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Woche der Mathematik 2009

Stadtpark 31, 53359 Rheinbach, Telefon 02226 - 9224-0

Lea Abraham (8a)
„Bäume sind ein zusammenhängendes Netzwerk…“ – Bericht von der Schülerwoche Mathematik (26. – 29. August 2009)
Bäume, Gruppen und Spiele

„Nehmen wir einmal an, für einen neuen Zug wollen wir ein komplett neues Schienennetz bauen, das einige Städte miteinander verbindet.“
Es ist Mittwoch. Neun Uhr morgens im Hörsaal der mathematischen Universität Bonn. Es beginnt die erste Vorlesung, gehalten von Prof. Vygen. Somit fängt auch die Schülerwoche der Mathematik an, um den Schülern die Gelegenheit zu geben, in das Leben der Universität hineinzuschnuppern und über mathematische Probleme zu diskutieren. ‚Eigentlich ganz interessant, doch was haben denn Bäume damit zu tun?‘, frage ich mich und höre gespannt der Vorlesung zu, während ich mich ein wenig im Saal umsehe. Wirklich erstaunlich, wie viele Schüler hier sind. Ich hätte niemals gedacht, dass es so viele Schüler gibt, die sich für das Fach Mathe interessieren…
Ich sehe auf die Uhr. Schon viertel vor zehn – die Vorlesung ist gleich vorbei. Hastig schreiben meine Nachbarin Thalia und ich noch die letzten Sätze auf – denn gleich geht’s zum Institut, in dem wir das neu Gelernte bei Übungen anwenden. Wir packen schnell unsere Sachen ein und begeben uns zu den Listen, wo wir sehen, in welche Gruppe wir aufgeteilt sind.
Nach einigen Minuten mit Gedrängel und Gesuche haben wir uns endlich zu einer Gruppe zusammen gefunden – Jahrgangsstufe 8 von zwei anderen Schulen und des SJGs. Wir nicken uns kurz zu, mehr Zeit bleibt auch nicht, denn jetzt marschieren wir schon zum Gebäude los. Unsere Gruppenleiterin Jenny an der Spitze.
Es ist zwölf Uhr mittags. Mit hungrigem Magen gehen wir zur Mensa. Wie sagt man doch so schön: Lernen macht hungrig. Naja, eher Üben. Noch immer schwirren mir all diese Aufgaben im Kopf herum. Mein Eindruck: Großer Unterschied zum Mathebuch. Aber es hat eigentlich Spaß gemacht, denn es war mal etwas Neues. Etwas, was nicht einfach so in ein paar Minuten zu erledigen war. Eben Mathematik an der Uni.
Das Essen ist ganz passabel. Zwar nicht so gut wie zu Hause, aber die Pommes Frites waren ein kleiner Trost. Genug Zeit zum Essen haben wir zum Glück, da die nächste Vorlesung erst in 45 Minuten beginnt. Bis dahin kann man sich doch mal mit den anderen Mädels der Gruppe unterhalten…
Noch 15 Minuten. Wir räumen unser Essen ab und versammeln uns, um zurück zum Hörsaal zu gehen. In dieser Zeit fasse ich schon mal zusammen: Bei einem Baum sind Städte miteinander verbunden (z.B. Bonn, Köln und Düsseldorf). Um diese miteinander zu verbinden, benötigen wir Gleise/Kabel. Eins reicht von Bonn nach Köln und ein anderes von Köln nach Düsseldorf. Wer von Bonn nach Düsseldorf möchte, fährt eben über Köln. Um diese drei Städte zu verbinden, reichen zwei Gleise. Hat man vier Städte, braucht man drei Gleise, bei fünf Städten vier, usw. Diese Gleise nennt man Kanten. Ein Baum ist, mathematisch gesehen, immer zusammenhängend und hat n-1 Kanten.
Nun, kurz gesagt: Ein Baum ist in der Mathematik ein Netzwerk von Städten und kein Baum, den wir aus der Natur kennen. So viel dazu.
Nach der zweiten Vorlesung geht es nochmal zum Institut zu den Übungen. Danach haben wir um 15 Uhr 45 frei.
Mein Fazit: Die Übungen sind zwar ein wenig knifflig, aber für Schüler, die sich für Mathematik interessieren, genau das Richtige. Außerdem sieht man wie es an der Universität aussieht, wenn man studiert. Zudem kann man auch neue Kontakte knüpfen und noch etwas dazulernen, und das schadet doch nicht, oder?
Insgesamt waren von unserer Schule dabei:
Thalia Voß (8a), Lea Abraham (8a), Karen Bartholomeyczik (8b), Elisa Frings (8b), Sarah Tietler (8b), Carolin Weiß (8b), Kira Windmüller (8c), Elizabeth Hilz (8c) und Lina Metternich (8c)