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SoWi Gewinner 2010

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Schülerinnenbericht: Bundeswettbewerb im Bereich Wirtschaft

NRW-Preis für Mädchen der Klasse 9

Als unser Lehrer uns gefragt hat, ob wir Interesse an einem Wirtschaftstest haben, hätten wir nicht gedacht, dass wir den ersten Platz belegen würden. Die beste Klasse NRWs. Der Test an sich war mittelschwer und dennoch waren wir schon ein bisschen aufgeregt. Immerhin winkten uns als Hauptpreis 300 Euro für die Klassenkasse und Karten für ein Basketballspiel der Telekom Baskets. Als wir uns nach dem Test zu einer Lagebesprechung trafen, waren wir alle der Meinung, dass wir ganz gut abgeschlossen haben mussten, obwohl wir nicht vorbereitet waren. Nach einigen Tagen hatten die meisten den Test auch schon wieder vergessen. Als Herr Stoffel, unser Wi/Po Lehrer, mitteilte, dass wir eine der drei besten Schulklassen waren, freuten wir uns riesig. Und so ging es am 02.02.2010 mit dem ganzen Kurs nach Bonn ins Volksbankhaus zur Siegerehrung. Außer uns waren noch zwei Klassen der Europaschule anwesend. Nach einigen Reden, die uns nur unnötig auf die Folter spannten, war es dann endlich soweit. Den dritten Platz belegte eine der beiden Klassen der Europaschule. Jetzt wurde es langsam Spannend. Wer würde den zweiten Platz belegen und damit das Geheimnis lüften. Als der Name der anderen Schule fiel, konnten wir es erst noch nicht fassen. Erster Platz? Wir? 300 € für die Klassenkasse? Ja wir waren die glücklichen Gewinner. Wir hatten die Ehre NRW beim Finale in Potsdam zu vertreten. Wir waren es… Wir hatte ngewonnen. Doch nach dieser guten Nachricht, stellte sich direkt die nächste Frage. Wer von uns würde nach Potsdam fahren? Alle waren einstimmig für Sissil, doch sie wollte nicht und so waren wir wieder Teilnehmerlos glücklich, oder besser unglücklich. Nach langem Überlegen meldete ich mich, auch wenn ich nicht wirklich wollte, hätte ich es bereut nicht gefahren zu sein. Das war mir klar.

Am 26.02.2010 ging dann für mich mein Kurztrip nach Potsdam am Bonner Hbf los. Nach einer fünfstündigen Zugfahrt mit einigen Komplikationen war ich in der Jugendherberge angekommen und durfte auf mein Zimmer. Dort lernte ich auch gleich meine Zimmernachbarinnen und Mitstreiterinnen kennen. Am frühen Abend fuhren wir mit dem Bus zum Luftwaffenmuseum in Berlin-Gatow. Dort nahmen wir an einer Führung teil, die sowohl interessant als auch ein wenig langweilig war, was aber auf den älteren Herr zurückzuführen war, der anscheinend vergessen hatte, das er mit Jugendlichen und nicht mit über 60- Jährigen sprach, die den Krieg miterlebt hatten und das alles deswegen sehr interessant gefunden hätten. Als wir wieder in der Jugendherberge waren, wurde uns geraten, sofort schlafen zu gehen, da der Samstag nicht minder anstrengend werden sollte. Wir befolgten den Rat und so lagen wir um ca. 23:15 Uhr in unseren Betten. 6:45 Uhr. Zeit fürs aufstehen. Wir hätten alle liebend gern noch weitergeschlafen aber das sahen die WJ’ler anscheinend anders. Und so saßen wir eine knappe Dreiviertelstunde später mehr oder weniger wach in dem Frühstücksraum der Jugendherberge und besprachen den Tag. Ich war eigentlich die ganze Zeit seht entspannt und überhaupt nicht nervös. Doch meine Zimmernachbarin schaffte es schließlich mich total nervös zu machen und auch die Aussage „Ich hoffe ihr könnt gut rechnen.“ trug nicht gerade dazu bei, das ich ruhiger wurde.

Der Test war sehr schwer und am Ende hatte ich das Gefühl, als hätte ich so ziemlich alle Fragen falsch beantwortet. Nach diesem mehr oder weniger gelungenen Test, machten wir noch eine kleine Tour durch die Innenstadt Potsdams und anschließend aßen wir in einem kleinen Restaurant zu Mittag. Um 15:00 Uhr stand aber auch schon der nächste Punkt auf der Tagesordnung: BBI(Berlin Brandenburg International) Schönefeld oder besser Flughafengroßbaustelle Schönefeld. Wir bekamen einen Rundfahrtsbus und dann ging es los. Zwei lange Stunden über holprige Nebenstraßen und durch die Terminals. Nach dieser wirklich interessanten und vor allem amüsanten Rundfahrt durften wir für zwei Stunden in die Jugendherberge zurück. Aber nicht um zu entspannen oder um zu quatschen. Nein. Jetzt galt es, sich schön zu machen für die Siegerehrung am Abend. Als wir endlich alle im Bus saßen, wurde ich dann wieder ein wenig nervös. Hatte es gereicht? War ich unter den besten drei Teilnehmern? Nachdem wir eine gute Stunde warten mussten bis auch wirklich alle Organisatoren da waren und ihre Reden gehalten hatten, beantworteten sich meine Fragen sehr schnell. Nein, es hatte nicht gereicht und nein ich war nicht unter den ersten dreien. Denn ich wurde ziemlich am Anfang aufgerufen. Trotzdem nahm ich meine Urkunde und die Medaille hocherfreut und etwas aufgeregt in Empfang. Meine Zimmernachbarin, die den ersten Platz belegte war schlichtweg überwältigt und wäre am liebsten gleich nach Hause gefahren, um sich vor den Journalisten drücken zu können. Doch so einfach kam sie nicht davon. Während wir eine Führung durch die Druckerei der Märkischen Allgemeinen Zeitung (kurz: MAZ) machten, musste sie einen Artikel zu diesem Wochenende schreiben. Zusammen mit dem Zweit- und Drittplatzierten. Als wir wieder gegen 23:00 Uhr in unseren Betten lagen, konnten wir alle nicht schlafen und erzählten noch eine ganze Weile. Natürlich waren wir sehr traurig, denn am nächsten Tag sollte es ja schon wieder nach Hause gehen. Am Sonntagmorgen frühstückten wir, mehr oder weniger schweigend und anschließend warteten wir in der Eingangshalle, bis wir zur S- Bahn gehen konnten. Am Berliner Hbf verabschiedete ich mich von meinen neuen Freunden und wartete an meinem Gleis auf meinen Zug. Die Heimreise gestaltete sich als sehr ruhig und ich war auch ein bisschen froh wieder zu Hause zu sein, obgleich mir dieses Wochenende das gebracht hat was ich wollte: viele neue Freunde und viele neue Eindrücke und Erfahrungen.

Franziska Glesius, 9C