tag und Nacht“ – Theater der Q1

Der Literaturkurs der Q1 von Ursula Herberhold spielte am 25. und 26. Juni „Olymp Tag und Nacht“ nach einer Vorlage von Beate Haeckl. Antike und Moderne treffen darin aufeinander und verbinden sich zu einer olympischen TV-Komödie.

Die völlig zerstrittenen und frustrierten griechischen Götter wenden sich an die Medienmonopolistin Ricarda Binger und fordern ihre eigene große Fernsehshow. Doch Binger, Chefin der Walhalla-AG und glühende Verehrerin germanischer Mythologie, lässt sie höhnend abblitzen. Daraufhin soll die unerfahrene Dokumentarfilmerin Jenny eine glanzvolle Dokumentation über die Götter drehen, doch diese Herausforderung wird durch Eitelkeit, Streit und Intrigen innerhalb der olympischen Familie zur schier unlösbaren Aufgabe.

Die Schülerinnen und Schüler hatten Spaß, Antike und Moderne miteinander zu verknüpfen, in andere Rollen zu schlüpfen und ihr Publikum zu unterhalten.

„Die Abteilung“ bei Spotlight

Das Theaterstück „Die Abteilung“, geschrieben von unserem Abiturienten Jonas Wiede und aufgeführt von der Theater AG der Q2 unter der Leitung von Ursula Herberhold, war zum Schülertheater-Festival „Spotlight“ ins Pantheon eingeladen worden. Die Truppe zeigte im fast ausverkauften Saal erneut ihr Gruselstück, das auf dem Film „The Ward“ basiert,  und zeigte sich in Hochform.

Leider hat die Jury dann jedoch nicht den „Kobold“, den Preis für das beste Stück, an unsere Schülerinnen und Schüler verliehen. Dennoch: Unter den sieben besten Inszenierungen in Bonn und Umland gelandet zu sein ist für sich schon eine Auszeichnung. In der Urkunde zur Nominierung heißt es: „Besonders hervorzuheben ist, dass dieses Stück von Jonas Wiede (…) geschrieben und mit enormen Einsatz mit der Gruppe zur Aufführung gebracht worden ist. Der Zuschauer spürt, welche Faszination Angst und Horror ausüben können, die ‚Zwangsjacke, des Wahnsinns‘ (so steht es im informativen Programmheft) wird erfahrbar. Die Gruppe schafft dies mit einem raffiniert auf vier Schauplätze verteilten Bühnenbild, atmosphärisch dichter Musik und angemessen aggressiver Lichtregie.“