Drei Tage um internationale Sicherheitsfragen gerungen

„Die Welt brennt an allen Ecken und Enden und wir sind mittendrin!“ – Getreu diesem Motto trafen sich die Regierungschefs, Staats- und Wirtschaftsminister der Regionen zu den POL-IS-Sitzungstagen vom 22.. bis zum 24. Januar in den Räumlichkeiten des Erzbischöflichen St. Joseph-Gymnasiums mit dem Ziel, sich den internationalen Krisen und Konflikten dieser Welt zu stellen. POL-IS ist eine Simulation, die die UN als internationale Organisation abbilden soll. Dabei geht es um politische und internationale Sicherheitsfragen, die es durch die Zusammenarbeit der einzelnen Regionen zu bewältigen gilt. Im Rahmen der Veranstaltung war es den Schülerinnen und Schülern möglich, internationale Krisen und Konflikte aus der Perspektive einer zugewiesenen Region wahrzunehmen und gleichzeitig festzustellen, wie schwierig nationale und internationale Interessen miteinander zu vereinbaren sind. Dabei reichten die Probleme von der Bekämpfung der Piraterie an der Küste Somalias bis hin zur Bewältigung der Flüchtlingsströme nach Europa.

Die drei Sitzungstage bei POL-IS zeichneten sich durch Kooperation, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt aus. „Wenn dies der Realität entsprechen würde, so wäre unsere Welt vielleicht etwas friedvoller“, kommentiert Teilnehmerin Laura Zimmermann. So wurde in der Simulation die von Russland entdeckte Ölquelle am Nordpol weitestgehend gerecht aufgeteilt und die Unabhängigkeit Taiwans seitens China ohne großen Widerspruch toleriert. Dabei stellten sich den einzelnen Regionen nicht nur Sicherheitsprobleme. Sie waren auch dazu verpflichtet, einen Haushaltsplan zu erstellen, in dem festgelegt wurde, wie viel Geld in den Sicherheits- oder den Wirtschaftshaushalt fließen sollte, denn trotz internationaler Zusammenarbeit dürfen das eigene Land und dessen Bevölkerung nicht zu kurz kommen. Zusätzlich wurde das internationale Geschehen immer kritisch von der Weltpresse und den nichtstaatlichen Organisationen (NGO’s) beobachtet und das Verhalten der einzelnen Regionen am Ende eines POL-IS Jahres entweder gelobt oder angemahnt.

„Rückblickend sind wir als Teilnehmer von POL-IS positiv überrascht, wieviel Spaß die drei Sitzungstage gemacht haben“, sagten die Schülerinen und Schüler anschließend. Das Planspiel sei für alle eine Bereicherung gewesen, sei es durch die entstandene Sensibilität für internationale Krisen oder die Fähigkeit, Situationen aus der Perspektive eines anderen Landes wahrzunehmen. Das Fazit des  Jugendoffiziers, Herrn Lodwig, lautete: „Ihr wart eine super Truppe, es hat mir sehr viel Spaß gemacht und bleibt so engagiert und interessiert am Weltgeschehen!“

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